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Deutsch-Chinesischer Track-II-Dialog

12. Plenartreffen T2D Peking
Das 12. Plenartreffen T2D Peking leitet den Beginn von Phase III (2026-2029) ein.
Source: Stephan Thurm (UBA)

Der deutsch-chinesische Track-II-Dialog (T2D) zu Klimawandel und nachhaltiger Entwicklung wurde im Dezember 2020 ins Leben gerufen. Er ist ein zentrales Austauschformat deutscher und chinesischer Wissenschaftler*innen zur Unterstützung des ministeriellen Dialogs.

Inhaltsverzeichnis

Ziele

Ziel des Dialogs ist es, den bilateralen Dialog beider Länder auf ministerieller Ebene (Track-I) durch wissenschaftliche Expertise zu unterstützen. Er bietet Möglichkeiten zur Schaffung eines gemeinsamen Verständnisses und zum gemeinsamen Lernen auf wissenschaftlicher Ebene. Er stellt wissenschaftsbasierte Beratung für die Verhandlungen der UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC) bereit und trägt zur wirksamen Umsetzung des Pariser Abkommens bei.

 

Der chinesisch-deutsche T2D dient als unabhängiges Forum für den wissenschaftlichen Dialog über drängende Klimafragen. In dieser Funktion zielt der T2D darauf ab:

  • eine regelmäßige Diskussionsplattform zu bieten, um das gegenseitige Verständnis von Expert*innen und politischen Unterstützungsteams beider Seiten zu verbessern
  • den ministeriellen Dialog durch die Formulierung politischer Empfehlungen zu unterstützen
  • eine Gelegenheit zum gegenseitigen Lernen und zum Austausch bewährter Verfahren auf beiden Seiten zu bieten
  • Beratung bei der innerstaatlichen Umsetzung der Verhandlungsergebnisse des UNFCCC und der Richtlinien des Pariser Abkommens in beiden Ländern zu bieten
  • Ein Verständnis dafür zu erreichen, welche Art von Forschung, internationaler Zusammenarbeit und nationalen Instrumenten der Umsetzung des Pariser Abkommens am besten dient
  • Meinungsaustausch und Verständigung über den aktuellen politischen Kontext der Klima- und Nachhaltigkeitsstrategien

 

In den ersten beiden Phasen (2020–2023, 2023–2026) wurde der T2D vom National Center for Climate Change Strategy and International Cooperation (NCSC) in China und dem Umweltbundesamt (UBA) als federführende Institutionen umgesetzt. Auf deutscher Seite sitzt UBA-Präsident Prof. Dr. Dirk Messner dem Dialog vor. Die GIZ unterstützt den T2D sowohl in China als auch in Deutschland aktiv.

Auftraggebendes Ministerium ist das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN).

Phase 1

In Phase eins (2020–2023) wurden vier Arbeitsgruppen zu festgelegten Themen eingerichtet: Green Recovery/Transition, Emissions Trading, Scenarios and Modelling for Long-Term Emissions Reduction Strategies, and Enhancing Emissions Data Quality. Von 2020 bis 2023 fanden im Rahmen des T2D sechs Sitzungen des Lenkungsausschusses sowie verschiedene Arbeitsgruppensitzungen statt. Die Arbeitsgruppen führten verschiedene gemeinsame Forschungsaktivitäten durch und präsentierten ihre Ergebnisse in den Sitzungen des Lenkungsausschusses. Am 10. November 2022 fand im Rahmen der COP27 in Sharm El-Sheikh, Ägypten, im chinesischen Pavillon eine Veranstaltung („Side Event“) mit einem hochrangigen Segment mit den chinesischen und deutschen Klimabeauftragten statt, um die Erfolge der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit in Klimafragen zu präsentieren.

Im April 2023 schlossen NCSC, UBA und Expert*innen beider Seiten die erste Phase des T2D ab und leiteten die zweite Phase ein.

Der Deutsch-Chinesische Track-II-Dialog zu Klimawandel und Nachhaltiger Entwicklung 9. Plenartreffen des T2D in Potsdam, Oktober 2024
Source: Tim Schubert (UBA)

Zweite Phase

In der zweiten Phase (2023–2026) arbeitete der T2D an einer Vielzahl von Themen: Long-term Strategy and Just Transition, Data and Transparency, Loss and Damage resultiert durch Klimawandel, Biodiversity and Climate, Multilaterale Verhandlungen/ UNFCCC, Kohlenstoffmärkte/ Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM). Zu den Ergebnissen gehören Strategiepapiere und die Durchführung von Experten*innen-Workshops. Seit der abgeklungenen COVID-Pandemie waren seit 2023 zweimal jährlich persönliche Plenarsitzungen möglich. Die deutsche Seite empfing die chinesische Delegation im Oktober 2023 in Dessau-Roßlau, im Oktober 2024 in Potsdam und im September 2025 in Berlin. Darüber hinaus veranstaltete der T2D Side-Events auf der COP 28 in Dubai, VAE, (Deutscher Pavillon), auf der COP 29 in Baku, Aserbaidschan, (Chinesischer Pavillon) und auf der COP 30 in Belém, Brasilien (Deutscher Pavillon). Die persönlichen Treffen trugen zum Aufbau von Vertrauen zwischen beiden Seiten bei und unterstützten die wissenschaftlichen Aktivitäten in allen Teams. In diesem Zusammenhang veranstaltete der T2D neben den Sitzungen ihres Lenkungsausschusses öffentliche Veranstaltungen. 

Dritte Phase

Die dritte Phase des T2D hat eine Laufzeit von 2026-2029. Es wurde sich zwischen Deutschland und China auf folgende Themen festgelegt, die in Arbeitsgruppen und während der Plenartreffen behandelt werden: Multilateral Mechanisms and Climate Finance Accounting (Weiterentwicklung Phase II aus “Multilaterale Verhandlungen/UNFCCC”), Data Transparency (Fortsetzung), Biodiversity and Climate (Fortsetzung), Adaptation and Loss & Damage (Weiterentwicklung Phase II), Transformative Climate Action and Just Transition und National and International Carbon Markets. Neben den Kernaufgaben des T2D - der Erstellung von Politikempfehlungen für die Ministerien in Deutschland und China zu den ausgewählten Themen und der direkte bilaterale wissenschaftliche Austausch- gehören zwei Mal jährlich stattfindende Plenartreffen, die Teilnahme an den UNFCCC COPs in Form von Side Events und die Einladung zu öffentlichen Veranstaltungen fest in den Kalender des Dialogs. Arbeitsergebnisse wurden und werden kontinuierlich auf dieser Webseite veröffentlicht.

Beteiligte Institutionen

In Phase zwei und drei tragen Expert*innen der folgenden Institutionen zur deutschen Seite des T2D bei:

  • Öko-Institut
  • Agora Energiewende
  • Universität Stuttgart
  • Institut Méditerranéen de Biodiversité et d'Ecologie (IMBE)
  • Umweltbundesamt (UBA)

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