Energieeffizienz von Kälte-, Klima- und Wärmepumpenanlagen
Für die Kühlung und Klimatisierung wird ein nicht unerheblicher Teil an Energie benötigt. In einer Studie hat der VDMA ermittelt, dass im Jahr 2017 die Kältetechnik einen Anteil von 14 Prozent am gesamten Stromverbrauch Deutschlands hatte. Wo so viel Energie benötigt wird, lohnt es sich, einen genaueren Blick auf die Energieeffizienz vorhandener Klima- und Kälteanlagen zu werfen. Denn die Kälteerzeugung bietet viele Ansätze zur energetischen Optimierung, je nach Einsatzbereich, Anlagentyp und -größe sind bis zu 30 Prozent, bei Klimaanlagen sogar bis zu 70 Prozent Energieeinsparungen möglich.
Die wichtigsten Faktoren, die bei der Kälteerzeugung den Energiebedarf beeinflussen und damit das größte Einsparpotenzial ermöglichen, sind in der Regel:
- das Temperaturniveau von Wärmeaufnahme und -abgabe
- die Regelungstechnik
- das eingesetzte Kältemittel
- der Anlagen- und Verdichtertyp
- die Wärmedämmung der Anlagenteile und Verteilleitungen
- ggf. die Nutzung von Abwärme
Aber auch andere Komponenten, wie drehzahlgeregelte Antriebe für Verdichter und Ventilatoren oder die Steuerung des Verdichterdrucks am Kältemittelverdichter können zu einer verbesserten Energieeffizienz beitragen. Dabei ist es sinnvoll, nicht nur die einzelnen Komponenten, sondern ein gesamtes Kälteversorgungssystem (Verdichter, Ventilatoren, Wärmeübertrager, Pumpen, Regelungstechnik usw.) zu betrachten, da die Wechselwirkungen der einzelnen Bauteile untereinander Auswirkungen auf den Energieverbrauch haben können.