Das Prinzip ist vom Kühlschrank her bekannt: Im Inneren des Kühlschrankes wird dem Kühlgut Wärme entzogen, die über Kühlschlangen auf der Rückseite an die Umwelt abgegeben wird. Diese sogenannte Abwärme entsteht nicht nur in der heimischen Küche, sondern auch in gewerblichen und industriellen Anlagen und Anwendungen in viel größeren Dimensionen. Dabei wird die Wärme oft direkt an die Umwelt abgegeben, obwohl man sie noch nutzen könnte. Besonders dort, wo sowohl Kälte als auch Wärme gleichzeitig gefragt sind, ist die Nutzung von Abwärme ökonomisch wie ökologisch sehr sinnvoll. Denn durch Wärmerückgewinnung wird Energie mehrfach genutzt. Dies lohnt sich auch für Betriebe wie Metzgereien, Molkereien oder Hotels, wo einerseits Kühlräume betrieben werden und andererseits Bedarf an warmem Brauchwasser besteht. Immer häufiger werden auch im Lebensmitteleinzelhandel Wärmerückgewinnungskonzepte umgesetzt.
Die Vorteile der Wärmerückgewinnung sind vielfältig:
- Abwärme wird weitergenutzt, so dass sich die Gesamtenergieeffizienz erhöht.
- es wird insgesamt weniger Energie für Wärmebereitstellung benötigt, wodurch sich die Schadstoffemissionen verringern
- Die rückgewonnene Energie gilt als regenerativ.
Die am häufigsten zur Wärmerückgewinnung verwendeten Energiequellen sind Abluft, Abwasser und Druckluft