Kenntnisse über die zukünftig zu erwartenden klimatischen Verhältnisse sind die Grundlage für alle weiteren Schritte.
Dafür wurde ein Klimainformationssystem entwickelt. Dieses Online-Tool soll die Klimaänderungen der Vergangenheit abbilden und einen Ausblick auf ein mögliches zukünftiges Klima in allen deutschen Tourismusregionen geben. Verschiedene klimatische Kennzahlen können als interaktive Karte, Datentabelle oder Zeitreihe angeschaut werden. In einer Kurzanleitung werden verschiedene Funktionen des Klimainformationssystems erklärt.
Die Anpassung an den Klimawandel ist ein langfristiger Prozess, umso mehr ist eine strategische Vorgehensweise wichtig. Dafür wurde ein Handlungsleitfaden speziell für Destinationsmanagerinnen und -manager entwickelt, der hierbei eine Hilfestellung bieten soll. In sieben Modulen von der Vorbereitung bis zu der Evaluierung des Fortschritts wird der Anpassungsprozess dargestellt und durch Checklisten, Praxisbeispiele und Informationen zu Förderungsmöglichkeiten ergänzt.
Der erste Schritt einer Anpassungsstrategie ist die Untersuchung der gegenwärtigen und zukünftigen Gefahren für die Destination infolge des Klimawandels. Im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel wurde daher eine deutschlandweite, sektorenübergreifende Vulnerabilitätsanalyse durchgeführt, auch für das Handlungsfeld Tourismus. Deren Aktualisierung wird 2021 veröffentlicht.
Darüber hinaus kommt der Auswahl passender Anpassungsmaßnahmen eine zentrale Bedeutung bei der Verringerung der Verwundbarkeit gegenüber Klimawandelfolgen zu. Informationen zu möglichen Maßnahmen, die speziell für den Tourismus relevant sind, sollten steckbriefartig zusammengestellt werden: jeweils die ökologischen Vor- und Nachteile, sozio-ökonomische Aspekte, Kosten und Umsetzungshindernisse mit Beschreibung von Lösungen.
In der Tatenbank kann ein Überblick über bereits erprobte Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel gewonnen werden. Über die Filterfunktion können z.B. nur Maßnahmen mit Relevanz für den Tourismus angezeigt werden.
Dabei wird auch deutlich, dass sich Maßnahmen selten nur einem Handlungsfeld allein zuordnen lassen.