Wasserqualität in Badegewässern

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Wie erhalte ich Informationen zur aktuellen Badegewässerqualität?

Die Liste der Badegewässer, die Badegewässerprofile, die Ergebnisse der Qualitätseinstufungen sowie aktuelle Daten zur Wasserqualität in der Badesaison 2019 finden Sie auf den Internetseiten der Bundesländer. Sie können diese über die Deutschlandkarte aufrufen.

Deutschlandkarte zu BadegewässernMecklenburg-VorpummernHamburgSchleswig HolsteinBerlinBrandenburgSachsen AnhaltSachsenThüringenBremenNiedersachsenNordrhein-WesfalenHessenSaarlandRheinland-PfalzBaden-WürtembergBayern

 

 

 

Wie sah die Badegewässerqualität in der Badesaison 2018 aus?

In der Badesaison 2018 wurden 2.289 deutsche Badegewässer untersucht, insgesamt wurden 13.371 Wasserproben genommen und ausgewertet. Von den Badegewässern lagen 366 an der Küste von Nord- und Ostsee, 1.890 an Binnenseen und nur 33 an Flüssen.

98 Prozent der Badegewässer in Deutschland erfüllen die Qualitätsanforderungen der EG-Badegewässerrichtlinie. Etwa 93 Prozent wurden sogar mit der besten Note „ausgezeichnet“ bewertet. Lediglich sechs deutsche Badegewässer wurden 2018 von der Europäischen Kommission mit „mangelhaft“ bewertet. Außerdem blieben 17 Badegewässer während der gesamten Badesaison geschlossen. Ursachen für diese Schließungen waren vor allem Sanierungsarbeiten oder das Fehlen eines Betreibers. Zwei Badegewässer waren wegen Problemen mit Cyanobakterien und nur ein Badegewässer wegen schlechter hygienischer Wasserqualität geschlossen. Aufgrund des außergewöhnlich heißen Sommers im Jahr 2018 und des damit einhergehenden starken Wachstums von Cyanobakterien mussten in einigen Bundesländern besonders viele (47) Badegewässer eine Zeitlang oder über die gesamte Badesaison geschlossen bleiben.

Dennoch bleibt die Qualität der deutschen Badegewässer weiterhin gut bis sehr gut – auch 2017 wurden schon ähnliche Ergebnisse gemeldet.

 

 

Die Qualität der Badegewässer in Deutschland

Am 24. März 2006 trat die novellierte europäische Richtlinie über die Qualität der Badegewässer und deren Bewirtschaftung in Kraft. Die Richtlinie wurde in Deutschland in 16 Länderverordnungen umgesetzt. Seit der Badesaison 2008 werden die Badegewässer nach der neuen Richtlinie überwacht. Für die Einstufung der Badegewässer nach den Vorgaben der neuen Richtlinie werden Daten aus vier Jahren benötig. Die erste Einstufung erfolgte im Jahr 2011.

Die Ergebnisse der wasserhygienischen Untersuchungen aus den Bundesländern fasst das Umweltbundesamt zusammen, prüft sie auf Stimmigkeit und leitet sie über das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit an die Europäische Kommission. Diese erstellt eine Qualitätseinstufung aller europäischen Badestellen. Die Ergebnisse werden als Jährlicher Bericht zur Badewasserqualität auf Englisch veröffentlicht. Die EU bietet auch einen Data viewer zur Badewasserqualität auf Englisch an. Für die Saison 2018 sind die Ergebnisse oben kurz zusammengefasst.

Die Bundesländer sind für die Überwachung der Badegewässer verantwortlich und haben informative Badegewässerseiten im Internet eingerichtet. Die meisten Bundesländer stellen auch aktuelle Daten im Internet zur Verfügung. In den Ländern, die noch keine zentrale Internetinformation bereitstellen, erteilen die zuständigen Gesundheits-oder Umweltbehörden Auskunft.