Suchen

Energie

Die Umwelt wird regelmäßig belastet, wenn Primärenergie umgewandelt, Endenergie genutzt und Energie durch Übertragungsnetze bereitgestellt wird. Zu den Störungen zählen vor allem energiebedingte Treibhausgas-Emissionen, aber auch Eingriffe in Landschaften und Ökosysteme durch die Energieübertragung. Unser Energiesystem muss daher im Sinne einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Entwicklung umgebaut werden. Dazu zählen das Einsparen von Energie, eine erhöhte Effizienz bei Energieerzeugung und -nutzung sowie der Wechsel zu emissionsfreien Energieträgern.

Als eine zentrale Säule des nachhaltigen Systems gelten die erneuerbaren Energien. Sowohl die Europäische Union als auch die deutsche Bundesregierung haben sich Ziele zu deren Ausbau gesetzt: Europaweit soll der Anteil erneuerbarer Energien bis 2020 bei 20 % des Primärenergieverbrauchs liegen. Deutschland strebt danach, den Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch bis 2020 auf 35 % zu erhöhen. Bis zum Jahr 2025 bzw. 2035 sollen diese Anteile auf 40 bis 45 % bzw. auf 55 bis 60 % und bis 2050 auf 80 ansteigen. Der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch soll bis zum Jahr 2020 auf 18 % und respektive bis zum Jahr 2050 auf 60 % erhöht werden.

Zum Verständnis ist es wichtig, Primär-, End- und Nutzenergie zu unterscheiden: Die Primärenergie wird entlang einer Energieumwandlungskette unter Energieverlusten in Endenergie (zum Beispiel Strom) überführt. Über die Endenergie wird dann unter weiteren Verlusten Nutzenergie für die jeweiligen Endgeräte bereitgestellt. Nutzenergieformen sind etwa Raumwärme, mechanische Energie, Beleuchtung und Informationstechnologien. Erst die Nutzenergie ist die Energiemenge, die tatsächlich für die gewünschte Energiedienstleistung verwendbar ist.

Im Datenbereich „Energie“ wird sowohl dargestellt, wie viel Energie in Deutschland insgesamt verbraucht wird und aus welchen Quellen diese stammt, als auch wie und wofür die Energie genutzt wird und welche Erzeugungs- und Umwandlungstechnologien dabei zum Einsatz kommen.

Wichtiges in Kürze

  • Ein Diagramm zeigt den gebäuderelevanten Endenergieverbrauch für Raumwärme, Raumkühlung, Warmwasser und Beleuchtung der Jahre 2008 bis 2018. Dabei wird nicht nach einzelnen Anwendungen unterschieden. Der Indikator geht schwankend zurück.
    Indikator: Energieverbrauch für Gebäude

    Der gebäuderelevante Endenergieverbrauch sank zwischen 2008 und 2018 um 17 %.Laut dem Energiekonzept der Bundesregierung von 2010 soll der Indikator zwischen 2008 und 2020 um 20 % sinken.Mit Hilfe des „Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz“ und der „Energieeffizienzstrategie Gebäude“ soll das Ziel erreicht werden. weiterlesen

  • Ein Diagramm zeigt die Entwicklung durch den Einsatz erneuerbarer Energieträger vermiedenen Treibhausgas-Emissionen unterteilt nach Strom, Wärme und Verkehr. 1990 wurden 27,8 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente vermieden, 2019 203,4 Millionen Tonnen.
    Indikator: Vermiedene THG-Emissionen durch erneuerbare Energien

    In den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr werden fossile Energieträger zunehmend durch erneuerbare Energien ersetzt.Die jährlich eingesparten Emissionen liegen heute mehr als siebenmal so hoch wie 1990.Die Bundesregierung will den Anteil erneuerbarer Energien deutlich ausbauen und die Treibhausgas-Emissionen damit weiter senken. weiterlesen

  • Ein Diagramm zeigt den Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch und am Bruttostromverbrauch. Der Anteil am Bruttostromverbrauch stieg zwischen 2000 und 2019 von 6,3 % auf 42,1 %. Beim Bruttoendenergieverbrauch stieg der Anteil zwischen 2004 und 2019 von 6,2 % auf 17,1 %.
    Indikator: Erneuerbare Energien

    Der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch stieg zwischen 2000 und 2019 von 6,3 % auf 42,1 %.Beim Bruttoendenergieverbrauch stieg der Anteil von 6,2 % (2004) auf 17,1 % (2019).Der Zielwert von 35 % für das Jahr 2020 wurde beim Bruttostromverbrauch bereits 2017 erreicht. Für den Bruttoendenergieverbrauch ist das Erreichen des Ziels 2020 möglich.Für das Jahr 2030 können die Ziele z… weiterlesen

  • Ein Diagramm zeigt die Endenergieproduktivität 1990 bis 2018. Sie ist seit 1990 um 61 % gestiegen. Es werden außerdem der Endenergieverbrauch und das Bruttoinlandsprodukt dargestellt.
    Indikator: Endenergieproduktivität

    Wie effizient eine Volkswirtschaft Energie einsetzt, kann durch den Indikator „Endenergieproduktivität“ gemessen werden.Zwischen 1990 und 2018 ist die Endenergieproduktivität um rund 61 % gestiegen.Die Bundesregierung strebt eine jährliche Erhöhung der Endenergieproduktivität um 2,1 % an.Zwischen 2008 und 2018 lag der durchschnittliche Anstieg mit 1,5 % pro Jahr deutlich unter diesem Wert. weiterlesen

  • Ein Diagramm zeigt die Entwicklung der KWK-Nettostromerzeugung von 2003 (78 Terawattstunden) bis 2018 (115,4 Terawattstunden) sowie die Ziele nach KWK-Gesetz für 2020 und 2025.
    Indikator: Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

    Die durch Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) erzeugte Strommenge ist bis 2017 kontinuierlich gestiegen. Der Rückgang von 2018 ist auf eine genauere energiestatistische Erfassung der KWK-Anlagen ab 2018 zurückzuführen.Im KWK-Gesetz ist festgeschrieben, dass im Jahr 2020 durch KWK 110 Terawattstunden (TWh) Strom erzeugt werden sollen. Im Jahr 2025 sollen es 120 TWh sein.Im Jahr 2018 wurde das Ziel für 2020… weiterlesen

  • Ein Diagramm stellt den Primärenergieverbrauch (PEV) zwischen 1990 und 2019 sowie die Zielwerte für die Jahre 2020 und 2050 dar. Bis zum Jahr 2008 schwankte der Wert um 14.500 Petajoule, ist seitdem jedoch deutlich gesunken.
    Indikator: Primärenergieverbrauch

    Der Primärenergieverbrauch in Deutschland ist insgesamt leicht rückläufig. Er ist von 1990 bis 2019 um 14 % zurückgegangen.Bis 2020 soll der Verbrauch gegenüber 2008 um 20 %, bis 2030 um 30 % und bis 2050 um 50 % reduziert werden. Seit 2008 ist der Energieverbrauch um durchschnittlich 1,0 % pro Jahr gesunken.Das Ziel 2020 wird voraussichtlich deutlich verfehlt werden. Dafür müsste der Primärenergi… weiterlesen

< >

Das Umweltbundesamt

Für Mensch und Umwelt