CAPonLITTER

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Quelle: Umweltbundesamt

Capitalising good coastal practices and improving policies to prevent marine litter
Laufzeit: 01.08.2029 – 31.01.2023

CAPonLITTER ist ein durch die Europäische Union finanziertes Projekt, das im Rahmen der „europäischen territorialen Zusammenarbeit“, kurz Interreg, durchgeführt wird. Es zielt auf die Vermeidung des Eintrags von Abfällen in die Meeresumwelt durch Tourismus- und Freizeitaktivitäten ab, was durch interregionalen Erfahrungsaustausch und Verbesserung des nationalen Rechtsrahmen der beteiligten Partner erreicht werden soll. Dabei konzentriert sich das Projekt auf wichtige Abfallfraktionen, darunter Lebensmittel- und Getränkebehälter aus Kunststoffen, die aus der Strandgastronomie und von Freizeitveranstaltungen stammen und durch unsachgemäße Entsorgung der Verbraucher*innen in die Umwelt gelangen. Auch fehlende Anreize sowie fehlende oder unzureichende Infrastrukturen für die Vermeidung, die Sammlung und das Recycling von Abfall spielen in diesem Kontext eine wichtige Rolle.

An dem Projekt sind Behörden und andere Organisationen aus Portugal, Spanien, Frankreich, Kroatien, Griechenland, Bulgarien, den Niederlanden und Deutschland beteiligt. Für Deutschland ist das Umweltbundesamt Partner; die Aktivitäten adressieren sowohl die deutschen Nord- als auch Ostseegebiete. Das Projekt knüpft an bestehende Arbeitsprozesse des nationalen Runden Tisches Meeresmüll, insbesondere der Unter-Arbeitsgruppe Kommunale Vorgaben an, welche unter der Federführung des BUND und des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern im September 2019 einen Leitfaden mit Handlungsoptionen für Kommunen zur Reduktion des Plastikmüllaufkommens veröffentlicht hat.

Insgesamt ist Küstentourismus in allen beteiligten EU-Mitgliedsstaaten ein wichtiger wirtschaftlicher Sektor, der nicht nur von der Meeresverschmutzung betroffen ist, sondern auch selbst erhebliche Mengen an Abfall erzeugt, welche in teilweise nicht unerheblichem Ausmaß an Stränden und im Meer landen. CAPonLITTER wendet sich an verschiedene Interessengruppen, um die Bewirtschaftung von Stränden und die Durchführung von Veranstaltungen zu verbessern und damit zur Reduktion des Eintrags von Kunststoffmüll in die Meere beizutragen. Zudem werden messbare Verbesserungen in Bezug auf Abfallvermeidung, -sammlung und -recycling an den beteiligten Küstenstandorten erwartet.

Der interregionale Erfahrungsaustausch soll nicht nur zu einer Optimierung der entsprechenden Regionalpolitiken führen, sondern auch klären, wie die Maßnahmen in den lokal festzulegenden Aktionsplänen bspw. über spezifische Strukturfonds finanziert werden können. Zu diesem Zweck sieht das Projekt vor, zahlreiche Workshops mit Stakeholdern innerhalb der einzelnen Regionen sowie übergreifend durchzuführen, die das Umweltbundesamt für die Region organisiert und an denen Vertreter*innen des Umweltbundesamts teilnehmen. Anschließend widmet sich die zweite Phase des Projekts (01.02.2022-31.01.2023) der Umsetzung der entsprechenden Lösungsansätze.

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Schlagworte:
 Meeresschutz