Nationale Projektförderung
Im Bereich der Altlastensanierung stehen vom Bund derzeit keine allgemeinen Förderprogramme für die Weiterentwicklung von Techniken und Verfahren oder für eine Einzelprojektförderung zur Verfügung. Ausnahme ist der Ressortforschungsplan im Geschäftsbereich des Bundesumweltministeriums. Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine Förderung neuer technischer Verfahren bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Frage kommen. Im Länderfinanzierungsprogramm "Wasser, Boden und Abfall" werden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sowie Regelwerksarbeit und die Erstellung von Normen gefördert, die für den wasser-, bodenschutz- und abfallrechtlichen Vollzug erforderlich sind. Auf der Webseite der LABO werden weitere Förderinstrumente für die Erkundung und Sanierung von Altlasten in den Bundesländern aufgelistet.
Der Bund hat eine weitreichende Projektförderung im Rahmen des Verwaltungsabkommens zur Regelung der Finanzierung ökologischer Altlasten mit den neuen Bundesländern ermöglicht. Im Rahmen dieses Verwaltungsabkommens wird auch die “Braunkohlesanierung„ finanziert. Für die „Wismut-Sanierung“ hatte der Bund als Rechtsnachfolger der DDR rund 6 Milliarden Euro vorgesehen. Dieses Bergbausanierungsprogramm des Bundes begann 1991 und soll bis zum Jahr 2028 abgeschlossen werden. In das Altlastenprogramm der Bundeswehr flossen im Zeitraum von 1991 bis 2008 etwa 400 Millionen Euro.