Nachhaltigkeitsbewertung von Fallbeispielen

Nachhaltigkeitsbewertung von Fallbeispielen zur nachhaltigen Chemie
Ergebnisse eines Fachgesprächs am 10.09.2018

Parallel zur Recherche und Dokumentation von best-practice Fallbeispielen zur nachhaltigen Chemie hat UBA (FG IV 1.1) einen Bewertungsrahmen für diese Fallbeispiele entwickelt. Dieser Bewertungsrahmen ist im wesentlichen qualitativer Natur, nutzt aber quantitative Daten soweit sie für die Fallbeispiele bereits vorliegen. Ziel des Fachgesprächs war es mit Akteuren im Umfeld der nachhaltigen Chemie Stärken, Schwächen und Verbesserungsmöglichkeiten des Bewertungsrahmens anhand von vier Fallbeispielen zu diskutieren.

Wesentliche Schlussfolgerungen und Empfehlungen aus der Diskussion waren:

  • Zwischen relativer und absoluter Nachhaltigkeitsbewertung unterscheiden.
  • Vor der Nachhaltigkeitsbewertung eine Wesentlichkeits- oder Hot-Spot-Analyse durchführen.
  • Systemgrenzen (Zeit, Raum, Lieferketten) für die Nachhaltigkeitsbeurteilung festlegen.
  • Zusammenfassung der Nachhaltigkeitsbewertung vornehmen (eventuell mit Matrix).
  • Zur vierten Bewertungsebene (Agenda 2030):
    Es geht darum abzuschätzen, inwieweit ein Projekt seinen maximal möglichen Beitrag zu den SDG leistet.
    Wenn ein Projekt nicht in gleichem Umfang zur Erreichung der drei Dimensionen beitragen kann, ist es dennoch möglich, dass es substanziell dazu beiträgt die SDG zu erreichen.
  • Bestandsorientierung versus Entwicklungsorientierung: Stehen die aktuellen oder die zukünftigen Wirkungen des Projekts im Vordergrund - oder beide?
  • Zwischen Effizienz und Wirksamkeit unterscheiden werden.
  • Dokumentation der Fallbeispiele systematischer strukturieren.

Eine zusammenfassende Dokumentation des Gesprächs finden Sie im Dokument-Bereich.