Was ist nachhaltiger Konsum?
Konsum ist die Aneignung, Nutzung und Entsorgung von Gütern und Dienstleistungen zur individuellen Bedürfnisbefriedigung. Konsum umfasst verschiedene Bedürfnisfelder, unter anderem Wohnen, Mobilität, Ernährung und Bekleidung.
Nachhaltig ist Konsum dann, wenn er unter Einhaltung der planetaren Grenzen dauerhaft global verallgemeinerbar ist. Oder anders formuliert: Nachhaltiger Konsum bedeutet, hier und heute so zu leben, dass überall und auch in Zukunft alle Menschen so leben können. Nachhaltiger Konsum zielt damit vor allem auf eine zukunftsfähige Nutzung natürlicher Ressourcen und Senken. Das heißt, dass beispielsweise nur so viel Holz geschlagen wird, wie nachwächst, und nur so viel CO2 ausgestoßen wird, wie die Pflanzen auf der Erde für ihr Wachstum aufnehmen.
Nachhaltiger Konsum berücksichtigt sowohl Umweltaspekte als auch soziale Aspekte, wobei diese beiden Bereiche sich nicht klar voneinander trennen lassen. Umweltschädlicher Konsum ist zugleich „unsozial“, weil er den Lebensgrundlagen aller Menschen schadet. Vieles, was sich im Laufe des Lebenszyklus von Produkten negativ auf die Umwelt auswirkt, beeinträchtigt zugleich direkt die Gesundheit der Menschen im Umfeld, etwa der Ausstoß von Schadstoffen bei der Produktion. Darüber hinaus gehende „soziale Aspekte“ des nachhaltigen Konsums beziehen sich zum Beispiel auf die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in der Wertschöpfungskette von Produkten.
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