Kältemittel Kohlenwasserstoffe - Vergessen und neu entdeckt
Kohlenwasserstoffe zählen zu den natürlichen Kältemitteln, da sie in den Stoffkreisläufen der Erde vorkommen. In der Regel werden sie als Nebenprodukte der petrochemischen Industrie erzeugt. Als Kältemittel kamen sie bereits Anfang der 1920er Jahre zum Einsatz, wurden dann aber in den 1950er Jahren von voll- und teilhalogenierten Fluorchlorkohlenwasserstoffen verdrängt. Seit gut 20 Jahren sind Kohlenwasserstoffe als Ersatz für die klimaschädlichen Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) und teilhalogenierten Fluorchlorkohlenwasserstoffe (HFCKW) gefragt und wegen ihrer sehr niedrigen Treibhauspotenziale unter Klimaaspekten ebenso vorteilhaft wie Ammoniak oder Kohlendioxid. So ist Isobutan heute in vielen Haushaltskühlschränken im Einsatz, wohingegen Propan in kleinen, gewerblichen Kühlgeräten zur Anwendung kommt und aus Kühlmöbeln, Tiefkühltruhen und anderen Geräten nicht mehr wegzudenken ist. Zudem ist davon auszugehen, dass die vorgeschlagenen Erleichterungen in Produktnormen in Bezug auf die zulässigen Füllmengen in Geräten die Verwendung und Verbreitung von Propan weiter vorantreiben werden.