Die Umweltbelastung einer Versandverpackung hängt offensichtlich stark mit den eingesetzten Verpackungsmaterialien zusammen. Die Verwendung von Versandverpackungen mit einem hohen Anteil an Recyclingmaterial senkt die entstehenden Umweltbelastungen. Kartons oder Papierverpackungen aus Frischfasern führen zu höheren Umweltbelastungen als Recyclingkartonagen. Werden dennoch teilweise Frischfasern eingesetzt, können die Umweltbelastungen durch die Nutzung von Fasern aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern verringert werden. Gebleichtes, insbesondere mit chlorhaltigen Bleichmitteln behandeltes Papier führt zu unnötigen Umweltbelastungen.
Auch bei Kunststoffverpackungen gibt es häufig Varianten mit hohen Anteilen an Recyclingkunststoff. Versandverpackungen aus biologisch abbaubaren Kunststoffen zeigen hingegen in allen vorhandenen Entsorgungswegen keine gesamtökologischen Vorteile gegenüber Verpackungen aus konventionellen Kunststoffen. Sie selbst werden nicht recycelt und können das Recycling der konventionellen Kunststoffe stören. In der Umwelt oder im Hauskompost herrschen gewöhnlich nicht die für den biologischen Zersetzungs- und Kompostierungsprozess benötigten Bedingungen, sodass sie auch hier schaden können.
Die meisten sortenreinen Versandverpackungen, die nicht aus Verbundmaterial bestehen, sind gut recycelbar. Achten Sie darauf, dass Sie die Kreislaufführung des Materials nicht gefährden.
Ziele
- Einsatz von Versandverpackungen mit hohem Recyclinganteil
- Vermeidung von Frischfaserpapier
- Vermeidung von gebleichtem Papier
- Vermeidung von Verbundmaterialien
- Vermeiden von Materialien, die besorgniserregende Chemikalien enthalten
- Wahl gut rezyklierbarer Verpackungsmaterialien
- Recycling des Verpackungsmaterials
Wesentliche Maßnahmen
Verwenden Sie Versandverpackungen aus Recyclingmaterialien.
Vermeiden Sie gebleichte Papierverpackungen.
Bevorzugen Sie bei Papierverpackungen ohne oder nur mit geringem Frischfaseranteil. Der Frischfaseranteil soll zu 100 % aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen. Die Label FSC (Forest Stewardship Council) und PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification) weisen die Herkunft des Materials aus der nachhaltigen Waldbewirtschaftung aus.
Verwenden Sie keine Materialverbunde für Versandverpackungen. Nutzen Sie möglichst nur eine Materialart z.B. für Verpackung und Polstermaterial, um potenzielle Vermischungen der Abfälle zu vermeiden.
Bei Kunststoffverpackungen sollte die Kunststoffsorte auf der Versandverpackung ausgezeichnet sein. Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP) lassen sich gut recyceln und sind bei Kunststoffen eine gute Wahl. Verwenden Sie keine PVC-Verpackungen. Sie stören das Recycling der anderen Materialien und enthalten oft besorgniserregende Weichmacher.
Wenn Luftpolsterversandtaschen unvermeidbar sind, sollte die Separation der Luftpolsterfolie vom Papierumschlag für den Verbraucher leicht möglich sein. Papierfasern sollten nie vollständig von Folie umschlossen sein. Die Rezyklierbarkeit einer Papierverpackung kann anhand des Rezyklierbarkeitstest für Verpackungspapiere geprüft werden. Bitte fragen Sie diesbezüglich beim Hersteller der Verpackung an.