Boden und Fläche sind begrenzte Ressourcen. Die Art, wie wir unsere Bodenressourcen nutzen und unsere Landnutzung bei teilweise gegensätzlichen Ansprüchen gestalten, ist eine zentrale Herausforderung im Streben nach einer nachhaltigen Entwicklung in Europa und der Welt. Durch Forschung und Wissensvermittlung hat sich das Verständnis von Zusammenhängen und Wechselwirkungen von Landnutzung und dem System „Boden-Sediment-(Grund-)Wasser“ in den letzten Jahrzehnten deutlich erhöht. Allerdings wird die Komplexität des Systems und seiner Wechselwirkungen mit Umwelt und Gesellschaft nach wie vor unzureichend verstanden und in praktische Empfehlungen zum Landmanagement eingearbeitet.
Übergeordnete Rahmenthemen
Um die Forschungslandschaft und -bedarfe den gesellschaftlichen Herausforderungen strukturiert gegenüberstellen zu können, werden in INSPIRATION die national erhobenen Informationen in vier übergeordneten Themen integriert betrachtet:
- Treiber der Nachfrage nach Boden-, Sediment- und Grundwasserressourcen
- Verantwortlicher und fürsorglicher Umgang mit dem Naturkapital
- Integriertes Boden- und Flächenmanagement
- Netto Effekte: Verständnis für indirekte Werte und globale Landnutzungsauswirkungen.
In jedem Rahmenthema werden die relevanten Forschungsfragen zu Aspekten der Landnutzung und des Bodenschutzes durch eine erfahrene Expertengruppe in gegenseitiger Abstimmung gebündelt.
Ziel von INSPIRATION ist es, den Forschungsbedarf für das breite Themenfeld „Landnutzung“ auf Grundlage der Anforderungen von Wissensanwendern und Forschungsförderern zu ermitteln. Im Ergebnis soll eine strategische Forschungsagenda für Landnutzung und Bodenmanagement entstehen, die in ganz Europa Anwendung finden kann, notwendiges neues Wissen generiert, den Austausch von bestehendem Wissen fördert und gleichzeitig die wesentlichen gesellschaftlichen Herausforderungen anspricht.
Teilziele von INSPIRATION sind die:
- Identifizierung zukünftiger Forschungsprioritäten im Kontext Landnutzung (inklusive der hiervon betroffenen Boden-, Sediment- und Grund-/Wassersysteme)
- Zusammenfassung des Sachstandes in übergeordneten Rahmenthemen
- Identifizierung von Wissenslücken zwischen aktuellem Wissensstand und Wissensbedarf zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen
- Ausarbeitung, Konsultation und Abstimmung einer strategischen Forschungsagenda zur Schließung dieser Wissenslücken
- Identifizierung von praktikablen Modellen zur Förderung, Finanzierung und Umsetzung der Forschungsagenda
- Austausch und Abstimmung mit Politik, Forschungsförderungseinrichtungen, Forschungsinstitutionen und den nationalen, europäischen und globalen Nutzern von Forschungsergebnissen/-produkten.