Zentrale Melde- und Auswertestelle für Störfälle und Störungen

Ein Feuerwehrmann hält den Schlauch, aus dem Schaumlöschmittel quillt, im Hintergrund ist Feuerzum Vergrößern anklicken
Feuerwehr löscht einen Großbrand
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Im Jahr 1993 hat die Zentrale Melde- und Auswertestelle für Störfälle und Störungen (ZEMA) im Umweltbundesamt ihre Arbeit aufgenommen. Durch die ZEMA werden alle nach der Störfall-Verordnung meldepflichtigen Ereignisse erfasst, ausgewertet und in einer Datenbank sowie Jahresberichten veröffentlicht.

Die meldepflichtigen Ereignisse werden ihrem Gefahrenpotenzial entsprechend in „Störfälle“ und in „Störungen des bestimmungsgemäßen Betriebs“ unterteilt. Die systematische Erfassung und Auswertung der Ereignisse ist eine wichtige Grundlage, um den Standes der Sicherheitstechnik weiterentwickeln zu können.

Im Zeitraum von 1980 bis 2017 wurden in der Datenbank der ZEMA 760 Ereignisse aus Deutschland registriert. Statistische Auswertungen liegen für den Zeitraum von 1991-2014 vor.

Gemeldete Ereignisse 2000 bis 2017

Das Balkendiagramm zeigt die Anzahl der nach der Störfall-Verordnung gemeldeten Ereignisse in Deutschland in den Jahren 2000 bis 2017. Im Jahr 2017 gab es elf Störfälle gemäß Anhang VI Teil 1 der Störfall-Verordnung. Hinzu kamen neun technisch bedeutsame Betriebsstörungen gemäß Anhang VI, Teil 1, II der Störfall-Verordnung und weitere sechs Betriebsstörungen mit Stofffreisetzung oder -reaktion gemäß Anhang VI, Teil 1, III der Störfall-Verordnung. Die normierte Anzahl der Ereignisse lag bei 7,3 Ereignissen pro 1.000 Betriebsbereiche und ist damit etwas niedriger als im Jahr 2016.

Unternehmen melden seit dem Jahr 2000 zwischen 11 und 31 meldepflichtige Ereignisse pro Jahr. Die auf die Anzahl der Betriebsbereiche normierte Anzahl der Ereignisse schwankt seit dem Jahr 2000 zwischen 5 und 13 Ereignissen pro 1.000 Betriebsbereiche.
Nach der Störfall-Verordnung gemeldete Ereignisse
Quelle: Umweltbundesamt/ZEMA Diagramm als PDF

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