Klimarahmenkonvention

Im Jahr 1992 beschloss die internationale Staatengemeinschaft die Klimarahmenkonvention als globales Klimaschutzabkommen. Bis heute haben 197 Vertragsparteien inklusive der EU die Klimarahmenkonvention ratifiziert und damit die völkerrechtliche Basis für weltweiten Klimaschutz geschaffen.

Ziel der Klimarahmenkonvention

Das Ziel der Klimarahmenkonvention (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) ist es, die Treibhausgaskonzentrationen auf einem Niveau zu stabilisieren, bei dem eine gefährliche, vom Menschen verursachte Störung des Klimasystems verhindert wird. Dies soll in einem Zeitraum geschehen, der es Ökosystemen erlaubt, sich auf natürliche Weise an die Klimaänderungen anzupassen (Artikel 2, UNFCCC). Im Dezember 2015 einigten sich die Vertragsstaaten im Übereinkommen von Paris, das unter der Klimarahmenkonvention gelten wird, auf das völkerrechtlich verbindliche Ziel, den Anstieg der globalen Mitteltemperatur auf unter 2 °C gegenüber dem vorindustriellen Temperaturniveau zu begrenzen (siehe weiter unten „Die Pariser Klimakonferenz“). Der Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) stellt dazu in seinem fünften Sachstandsbericht (2013/2014) fest, dass die weltweit vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen im Jahre 2050 gegenüber 2010 um 40 bis 70 % reduziert und im Jahr 2100 nahe oder unter Null liegen müssen, um dieses Ziel zu erreichen.

Aufblasbarer Wasserball in Form eines Globus auf einem schwarzen Hintergrund
Die Zeit drängt beim Klimaschutz
Quelle: CC Vision

Die Pariser Klimakonferenz

Die auf der Pariser Klimakonferenz (COP 21) im Dezember 2015 vereinbarten Ziele verpflichten die Staatengemeinschaft darauf, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Darüber hinaus sollen die Vertragsstaaten deutliche Anstrengungen unternehmen um den Temperaturanstieg unter 1,5 °C zu halten. In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts soll die Welt treibhausgasneutral werden.

Dazu sollen die Staaten ab 2020 alle fünf Jahre neue ambitionierte Klimaschutzpläne vorlegen, die der Erfüllung des globalen Langfristziels dienen und zunehmend ehrgeiziger werden sollen. Die Umsetzung der in den Klimaschutzplänen festgelegten Maßnahmen wird dabei regelmäßig überprüft. Bereits im Jahr 2018 wird eine erste Bilanz gezogen werden.

Das Übereinkommen von Paris bezieht alle Staaten gleichermaßen ein. Je nach Stand ihrer wirtschaftlichen Entwicklung werden jedoch für die Länder unterschiedliche Pflichten festgelegt. Insbesondere bekennen sich die Industrieländer zu ihrer Verpflichtung, die Entwicklungsländer beim Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen. Die Staatengemeinschaft soll den ärmsten und verwundbarsten Ländern dabei helfen, Schäden und Verluste durch den Klimawandel zu bewältigen.

Das Abkommen trat nach der Ratifizierung durch 55 Staaten, die für mindestens 55 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich sind, am 04.11.2016 formell in Kraft. Seitdem arbeitet die Staatengemeinschaft an einem detaillierten Regelwerk, welches die Grundlage für die Umsetzung des Übereinkommens von Paris bilden und in 2018 beschlossen werden soll.

Ausführliche Informationen zur Klimarahmenkonvention finden Sie unter „Themen“ im Artikel „Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC)“.

Infografik: Gemeinsam für weltweiten Klimaschutz
Gemeinsam für weltweiten Klimaschutz
Quelle: BMUB