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Wasseranalytik

Reagenzgläser mit violetter Flüssigkeit
Die Wasserproben werden im UBA auf Schadstoffe untersucht.
Quelle: Zol / Fotolia.com

Das UBA-Labor für Wasseranalytik beteiligt sich daran, Vorgaben zur Überwachung der Qualität von Oberflächengewässern zu erarbeiten. Schwerpunkte sind die Analyse organischer Schadstoffe, die Harmonisierung von Untersuchungsverfahren sowie die Qualitätssicherung für Überwachungsergebnisse.

Inhaltsverzeichnis

Überwachung von Stoffen in Gewässern weiterentwickeln

Für die Überwachung von Chemikalien in Gewässern existiert eine Vielzahl standardisierter nationaler und internationaler Analyseverfahren. Trotzdem gibt es nicht für alle Stoffe ein geeignetes Verfahren, das eine zuverlässige Untersuchung von sehr niedrigen Konzentrationen im Gewässer erlaubt.

Das UBA fördert daher die Harmonisierung und Weiterentwicklung von Analyseverfahren in nationalen und europäischen Arbeitsgruppen. Wir engagieren uns im europäischen Netzwerk NORMAN, initiieren den Austausch von Laboratorien zu Fragen der Analytik (zum Beispiel zu Östrogenen). Innerhalb des DIN Normenausschusses Wasserwesen (NAW) arbeitet das UBA an der Standardisierung neuer Analyseverfahren für die Gewässerüberwachung mit.

In Forschungsprojekten des Ressortforschungsplans werden neue Methoden zur Gewässerüberwachung erprobt. Zusammen mit dem Fraunhofer IME wurden Empfehlungen zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie für das Stoffmonitoring in Fischen entwickelt.  In den Jahren 2016/17 wurden in ausgewählten Gewässern (Weser, Elbe, Unterhavel, Mosel, Oderhaff und Starnberger See) jeweils drei Fischarten unterschiedlicher Länge beprobt und Filet- und Restfischproben auf prioritäre Stoffe untersucht. Mit diesen Ergebnissen wurden Faktoren für die Umrechnung von Stoffkonzentrationen in Filet- zu Ganzfischproben und Empfehlungen abgeleitet, wie geeignete Fischproben gewonnen und die Stoffkonzentrationen ausgewertet werden können.

Mit der Bundesanstalt für Gewässerkunde hat das UBA die Wasserprobenahme mit Passivsammlern untersucht, um Konzentrationen von Chemikalien in Gewässern integrativ zu erfassen. Mit der Methode lassen sich auch Stoffe nachweisen, die wegen ihrer niedrigen oder stark schwankenden Konzentrationen im Wasser schwer zu bestimmen wären. In Kombination mit Biotests können mit diesem innovativen Ansatz komplexe Stoffmischungen in Gewässern überwachen werden.

Qualitätssicherung der Gewässerüberwachung unterstützen

Die Qualitätssicherungsstelle am UBA berät die Küstenländer und den Bund bei der Überwachung der Nord- und Ostsee. Sie fördert den Austausch zwischen den Laboren, organisiert Vergleichsuntersuchungen und Workshops und unterstützt die Labore bei Aufbau und Betrieb von Qualitätsmanagementsystemen. Zusammen mit den Fachleuten der Länder werden Anforderungen an die Beurteilung der Überwachungsergebnisse, an Analyseverfahren sowie geeignete Hilfsmittel und Konzepte zur Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen der Meeresstrategierahmenrichtlinie entwickelt.

 Aktuelle Zeitschriftenartikel

Heinz Rüdel et al. (2020). A field study in support of the monitoring of priority substances in German freshwater fish: derivation of fillet-to-whole fish conversion factors

Regine Nagorka et al. (2020). Trends for plasticizers in German freshwater environments – Evidence for the substitution of DEHP with emerging phthalate and non-phthalate alternatives

Regine Nagorka et al. (2020). Under the influence of regulations: spatio-temporal trends of the UV filter 2-Ethylhexyl-4-methoxycinnamate (EHMC) in German rivers.

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