Wälder und Forsten liefern neben Holz für Gebäude, Bauwerke, Möbel, Papier oder Brennholz auch vielfältige andere Rohstoffe wie Früchte, Honig, Pilze oder Arzneimittel. Sie haben auch eine wichtige Rolle im Wasserhaushalt als Rückhalteflächen, filtern Schadstoffe aus der Luft, bieten Raum für biologische Vielfalt, sind eine Senke für das klimaschädliche Kohlendioxid (CO2) und dienen außerdem der Erholung der Bevölkerung.
Vielfältige Nutzungen führen zwar immer wieder zu Konflikten, jedoch aus ökonomischer und sozialer Sicht sind viele Synergien zwischen dem Schutz der biologischen Vielfalt, einem sanften, naturnahen Tourismus sowie einer umwelt- und landschaftsverträglichen Forstwirtschaft möglich. Eine umwelt- und landschaftsverträgliche Forstwirtschaft verzichtet dabei auf Monokulturen und Kahlschläge sowie auf den Einsatz schwerer Erntemaschinen und auf überdimensionierte Forstwege.
Diese Betrachtungen können nicht auf Deutschland beschränkt bleiben. Denn für die Herstellung oder Verarbeitung von Produkten aus Holz benötigt die deutsche Holzindustrie weltweit eine Forst- und Waldfläche von mehr als 20 Millionen Hektar (Mio. ha). Diese Fläche ist doppelt so groß wie die gesamte heimische Waldfläche. Daher weist Deutschland hier einen beachtlichen weltweiten „Fußabdruck“ auf.