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Umwelt und Gesundheit

Eine intakte Umwelt fördert eine gesunde Entwicklung der Menschen und ist neben den sozialen und ökonomischen Einflüssen eine wichtige Voraussetzung für gute Lebensqualität.

„Umwelt“ ist all das, was Menschen ihr Leben lang umgibt – in der Wohnung, auf dem Weg zum Einkaufen, bei der Arbeit oder in der Freizeit. Gesundheit und Wohlbefinden des Menschen hängen in erheblichem Umfang von der Qualität dieser Umwelt ab. Der Schutz der Bevölkerung vor Gesundheitsgefahren ist daher wesentlicher Bestandteil der Umwelt- und Gesundheitspolitik. Als Gesundheitsgefahren stehen vornehmlich Umweltbelastungen im Fokus. Es gibt verschiedene Arten von "Stressoren": Chemische Stressoren (zum Beispiel Schadstoffe in der Luft, im Wasser, im Boden, in der Nahrungskette, in Produkten des Alltags und im menschlichen Körper), physikalische Stressoren (zum Beispiel Lärm, Partikel oder Strahlung) und biologische Stressoren (zum Beispiel Schimmelpilze oder Blaualgen). Der Schutz der Bevölkerung vor diesen Stressoren ist ein wichtiges Element einer zukunftsfähigen Entwicklung: Umweltschutz ist auch nachhaltige Gesundheitsvorsorge!

Unsere Umwelt verändert sich ständig. Das Umweltbundesamt (UBA) untersucht daher auch mögliche Effekte durch neuartige Belastungen wie etwa durch die Nanotechnologie oder die Veränderung unserer Lebensbedingungen als Folge des globalen Klimawandels.

Das UBA bearbeitet das Thema "Umwelt und Gesundheit" gemeinsam mit nationalen Behörden und internationalen Organisationen wie der Europäischen Kommission, der Europäischen Umweltagentur und der Weltgesundheitsorganisation. Eine Plattform für diese behördenübergreifende, querschnittsorientierte Arbeit ist das „Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit“ (APUG) mit seiner Geschäftsstelle im UBA. Ziel ist es, Erkrankungen und gesundheitliche Beeinträchtigungen, die durch Umweltbelastungen verursacht werden, zu vermeiden. Durch eine gesunde Umwelt soll die Lebensqualität und das Wohlbefinden der Menschen nachhaltig erhalten oder verbessert werden.

Wichtiges in Kürze

  • Ein Diagramm zeigt die Entwicklung guter sowie mindestens ausreichender Badegewässerqualität getrennt für Küsten- und Binnengewässer der Jahre 1992 bis 2022. Die Badegewässerqualität stieg vor allem in den 1990er Jahren deutlich an. Der Zielwert von 100 % Badegewässern mit mindestens ausreichender Qualität wurde im Jahr 2015 fast erreicht und ist seitdem konstant auf hohem Niveau.
    Indikator: Badegewässerqualität

    Seit 2015 sollen alle Badegewässer der EU in einem mindestens ausreichenden Zustand sein.Im Jahr 2022 erfüllten 97,7 % aller Badegewässer in Deutschland die EU-Vorgabe. Damit wurde das Ziel nur knapp verfehlt.Schließt man die nicht beurteilten Badegewässer aus, erfüllten 2022 sogar 99,4 % der Badegewässer die EU-Vorgaben.Rund 91 % der Binnengewässer und fast 87 % der Küstengewässer hatten 2022 ein… weiterlesen

  • Ein Diagramm zeigt die Bevölkerungsanteile, die nach den Lärmkartierungen 2022 ganztags einem Verkehrslärm von über 55 Dezibel und nachts von über 50 Dezibel ausgesetzt waren. Es unterscheidet zwischen Straßen-, Flug- und Schienenverkehrslärm.
    Indikator: Belastung der Bevölkerung durch Verkehrslärm

