Themenkomplex 1: Wesentliche Vorraussetzungen für Klimaänderungen sind nicht erfüllt.
CO2 nimmt in der Atmosphäre nicht zu, bzw. die gemessenen Veränderungen der CO2-Konzentration können nicht auf anthropogene, sondern nur auf natürliche Einflüsse (zum Beispiel Vulkantätigkeit) zurückgeführt werden.
Die Befriedigung immer weiter steigender Bedürfnisse der Menschen bringt einen wachsenden Energiebedarf (zum Beispiel für Heizung, Verkehr, Erzeugung von Strom) mit sich. Durch menschliche Aktivitäten wie die Verbrennung fossiler Rohstoffe oder Landnutzungsänderungen wird ständig CO2 freigesetzt. Teilweise wird das emittierte CO2 über längere Zeit in Ozeanen gespeichert und in der Biosphäre gebunden.
Aber noch knapp 50 Prozent verbleiben in der Atmosphäre und reichern sich aufgrund der langen Lebensdauer dort an. Dies führt zwangsläufig zu der seit Beginn der Industrialisierung festgestellten kontinuierlichen Zunahme der CO2-Konzentration in der Atmosphäre. Auf der Grundlage unterschiedlicher Untersuchungsmethoden können folgende Aussagen über die Entwicklung der atmosphärischen CO2-Konzentrationen getroffen werden: Die 1958 am Observatorium Mauna Loa (Hawaii) begonnenen Direktmessungen des CO2 schließen sich mit einem Wert von 315 parts per million (ppm) nahtlos an die aus Eisbohrkernuntersuchungen rekonstruierte zeitliche Entwicklung der troposphärischen CO2-Konzentrationen an. Seit Beginn der Industrialisierung ist die mittlere CO2-Konzentration in der Atmosphäre von 275 auf circa 358 ppm (1994) gestiegen. Die stetige Zunahme der CO2-Konzentration zeigt sich nicht nur an der Messstelle auf Mauna Loa, sondern ist weltweit an den unterschiedlichen Messpunkten zu verzeichnen. Die kontinuierliche Zunahme der CO2-Konzentration, gemessen auf Mauna Loa, kann damit nicht mit dem in der Nähe tätigen Vulkan begründet werden. Bis Anfang der 90er Jahre betrug der mittlere Anstieg etwa 1,8 ppm pro Jahr. Während dieses Zeitraumes aufgetretene Abweichungen vom allgemeinen Trend konnten hauptsächlich auf El Niño - Ereignisse zurückgeführt werden.
El-Niño-Ereignisse werden circa alle 3-5 Jahre an der Westküste Südamerikas beobachtet. Dabei treten drastische Veränderungen der Ozeantemperaturen, der Passatwinde und Niederschlagsverhältnisse auf. Das pazifische Klimaphänomen hat weltweit Auswirkungen auf das Wetter. So kommt es nicht nur zu gewaltigem Fischsterben und zu Ernteverlusten in dieser Region, sondern zum Beispiel auch zu Dürren in Australien und Waldbränden in Indonesien.
Ein gewisses Problem liegt darin, dass zu Beginn der 90er Jahre zeitweise ein verlangsamtes Wachsen der CO2-Konzentrationen beobachtet wurde, dessen Erklärung noch unsicher ist. Es wird vermutet, dass diese geringere Zunahme in Zusammenhang mit dem Ausbruch des Pinatubo von 1991 und der damit gleichzeitig einhergehenden kurzzeitigen globalen Abkühlung (durch Zunahme des stratosphärischen Aerosols) steht: Die kurzzeitigen Abweichungen vom mittleren Anstieg der CO2-Konzentrationen können entweder infolge verstärkter CO2-Aufnahme durch die terrestrische Biosphäre und Ozeane oder infolge verringerter CO2-Emission durch abgeschwächte Mineralisation toter organischer Materie durch mikrobielle Aktivitäten hervorgerufen worden sein.
Jüngste Messungen zeigen seit etwa Ende 1993 wieder deutlich den steigenden Trend der CO2-Konzentrationen der letzten Jahrzehnte.
