Fleisch der Zukunft

Zwei vegetarische Hamburger liegen auf einem Holzbrettzum Vergrößern anklicken
Pflanzlicher Burger
Quelle: FomaA / Fotolia

Werden Fleischalternativen wie InVitro-Fleisch, pflanzlicher Fleischersatz oder Produkte aus Insekten künftig das konventionelle Fleisch ersetzen? Was bedeuten diese Trends für die Umwelt und die Gesundheit? Das Umweltbundesamt arbeitet derzeit daran, diese Trends zu bewerten und (Umwelt-)Politik frühzeitig Empfehlungen auf diese Entwicklungen vorzubereiten.

Der weltweit wachsende Konsum von Fleisch und tierischen Produkten sowie die Herstellungsbedingungen dieser Nahrungsmittel verursachen erhebliche Probleme für Umwelt und Tiere. Auch mit gesundheitlichen Folgen für den Menschen kann gerechnet werden. Dies wurde in zahlreichen wissenschaftlichen Studien belegt. Eine Reduktion des in Deutschland anhaltend hohen Konsums an tierischen Produkten wird daher vielfach gefordert und eine verstärkte Nutzung alternativer Eiweißquellen beispielsweise vom Sachverständigenrat für Umweltfragen empfohlen.

Die Änderung von Ernährungsgewohnheiten bleibt jedoch aufgrund von kulturellen Prägungen, Gewohnheiten oder des physischen Bedarfs an eine ausreichende Proteinversorgung eine große Herausforderung. Alternativen zum Fleischkonsum bieten Fleischersatzprodukte. Dazu gehören beispielsweise InVitro-Fleisch, pflanzliche Fleischersatzprodukte oder für den Menschen produzierte Insekten. Der Markt für diese Produkte ist zwar noch in der Nische, in den letzten Jahren ließ sich jedoch bereits ein dynamisches Wachstum beobachten.

Im Rahmen einer Trendstudie „Fleisch der Zukunft“ untersucht das UBA verschiedene zukünftigen Entwicklungen und davon ausgehend die Umweltbe- und -entlastungseffekte sowie auch gesundheitliche Auswirkungen und vergleicht sie mit Auswirkungen konventioneller und ökologischer Fleischproduktion.

Aufbauend auf der Erfassung der Auswirkungen werden Handlungsoptionen und politische Empfehlungen formuliert sowie weiterer Forschungsbedarf identifiziert. Durch den kontinuierlichen Einbezug von verschiedenen Akteuren aus Produktion, Handel, Zivilgesellschaft, Interessensverbänden und Politik verfolgt das Projekt zudem das Ziel, eine Diskussionsplattform zu schaffen und dieses kontrovers diskutierte Thema auf eine belastbare wissenschaftliche Analyse zu stellen sowie eine proaktive Umweltpolitikgestaltung zu initiieren.