Umwelt und Gesundheit systematisch untersucht
Seit den 90er Jahren untersucht die Weltgesundheitsorganisation (WHO), wie sich schädliche Umwelteinflüsse auf das Krankheitsgeschehen in verschiedenen Ländern auswirken. Dazu entwickelte die WHO in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen das Konzept der „Umweltbedingten Krankheitslasten″ (engl. Environmental Burden of Disease, kurz: EBD). Im Rahmen von EBD-Studien werden Umwelt- und Gesundheitsdaten verknüpft und statistisch ausgewertet. Auf Basis der Herzinfarkt-Häufigkeit in Deutschland und Daten zur Lärmbelastung der Bevölkerung kann beispielsweise geschätzt werden, welcher Anteil der Herzinfarkte in Deutschland auf Umweltlärm zurückzuführen sind. Dazu muss aus Bevölkerungsstudien sein, wie das Herzinfarkt-Risiko mit der Lärmbelastung steigt.
Für Deutschland führt das Umweltbundesamt eine Vielzahl von EBD-Analysen durch um zu ermitteln, welche Umwelteinflüsse mit besonders hohen Krankheitslasten einhergehen und wann Umweltschutz besonders wichtig für unsere Gesundheit ist.