CO2-Anstieg in der Atmosphäre ist Folge der Freisetzung von CO2 aus Ozeanen bei deren Erwärmung.
Dieses Phänomen kann bei jeder sich erwärmenden Sprudelflasche beobachtet werden. Die Stichhaltigkeit dieser Behauptung kann experimentell überprüft werden, indem der CO2-Gehalt in der Atmosphäre über dem Ozean und die im Wasser der Ozeane gelöste CO2-Menge parallel gemessen werden. Hierbei zeigt sich, dass letztere niedriger ist, als es den Gleichgewichtsbedingungen entsprechen würde, dass das Wasser der Ozeane also global untersättigt ist und somit CO2 von der Atmosphäre in die Ozeane übergeht, und diese als CO2-Senke wirken. Dieser Befund wird auch durch Messungen des Kohlenstoffisotops C14 bestätigt. C14-Messungen erlauben zwischen CO2 aus biogenen Quellen und fossilem CO2 zu unterscheiden, da das in der Atmosphäre als Folge der kosmischen Höhenstrahlung gebildete C14 bei fossilen Brennstoffen bereits zerfallen ist. Durchgeführte C14-Messungen von atmosphärischem CO2 belegen, dass tatsächlich dieses Isotop fehlt oder gemindert ist und der atmosphärische CO2-Anstieg auf Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe zurückzuführen ist.
Eine Verdopplung der CO2-Konzentration kann aufgrund der begrenzten fossilen Reserven nicht eintreten.
Die Behauptung stimmt für die derzeit gesicherten Vorräte der gesamten fossilen Reserven, da diese bei ihrer Verbrennung zwar rechnerisch eine Verdopplung der Kohlendioxid-Konzentrationen gegenüber dem vorindustriellen Wert von 280 ppm in der Atmosphäre bewirken würden, das Kohlendioxid aber nur etwa zur Hälfte in der Atmosphäre verbleibt (rund ein Drittel des freigesetzten Kohlendioxids wird durch die Ozeane aufgenommen). Somit wäre eine Verdoppelung des Kohlendioxidgehaltes in der Atmosphäre eigentlich nicht möglich.
Zu bedenken ist jedoch, dass die tatsächlich vorhandenen Mengen an fossilen Brennstoffen weit größer sind als die heute sicher gewinnbaren Vorräte. Bei Kohle beispielsweise rechnet man aufgrund neuer Erkundungs- und Erschließungstechniken sowie zunehmender Energiepreise mit etwa der zehnfachen Menge sicher gewinnbarer Vorräte, und mit weiteren technischen Fortschritten wurde und wird dieser Wert ständig nach oben korrigiert. Langfristig kann deshalb mit wesentlich höheren sicher gewinnbaren Brennstoffmengen gerechnet werden, die ausreichen, um den Kohlendioxid-Gehalt der Atmosphäre tatsächlich weit mehr als zu verdoppeln.
Auch ist zu bedenken, dass nur rund die Hälfte des Effekts anthropogener Treibhausgase auf Kohlendioxid beruht. Bei Mitberücksichtigung der übrigen "Klimagase", die in CO2-Äquivalenten ausgedrückt werden können, würde ohne Gegenmaßnahmen die Verdopplung wahrscheinlich bereits deutlich vor Mitte des nächsten Jahrhunderts erreicht werden. Darüber hinaus ist schwer voraussehbar, ob auch in Zukunft bei steigender Kohlendioxid-Konzentration und Erwärmung der Ozeane Kohlendioxid im gleichen Umfang wie bisher von den Ozeanen aufgenommen wird.
Da der Mensch mit der Atemluft CO2 an seine Umwelt abgibt, ist die wesentliche Ursache des beobachteten CO2-Konzentrationsanstiegs die wachsende Weltbevölkerung. Auch die Verbrennung von Holz führt zu einer Erhöhung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre.
