Energieverbrauch privater Haushalte

Die privaten Haushalte benötigten im Jahr 2016 etwa gleich viel Energie wie im Jahr 1990 und damit gut ein Viertel des gesamten Endenergieverbrauchs in Deutschland. Sie verwendeten mehr als zwei Drittel ihres Endenergieverbrauchs, um Räume zu heizen.

Private Haushalte verbrauchten im Jahr 2016 ca. 665 Terawattstunden (TWh) Energie, das sind 665 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) oder 2.394 Petajoule (PJ). Dies entsprach einem Anteil von gut einem Viertel am gesamten Endenergieverbrauch.

Im Zeitraum von 1990 bis 2016 stieg der Endenergieverbrauch in den Haushalten – ohne Kraftstoffverbrauch, da dieser dem Sektor Verkehr zugeordnet ist – um 0,4 Prozent (%) (siehe Abb. „Entwicklung des Endenergieverbrauchs der privaten Haushalte“). In den Jahren 1996, 2001 und 2010 herrschten sehr kalte Winter, die zu einem erhöhten Brennstoffverbrauch für Raumwärme führten. So lag der Energieverbrauch im sehr kalten Jahr 2010 etwa zwölf Prozent über dem Wert des eher warmen Jahres 1990.

Die privaten Haushalte benötigen mehr als zwei Drittel ihres Endenergieverbrauchs, um Räume zu heizen (siehe Abb. „Endenergieverbrauch nach Anwendungsbereichen 2016 - Private Haushalte“). Sie nutzen dafür hauptsächlich Erdgas und Mineralöl. An dritter Stelle folgt die Gruppe der erneuerbaren Energien, an vierter die Fernwärme. Zu geringen Anteilen werden auch Strom und Kohle eingesetzt. Die übrigen Anwendungsbereiche werden dominiert vom Energieverbrauch für Warmwasser sowie sonstiger Prozesswärme (Kochen, Waschen etc.) bzw. Prozesskälte (Kühlen, Gefrieren etc.).

Der Trend zu mehr Haushalten, größeren Wohnflächen und weniger Mitgliedern pro Haushalt (siehe „Bevölkerungsentwicklung und Struktur privater Haushalte“) führt tendenziell zu einem höheren Verbrauch. Diesem Trend wirken jedoch der immer bessere energetische Standard bei Neubauten und die Sanierung der Altbauten teilweise entgegen. Nach Berechnungen des Umweltbundesamtes sank der spezifische Endenergieverbrauch für Raumwärme seit 1996 um mehr als ein Drittel (siehe Abb. „Endenergieverbrauch und -intensität für Raumwärme - Private Haushalte“).

Der Energieträgermix verschob sich seit 1990 bis heute zugunsten von Brennstoffen mit geringeren Kohlendioxid-Emissionen. Das verringerte auch die direkt durch die privaten Haushalte verursachten Treibhausgasemissionen (siehe Abb. „Kohlendioxid-Emissionen von Feuerungsanlagen der privaten Haushalte“).

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