Umweltmanagement im UBA

EMAS-Logo auf der Eingangstür des UBA-Dienstgebäudes in Dessau-Roßlauzum Vergrößern anklicken
Das UBA war 2001 die erste Bundesbehörde, die für ihr Umweltmanagement das EMAS-Zertifikat bekam
Quelle: Umweltbundesamt

Bereits Ende der 1990er Jahre führte das UBA ein Umweltmanagementsystem ein, das 2001 nach den weltweit strengsten Anforderungen der europäischen EMAS-Verordnung (Eco-Management and Audit Scheme) validiert wurde. Mittlerweile sind 14 Standorte des UBA – einschließlich aller Luftmessstationen – nach EMAS validiert. 2017 haben wir uns auf den Weg zum treibhausgasneutralen UBA gemacht.

Inhaltsverzeichnis

 

Unser Umweltmanagement im Überblick

Im Rahmen von EMAS ist das UBA bestrebt, nach außen kommunizierte Empfehlungen konsequent auch im eigenen Haus, verteilt auf 14 Standorte, umzusetzen. In seinen Umweltleitlinien verpflichtet es sich zu grundlegenden Prinzipien des betrieblichen Umweltschutzes. Konkretisiert werden diese Prinzipien durch überprüfbare Ziele, verbunden mit Maßnahmen, mit denen das UBA seine Ziele erreichen will. Die im UBA geltenden Leitlinien für umweltverträgliche Dienstreisen helfen, die zahlreichen Dienstreisen weniger umweltbelastend durchzuführen. Bei der Beschaffung richtet sich das UBA nach den auf den Themenseiten zur umweltfreundliche Beschaffung veröffentlichten Empfehlungen. Für Produktgruppen, für die der Blaue Engel vergeben wird, sind grundsätzlich die dafür geltenden Vergabekriterien einzuhalten. Das UBA stellt sehr hohe Umweltschutzanforderungen an die Bau- und Sanierungsvorhaben an seinen Liegenschaften und beschreitet mit diesen hohen Anforderungen immer wieder Neuland im nachhaltigen Bauen. Damit gelingt es dem UBA, neue Maßstäbe für das nachhaltige Bauen zu setzen und zu etablieren. Ebenso bemüht sich das UBA, Vertragspartner und Gäste für ein nachhaltiges Umweltverhalten zu sensibilisieren sowie seine Kooperationspartner in ihren Bemühungen zum Umweltschutz zu unterstützen.

Die Zuständigkeiten, Schwerpunkte, Ziele und Aktivitäten sowie wichtige Kennzahlen zum Umweltmanagement, sind in der EMAS-Umwelterklärung, die jährlich aktualisiert wird, zu finden.

Seit Ende 2017 ist im Rahmen des Umweltmanagements die Treibhausgasneutralität ein zentraler Schwerpunkt. Handlungsfelder, die das UBA dabei betrachtet, sind: Gebäude, Mobilität, Beschaffung und Auftragsvergabe sowie Veranstaltungen. Der Fokus im Rahmen der Treibhausgasneutralität liegt auf der Vermeidung von Emissionen. Jedoch nicht alle anfallenden Emissionen lassen sich vermeiden, so dass, auch nach ausgeschöpfter Verminderung, Kompensationen mit Hilfe von qualitativ hochwertigen Gutschriften vorgenommen werden müssen.

"EMAS Winner Awards 2014", im Hintergrund ein grüner Wald
UBA bekam den EMAS Award 2014 fürs erste Nullenergiehaus der Bundesverwaltung in Berlin-Marienfelde.

Damit gewann das UBA den europäischen EMAS-Preis für herausragende Leistungen im Umweltmanagement bereits zweimal; zum ersten Mal im Jahr 2009.

Quelle: EMAS Helpdesk
 

Ziele

Gebäude

Das UBA stellt hohe Anforderungen an den Bau, die Instandhaltung und den Betrieb seiner Gebäude. Im Rahmen der Bauprojekte an seinen Standorten will das UBA erreichen, dass Baumaßnahmen für das UBA strengen Anforderungen an den Klima- und Ressourcenschutz genügen, z.B. im Hinblick auf die verwendeten Materialien (Recyclingbeton, nachwachsende Rohstoffe, Schadstoffarmut usw.) sowie die Versorgung der Gebäude und Baustellen mit Ökostrom. 

Als wichtigster Punkt ist die Vermeidung von Emissionen benannt. Vor diesem Hintergrund soll das Thema Desk Sharing (mehrere Mitarbeitende teilen sich einen Arbeitsplatz) in Kombination mit mobilem Arbeiten weiter ausgebaut und an allen Standorten etabliert werden. Trotz wachsendem Personalstamm soll ein zweiter Erweiterungsbau oder das dauerhafte Anmieten von Büroflächen in Dessau oder anderen Standorten dadurch vermieden werden.