Es ist richtig, dass bei der Atmung Kohlendioxid freigesetzt wird. Um die Problematik korrekt beurteilen zu können, ist es jedoch wichtig, zu wissen, dass sich der auf der Erde vorhandene Kohlenstoff in einem biogeochemischen Kreislauf bewegt. Die Entstehung von CO2 bei der Atmung von Mensch und Tier beschreibt einen winzigen Bruchteil des gesamten Kohlenstoffkreislaufs, dessen wichtigste Zirkulationsmechanismen die Einbindung von CO2 durch die Photosynthese und die Veratmung von Kohlehydratmolekülen unter Abgabe von CO2 darstellen. Der Mensch ist in diesem Teil des natürlichen Kreislaufes eingebunden, er atmet CO2 aus, welches das Oxidationsprodukt der im Körper erfolgenden Verbrennung von Nahrungsmitteln ist.
Dieses über die Atmung freigesetzte CO2 wird jedoch der Atmosphäre durch die Photosynthese landwirtschaftlicher Nutzpflanzen, die der Ernährung dienen, wieder entzogen. Damit schließt sich das, im Übrigen völlig willkürlich herausgegriffene, Teilstück des großen C-Kreislaufes. Die Veratmung von Kohlenstoff setzt also nur CO2 frei, welches der Atmosphäre durch Photosynthese entzogen wurde. Folglich entsteht kein CO2, welches "zusätzlich" emittiert wird und zu einer Anreicherung von CO2 in der Atmosphäre führen könnte. Die CO2-Bilanz ist, über einen längeren Zeitraum betrachtet, selbst unter der Voraussetzung einer wachsenden Weltbevölkerung, ausgeglichen.
Ähnlich verhält es sich bei der Verbrennung von Holz. Holz ist kein fossiler Rohstoff, welcher im Laufe von Jahrmillionen gebildet wurde. Wir bezeichnen Holz als nachwachsenden Rohstoff. Der Baum nimmt im Laufe seines Lebens durch Assimilation (Photosynthese) CO2 aus der Atmosphäre auf und setzt es in Biomasse um. Stirbt der Baum oder wird er abgeholzt, wird der jetzt in Kohlenhydraten gebundene Kohlenstoff entweder über einen längeren Zeitraum durch Atmung und Verwesung oder aber sofort durch Verbrennung wieder zu CO2 umgesetzt und an die Atmosphäre abgegeben. Der Kohlenstoff durchläuft aber in beiden Fällen Teile des natürlichen Kreislaufs (Bindung durch Assimilation, Freisetzung durch mikrobielle Veratmung).
Wird nun immer genauso viel Holz aufgeforstet wie eingeschlagen und verbrannt, trägt die Holzverbrennung nicht zum zusätzlichen Treibhauseffekt bei, da das durch die Verbrennung freiwerdende CO2 wieder durch die Photosynthese in aufwachsenden Bäumen in Form von Biomasse (Holz) gebunden wird. Die Bilanz von verbrannter und aufwachsender Biomasse ist daher über die Jahre hinweg ausgeglichen, es kommt nicht wie bei der Verbrennung fossiler Rohstoffe zu einer langfristigen Anreicherung von CO2 in der Atmosphäre. In diesem Kontext ist auch das immer wieder vorgebrachte Argument zu sehen, die fossilen CO2-Emissionen betragen nur wenige Prozent der natürlichen biogenen Emissionen. Letztere stellen nur einen ständigen Austausch von Kohlenstoff hauptsächlich zwischen Biosphäre und Atmosphäre ohne Trend dar, erstere führen zu steter Zufuhr und damit Konzentrationszunahme der Atmosphäre.
Eine erhöhte CO2-Konzentration hat einen Düngeeffekt zur Folge, welcher über eine verstärkte Biomassebildung die Senkenkapazität der Biosphäre vergrößert.
Pflanzen benötigen CO2, um es mittels der Photosynthese in Biomasse (hauptsächlich Kohlenhydrate) umzusetzen. Eine höhere CO2-Konzentration begünstigt tendenziell die Photosyntheseleistung der Pflanzen. Zur Schätzung der Größenordnung dieses CO2-Düngeeffekts werden Labor- und Felduntersuchungen sowie Modellstudien durchgeführt.
