Hinweise zum Recycling
Flugaschen, Kesselsande und Schmelzkammergranulate sind Rückstände aus dem Verbrennungsprozess, die aus den mineralischen Bestandteilen, dem Restkohlenstoff und den Schwermetallen des Brennstoffs resultieren und entweder direkt aus dem Kesselraum abgeschieden oder aus dem Rauchgas gefiltert werden.
Steinkohleflugaschen haben puzzolanische Eigenschaften, die sie für die Zement- und Betonindustrie als Ersatzmaterial für Klinker bzw. Zement interessant machen. Die Flugaschen wirken im Frischbeton zum einen als Verflüssiger, der eine bessere Verarbeitung von Transportbeton ermöglicht. Zum anderen erhöht Flugasche die Druckfestigkeit von Betonen.
Braunkohleflugaschen werden demgegenüber fast ausschließlich zur Verfüllung von Tagebauflächen verwendet. Der hohe Sulfat- und Freikalk-Gehalt sowie die inhomogenen Qualitäten der Braunkohleflugaschen verhindern den Einsatz als Zuschlagstoff im Zement bzw. Beton.
REA-Gips entsteht, wenn Rauchgas mit Hilfe von flüssiger Kalkmilch (Ausgangsstoff: entweder Kalkstein oder Branntkalk) besprüht wird und so das Schwefeldioxid bindet. Anschließend wird Luft zugeführt, damit durch Oxidation Gips entsteht. Der so erzeugte Gips ist qualitativ vergleichbar mit Gips, der aus natürlichem Gipsstein oder Anhydrit gewonnen wurde. Er kann aber gegenüber Naturgips erhöhte Mengen an Schwermetallen - insbesondere Quecksilber - aufweisen. Die in Deutschland verbleibende Menge wird fast ausschließlich für Gipsprodukte oder als Zuschlagstoff im Zement verwendet. In geringen Mengen kommt REA-Gips auch als Düngemittel oder für den Deponiebau zur Anwendung.