Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zu Nanomaterialien

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Nanostrukturen sind mehr als 1.000-mal kleiner als der Durchmesser eines Menschenhaares.
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Das UBA fördert und betreut derzeit folgende Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zu Nanomaterialien und weiteren neuartigen Materialien; weitere Informationen zu diesen Vorhaben erhalten Sie in der Umweltforschungsdatenbank UFORDAT unter der jeweils angegebenen Nummer.

Inhaltsverzeichnis

 

Standardisierung von Methoden zum Verbleib und Verhalten von Nanomaterialien in Umweltmedien – Löslichkeit und Löslichkeitsrate

Als wesentliche Parameter, die das Verhalten und Schicksal von Nanomaterialien in der Umwelt beeinflussen gelten Dispersionsstabilität, Löslichkeit(-srate) und Transformationsverhalten. Während für die Dispersionstabilität bereits eine standardisierte Prüfrichtlinie (⁠OECD⁠ TG Nr. 318) zur Verfügung steht und ein OECD Leitfaden zur Untersuchung der Transformation von Nanomaterialien derzeit entwickelt wird, fehlt es an einer standardisierten Prüfmethode anhand derer die Löslichkeit und deren Rate von Nanomaterialien unter umweltrelevanten Bedingungen bestimmt werden kann.

Das Ziel des Forschungsvorhabens ist es daher eine Arbeitsanweisung zu entwickeln, die mittels statischen aber auch dynamischen Untersuchungen erlaubt Löslichkeit und Löslichkeitsrate von Nanomaterialien unter umweltrelevanten Bedingungen zu ermitteln. Es ist vorgesehen diese Arbeitsanweisung auf OECD Ebene mit dem Ziel der Verabschiedung als neue OECD Prüfrichtlinie einzubringen. (UFORDAT Nr. 01080733)

 

OECD Prüfrichtlinienentwicklung für Nanomaterialien: Transformation von Nanomaterialien unter Umweltbedingungen

Neben dem Agglomerationsverhalten (Dispersionsstabilität) und der Löslichkeit ist für das Verhalten und das Schicksal von Nanomaterialien in der Umwelt auch von Bedeutung, ob und wie diese über die Zeit über abiotische Prozesse transformiert werden. Dieses Wissen ist wichtig um abschätzen zu können in welcher Form und in welchem Umfang technisch hergestellte Nanomaterialien in der Umwelt vorliegen. Mit dem Forschungsvorhaben soll eine ⁠OECD⁠ Prüfrichtlinie entwickelt werden, die eine quantitative Bestimmung der abiotischen Transformationsprozesse von Nanomaterialien unter Berücksichtigung relevanter Umweltparameter erlaubt. Dabei baut es auf laufende Aktivitäten zur Erstellung eines OECD Leitfadens zur Untersuchung der abiotischen Transformation von Nanomaterialien in der Umwelt auf.

Zudem sollen im Rahmen das Vorhabens auch Untersuchungen zur Validierung einer möglichen Prüfvorschrift zur Bestimmung der Heteroagglomeration von Nanomaterialien unter relevanten Umweltparametern erfolgen. Grundlage hierzu soll die bestehende OECD Prüfrichtlinie 318 zur Bestimmung der Dispersionsstabilität von Nanomaterialien unter Umweltbedingungen sein, die derzeit lediglich die Untersuchung der Homoag,glomeration umfasst. (UFORDAT Nr. 01088269)

 

UBA Beteiligung an Drittmittelprojekten

Das ⁠UBA⁠ beteiligt sich im Begleitkreis der in EU Horizon 2020 geförderten Coordination and Support Action (CSA) „NanoHarmony“. In „NanoHarmony“ werden Daten und Informationen erstellt, gesammelt und verwendet, um in enger Zusammenarbeit mit der ⁠OECD⁠ die wissenschaftlichen Grundlagen zur Erstellung von neuen Testmethoden für die Untersuchung von Nanomaterialien zu legen. Da UBA unterstützt die Kooperation zu umweltrelevanten Aspekten aus Sicht einer Regulierungsbehörde.

Abschlussberichte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

nach Veröffentlichungsjahr

Forschungsberichte Nanotechnik

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