In der Regel wird dabei eine künstliche Atmosphäre mit zum Beispiel doppeltem CO2-Gehalt erzeugt oder den Modellen zugrunde gelegt. Meist versorgt man die Pflanzen in diesen Untersuchungen optimal mit den notwendigen Nährstoffen und Wasser. Alle bekannten Studien, meist Kurzzeitexperimente mit isolierten Pflanzen, weisen auf ein breites Spektrum von Reaktionen einzelner Spezies hin. Abhängig von der Pflanzenart wird sowohl von mehr als verdreifachtem als auch fast halbiertem Pflanzenwachstum berichtet.
In mehreren Fällen wurde zunächst eine Zunahme der Biomasseproduktion beobachtet, die sich in den Folgejahren aber abschwächte und sich teilweise auch ins Gegenteil verkehrte. Untersuchungen einiger weniger Ökosysteme wurden durchgeführt. Diese ergaben für gemäßigte Feuchtgebiete stärkere und für Tundragebiete sehr geringe Steigerungen der Nettoproduktion des Ökosystems. Untersuchungen für Forstgebiete fehlen bisher. Modelluntersuchungen weisen darauf hin, dass während der 80er Jahre durch den CO2-Düngeeffekt jährlich etwa 1,8 bis 7,3 Milliarden Tonnen Kohlendioxid zusätzlich durch die Biosphäre aufgenommen wurden. Da durch den Menschen jährlich etwa 26 Milliarden Tonnen Kohlendioxid emittiert werden, könnten im günstigsten Fall durch den Düngeeffekt 28 Prozent der anthropogenen Emissionen in der Biosphäre gespeichert werden. Im ungünstigeren Fall sind es jedoch nur 5 Prozent.
Viele Fragen im Zusammenhang mit dem CO2-Düngeeffekt sind noch ungeklärt - so zum Beispiel die Frage, wie sich dabei die Zusammensetzung der Ökosysteme ändert, da aufgrund physiologischer Unterschiede nicht alle Pflanzen in gleicher Weise vom CO2-Düngeeffekt profitieren können. Darüber hinaus ist wahrscheinlich, dass der Effekt deutlich geringer ausfällt in Regionen, in denen Nährstoff- oder Wassermangel oder Wetter- und Klimafaktoren das Wachstum begrenzen. Große Unsicherheiten bestehen auch im Hinblick auf Langzeitreaktionen der Pflanzen auf einen erhöhten CO2-Gehalt der Atmosphäre. So erbrachten Untersuchungen von Pflanzen in der Nähe natürlicher CO2-Quellen weder erhöhte Wachstumsraten, noch eine verstärkte Biomasseproduktion.
Als Fazit lässt sich zusammenfassen, dass die erwartete, jedoch schnell vorübergehende Erhöhung der gespeicherten Kohlenstoffmenge in der Biomasse infolge des CO2-Düngeeffektes in keinem Fall ausreichen wird, die Zunahme der CO2-Konzentration in der Atmosphäre zu stoppen.
Nicht Kohlendioxid sondern Wasserdampf ist das entscheidende Treibhausgas.
Es steht außer Frage, dass dem Wasserdampf beim natürlichen Treibhauseffekt das mit Abstand größte Gewicht zukommt. Circa 66 Prozent des natürlichen Treibhauseffektes sind auf den Wasserdampf zurückzuführen. Wasserdampfemissionen tragen dagegen praktisch nicht zur Verstärkung des anthropogenen Treibhauseffektes bei, weil hierdurch keine bleibende Erhöhung der Wasserdampfkonzentration in der Atmosphäre bewirkt wird. Während Kohlendioxid in der Atmosphäre über 100 Jahre verbleiben kann, kehrt Wasserdampf meist nach wenigen Tagen in Form von Niederschlägen zur Erde zurück. Eine Zunahme des Wasserdampfgehaltes ist jedoch möglich, wenn infolge einer globalen Temperaturerhöhung die Verdunstung zunimmt und sich das potentielle Aufnahmevermögen der Atmosphäre für Wasserdampf erhöht. Dies ist der Wirkungsvollste der verschiedenen Rückkopplungsprozesse, und er wird auch bei den Modellrechnungen berücksichtigt.