Wohnen

„Wohnen“ ist zusammen mit Mobilität und Ernährung der Konsumbereich, der die Umwelt am stärksten belastet, etwa durch Flächen-, Wasser- und Energieverbrauch, aber auch durch Schadstoffausstoß und Abfall. Private Haushalte haben aber auch erhebliche Möglichkeiten, diese Umweltbelastungen durch bewusste Konsumentscheidungen zu reduzieren.

Seit Ende 1990 wurden bis Ende 2017 8,9 Millionen neue Wohnungen in Deutschland gebaut. Unter Berücksichtigung von Umnutzungen und Abriss stieg der Wohnungsbestand um 8,1 Millionen Wohnungen. Bei einer Bevölkerungszunahme von 3,0 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern im gleichen Zeitraum wuchs der Wohnungsbestand also wesentlich stärker als die Bevölkerung. Die Zunahme der Wohnfläche der privaten Haushalte, vor allem auch durch den flächenintensiven Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern trägt zur dynamischen Ausweitung der Siedlungsflächen bei.

Die Ausstattung und Nutzung neuer Wohnungen erfordert Möbel, Haushaltsgeräte sowie Energie etwa für die Raumwärme oder Warmwasserbereitung. Im Bedarfsfeld „Wohnen“ entstehen gut 39 Prozent der Kohlendioxid-Emissionen des privaten Konsums, hauptsächlich durch Heizen, Warmwasser und den Stromverbrauch von Geräten. Trotz immer energieeffizienterer Gebäude und Geräte sinkt die durchschnittliche Kohlendioxid-Emission des Wohnens pro Kopf und pro Jahr kaum. Die Effizienzgewinne werden durch Wachstum kompensiert.

Zum Bedarfsfeld „Wohnen“ gehören neben dem Bedarf an Wohnfläche auch die Wassernutzung, der Energieverbrauch, die Treibhausgas-Emissionen sowie die Abfälle privater Haushalte.

Die Infografik zeigt, dass es im Jahr 2017 42 Millionen Wohnungen in Deutschland gab.
Infografik: Wohnungen in Deutschland 2017
Quelle: Statistisches Bundesamt Infografik als PDF