    Nach der Lärmkartierung 2022 waren nachts 17,0 % der Bevölkerung von gesundheitsschädlichem Lärm betroffen.Tagsüber waren nach der Lärmkartierung 25,1 % der Bevölkerung einem Lärmpegel von über 55 Dezibel ausgesetzt.Die verbreitetste Lärmquelle ist der Straßenverkehr. Fluglärm spielt in der Flächenbetrachtung kaum eine Rolle.Eine Überschreitung der Lärmgrenzen kann zu gesundheitlichen Schäden führ… weiterlesen

  • Ein Diagramm zeigt von 2010 bis 2021 die Anteile der von Überschreitung des Richtwertes sowie des Zwischenziels 4 der Weltgesundheitsorganisation für Feinstaub (PM2,5) betroffenen Menschen in Deutschland – mit absteigender Tendenz bezogen auf das Zwischenziel 4.
    Indikator: Belastung der Bevölkerung durch Feinstaub (PM2,5)

    Die PM2,5-Belastung der Bevölkerung oberhalb von 10 µg/m³ im Jahresmittel (Zwischenziel 4 der neuen Richtwerte der Weltgesundheitsorgansiation (WHO) aus dem Jahr 2021, entspricht dem alten Richtwert der WHO aus dem Jahr 2005) ist in Deutschland seit 2010 deutlich zurückgegangen.Jedoch war zwischen 2010 und 2021 nahezu die gesamte Bevölkerung einer Feinstaubbelastung oberhalb des aktuellen WHO-Rich… weiterlesen

  • Ein Diagramm zeigt von 2010 bis 2021 den Anteil der von Überschreitung des Richtwertes der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Jahr 2021 für Feinstaub (PM10) betroffenen Menschen in Deutschland. Der Anteil ging in diesem Zeitraum von gut 90 % auf etwa 20 % zurück.
    Indikator: Belastung der Bevölkerung durch Feinstaub (PM10)

    Zwischen 2010 und 2021 ging der Anteil der Bevölkerung, der PM10-Konzentrationen oberhalb des WHO-Richtwertes ausgesetzt war, von 90,5 % auf 20,3 % zurück.Zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland sind umfangreiche Maßnahmen erforderlich, um die Feinstaubbelastung weiter zu reduzieren.Neue EU-Grenzwerte für Feinstaub, die im Rahmen der Überarbeitung der EU-Luftqualitätsrichtlinie ab… weiterlesen

  • Ein Balkendiagramm zeigt in zeitlicher Abfolge von 2010 bis 2021 die bevölkerungsgewichtete Feinstaubbelastung (PM10) im Jahresdurchschnitt für Deutschland. Die Belastung ging von 2010 bis 2021 um 33 % deutlich zurück.
    Indikator: Bevölkerungsgewichtete Feinstaubbelastung (PM10)

    Die bevölkerungsgewichtete Feinstaubbelastung (PM10) in Deutschland war 2021 deutlich geringer als 2010.2021 lag die bevölkerungsgewichtete Feinstaubbelastung bei 13,0 µg/m³ im Jahresdurchschnitt. Das sind ca. 33 % weniger als noch 2010.Der Rückgang der Belastung ist auf rückläufige Emissionen bei stationären Quellen (z.B. Kraftwerken, Abfallverbrennungsanlagen, beim Hausbrand und Industrieanlagen… weiterlesen

  • Ein Balkendiagramm zeigt in zeitlicher Abfolge von 2010 bis 2021 die bevölkerungsgewichtete Feinstaubbelastung (PM2,5) im Jahresdurchschnitt für Deutschland. Die Belastung ging von 2010 bis 2021 mit 42 % deutlich zurück.
    Indikator: Bevölkerungsgewichtete Feinstaubbelastung (PM2,5)

    Die bevölkerungsgewichtete Feinstaubbelastung (PM2,5) in Deutschland war 2021 deutlich geringer als 2010.2021 lag die bevölkerungsgewichtete Feinstaubbelastung bei 9,3 µg/m³ im Jahresdurchschnitt. Das sind ca. 42 % weniger als noch 2010.Der Rückgang der Belastung ist auf rückläufige Emissionen bei stationären Quellen (z.B. Kraftwerken, Abfallverbrennungsanlagen, beim Hausbrand und Industrieanlagen… weiterlesen

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