Fachbereich V

Dr. Michael Angrick im Innenhof des UBA Dessau-Roßlauzum Vergrößern anklicken
Dr. Michael Angrick leitet den Fachbereich V und nimmt die Aufgaben des UBA-Vizepräsidenten wahr.
Quelle: Steffen Proske

Der Fachbereich V des Umweltbundesamtes ist für die Themen Klimaschutz und Emissionshandel zuständig. Hier ist die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) angesiedelt. Sie ist in Deutschland die zuständige Stelle für den Handel mit Zertifikaten für den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids.

Klimaschutz (Abteilung V 1)

Der Klimaschutz ist eine der größten aktuellen Herausforderungen der Menschheit. Mit dem “Paris- Abkommen“ 2015 hat sich die Weltgemeinschaft dazu verpflichtet, den Anstieg der durchschnittlichen Erdtemperatur auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen und möglichst bei 1,5 Grad Celsius zu halten. Der Rahmen tendiert dabei nach der Veröffentlichung des IPCC-Sonderberichts zu 1,5°C Globaler Erwärmung deutlich auf 1,5 Grad Celsius, um die ansonsten massiveren Wirkungen des Klimawandels möglichst weitgehend zu verhindern. Nicht weniger als eine umfassende, globale Transformation zu einer nachhaltigen, dekarbonisierten und klimaresilienten Entwicklung ist dafür notwendig. 

Dafür muss beispielsweise die Energieversorgung in Industriestaaten wie Deutschland stärker auf erneuerbare Energien ausgerichtet und eine bessere Energieeffizienz erreicht werden. Die Abteilung V 1 kümmert sich unter anderem um die Weiterentwicklung der Abkommen zum internationalen Klimaschutz, die langfristigen Szenarien künftiger Energieversorgung sowie die Ziele, Maßnahmen und Instrumente, die für eine ambitionierte Klimaschutzpolitik erforderlich sind. Dazu gehört die Förderung der erneuerbaren Energien wie auch  die Möglichkeiten zum Energiesparen bei Elektrogeräten und in Gebäuden sowie die Aufbereitung von Energie- und Emissionsdaten in Deutschland. Zudem betreibt die Abteilung V 1 das Herkunfts- und das Regionalnachweisregister.

Deutsche Emissionshandelsstelle (Abteilungen V 2 und V 3)

Die Abteilungen V 2 und V 3 bilden die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt). Die DEHSt ist die zuständige Behörde für die Umsetzung des EU-Emissionshandels als zentralem europäischen Klimaschutzinstrument und der projektbasierten Klimaschutzinstrumente des Kyoto-Protokolls in Deutschland. Die etwa 160 Mitarbeitenden in Berlin betreuen zurzeit rund 1.950 emissionshandelspflichtige Anlagen der Energiewirtschaft und emissionsintensiven Industrie sowie rund 400 deutsche und internationale Luftfahrzeugbetreiber. Sämtliche Verfahren werden vollständig softwaregestützt und elektronisch abgewickelt und die Unternehmen durch einen eigenen Kundenservice zu allen Fragen rund um den Emissionshandel unterstützt. Das betrifft etwa die Antragstellung und Zuteilung der Zertifikate ebenso wie das Kontomanagement im Register und die jährliche Emissionsberichterstattung. Auch die Steuerung der Versteigerung von Emissionsberechtigungen in Deutschland gehört zu den Aufgaben der DEHSt. Außerdem wirken wir an der Weiterentwicklung des Europäischen Emissionshandels und der internationalen Klimaschutzvereinbarungen (Paris-Abkommen) mit.

Die DEHSt ist zudem für Genehmigung und Überwachung von Klimaschutzprojekten nach dem Kyoto-Protokoll zuständig und für die Bewilligung und Auszahlung von Beihilfen an stromintensive Unternehmen zur Kompensation indirekter CO2-Kosten (Strompreiskompensation). Außerdem ist sie die Bußgeldbehörde für die nationale Durchsetzung der MRV-Seeverkehrsverordnung und für den Vollzug nach der „Upstream Emission Reduction“-Verordnung zuständig.