Mobilität

Das UBA will die CO2-Emissionen seiner Fahrzeuge kontinuierlich verringern. Bezugsjahr ist dabei das Jahr 2016. Bis 2030 sollen die Dienst-Kfz kein CO2 mehr beim direkten Fahrbetrieb emittieren. 

Im Zusammenhang mit den Emissionen aus Dienstreisen ist ein wichtiger Schritt hin zu umweltfreundlicherem Reisen gemacht. Das Bundesinnenministeriums (BMI) hat einen Runderlass zur bevorzugten Nutzung der Bahn statt des Flugzeuges verteilt. Somit ist der Freiraum geschaffen, immer den umweltverträglichsten Verkehrsträger zu nutzen

Durch die Arbeitswege der Beschäftigten des UBA werden jährlich knapp 2.000 Tonnen CO2 emittiert. Da die Arbeitswege zur Privatsphäre der Beschäftigten gehören, werden diese nicht in die Treibhausgas-Bilanz des UBA aufgenommen. Allerdings will das UBA seine Beschäftigten ebenso wie seine Vertrags- und Kooperationspartner motivieren, die CO2-Emissionen ihrer Arbeitswege zu reduzieren, auf umweltfreundliche Verkehrsmittel zu verlagern und zu kompensieren. Eine Übersicht, wie umweltfreundlich das UBA unterwegs ist, gibt es im Rahmen der aktuellsten UBA-Mobilitätsumfrage

Ein weiterer Schritt zur Reduktion der Emissionen durch Arbeitswege ist die Einführung des mobilen Arbeitens, bei dem die Mitarbeitenden einen Teil ihrer Arbeitszeit von zuhause aus arbeiten können. 

Beschaffung und Auftragsvergabe

Um zu verhindern, dass die Vergabe von Leistungen, die grundsätzlich im eigenen Haus erbracht werden können, zu höheren Treibhausgasemissionen führt, will das UBA die in seinem Auftrag bei externen Dienstleistern entstehenden Treibhausgasemissionen ebenfalls in seine Treibhausgasbilanz aufnehmen. Derzeit kennt das UBA die Höhe der davon betroffenen CO2-Emissionen nicht.

Unsere wissenschaftlichen Vertragspartner sollen die im UBA geltenden Anforderungen in Bezug auf umweltfreundliche Beschaffung, Dienstreisen, Druck und Vervielfältigung sowie Veranstaltungen einhalten. Darüber hinaus wollen wir 2020 die Anforderungen konkretisieren, um die bei wissenschaftlichen Aufträgen für das UBA anfallenden Treibhausgasemissionen zu ermitteln. Sobald die vergaberechtlichen Voraussetzungen vorliegen, will das UBA wissenschaftliche Dienstleistungen grundsätzlich treibhausgasneutral vergeben. 

Veranstaltungen

Das UBA ermittelt die Klimawirkungen der von ihm veranlassten Veranstaltungen, soweit sie vom zentralen Veranstaltungsmanagement erfasst sind, und will sie weitgehend reduzieren und die verbleibenden Klimawirkungen kompensieren. 

2020 wollen wir konkrete Anforderungen an die Klimaverträglichkeit von Veranstaltungen des UBA sowie an die Kompensation der verbleibenden Klimawirkungen definieren und durchsetzen. Bis 2022 wollen wir nur noch Veranstaltungen durchführen, die diesen Anforderungen genügen.

Weitere Ziele des Umweltmanagements

Das Umweltmanagement des UBA reduziert sich aber nicht nur auf das Schwerpunktthema Treibhausgasneutralität. Es gilt, die vielfältigen fachlichen Beiträge und Empfehlungen zum Umweltschutz, die in den einzelnen UBA-Facheinheiten erarbeitet werden, zu nutzen, um damit auch das UBA selbst umweltfreundlicher zu machen, zum Beispiel bei der Beschaffung von Bürogeräten oder der Auswahl von Baumaterialien. Hierfür ist eine verstärkte Kommunikation zwischen dem Umweltmanagement des UBA und den UBA-Facheinheiten notwendig. 

 

Umweltprogramm und Überwachung der Umweltziele

Um gezielte Erfolge und Fortschritte in den genannten Handlungsfeldern und darüber hinaus zu erreichen, unterhält das UBA ein Umweltprogramm, das mit themenspezifischen Maßnahmen kontinuierlich fortgeschrieben wird. Dadurch lässt sich mit der Festlegung von Kennzahlen und deren Überprüfung im Rahmen von Umweltaudits die Wirksamkeit der definierten Maßnahmen kontrollieren und verbessern. Darüber hinaus werden die UBA-Standorte jährlich durch einen zugelassenen, unabhängigen Umweltgutachter daraufhin überprüft, ob die strengen Voraussetzungen der EMAS-Verordnung an den Standorten tatsächlich erfüllt werden. Mit diesem Verfahren stellt das UBA sicher, dass sein Umweltmanagement glaubwürdig, transparent und wirksam ist und sich seine Umweltleistungen kontinuierlich verbessern.