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PeeK4Health - Klimawissen und Strategien des Klimahandelns in der Gesundheitsversorgung

Logo des Projekts PeeK4Health mit dem Titel PeeK4Health - Peer-to-Peer Tutorium - Klimawissen & Klimahandeln. Vorderseite der Postkarte des Projekts PeeK4Health auf dem der Lern- und Lehransatz des Projekts erklärt wird. Rückseite der Postkarte des Projekts PeeK4Health mit einer Anleitung für die Anmeldung auf der Online-Lernplattform DL4SD.

Das Projekt PeeK4Health hatte das Ziel, zukünftige Fachkräfte im Gesundheitswesen für die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels zu sensibilisieren und sie zu befähigen, aktiv zur Klimaanpassung in ihrem Berufsalltag beizutragen. Im Fokus stand die Entwicklung und Erprobung eines interaktiven, auf Peer-to-Peer-Lernen basierenden Bildungsmoduls, das Inhalte zu Klimawandel und Gesundheit praxisnah in die Aus- und Hochschulbildung integriert.

Die Maßnahme wurde im Zeitraum von Dezember 2022 bis Mai 2025 unter Koordination des Forschungs- und Transferzentrums Nachhaltigkeit und Klimafolgenmanagement (FTZ-NK) der HAW Hamburg umgesetzt. Zentrale Bausteine waren: die Konzeption und Durchführung von vier modular aufgebauten PeeK-Sessions, die Qualifizierung von PeeK-Tutor*innen, die begleitende Evaluation sowie die Vernetzung mit Hochschulen, Ausbildungsstätten und Praxispartner*innen. Die Inhalte wurden mehrfach pilotiert – u. a. im Studiengang Gesundheitswissenschaften an der HAW Hamburg sowie bei externen Veranstaltungen und Online-Sessions.

Als Ergebnis stehen qualitativ hochwertige, modular aufgebaute Bildungsmaterialien zur Verfügung, die über die DL4SD-Plattform als Open-Access-Angebot kostenlos genutzt werden können. Die Materialien wurden in einem digitalen Moodle-Kurs sowie einem Modulhandbuch aufbereitet. Das Projekt trägt zur Verstetigung von Bildungsinhalten zur Klimaanpassung im Gesundheitswesen bei und unterstützt Bildungseinrichtungen dabei, das Thema strukturell in die Lehre zu integrieren. Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit, Fachveranstaltungen und bundesweite Vernetzung wurde die Maßnahme nachhaltig verbreitet.

Eckdaten zur Maßnahme

Measure carrier

Maßnahmenträger

Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg - Forschungs- und Transferzentrum für Nachhaltigkeit und Klimafolgenmanagement. https://www.haw-hamburg.de/ftz-nk/

Duration and Financing

Beginn der Umsetzung

Dauer der Umsetzung

Die ursprüngliche Dauer der Projektumsetzung betrug zwei Jahre von Dezember 2022 bis November 2024. Durch eine kostenneutrale Verlängerung konnten weitere 6 Monate erwirkt werden (Mai 2025).

Wie hoch waren die (geschätzten) Kosten für die Umsetzung?

199.296 €

Mit welchen Mitteln wurde die Maßnahme finanziert?

Bund

Erläuterung

Die Umsetzungskosten fielen u.a. für Personal, Schulungen, Veranstaltungsorganisation, Öffentlichkeitsarbeit und die Entwicklung digitaler Bildungsangebote an. Finanziert wurde das Projekt „PeeK4Health“ im Rahmen der Förderrichtlinie „Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV).

Beteiligung

Wurden neben den Kooperationspartnern andere Personengruppen/Institutionen in die Planung/Umsetzung der Maßnahmen eingebunden?

  • Breite Öffentlichkeit
  • Forschung/Beratung/Bildung
  • Öffentliche Verwaltung/Politik
  • Umwelt- und Sozialverbände
  • Sonstige
Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V. (KLUG), Sozialbehörde Hamburg - Amt für Gesundheit.

Welche Formen der Beteiligung fanden statt?

  • Aufbau von Netzwerken
  • Aufsuchende Formate (z.B. Informationsstände)
  • Bereitstellung von Informationsmaterialien
  • Dialogveranstaltungen, Konferenzen, Workshops
  • Informationsveranstaltungen

Erläuterung

Im Projekt wurden Informationsstände, Dialogformate, Workshops und Infoveranstaltungen genutzt, um Klimawandel und Gesundheit niedrigschwellig zugänglich zu machen. Ziel war es, Austausch zu fördern, Wissen zu vermitteln und Netzwerke zu stärken. Besonders wirksam waren interaktive Formate in Einführungswochen und bei Gesundheitsveranstaltungen, wie dem Healthyland an der HAW Hamburg. So konnten vielfältige Zielgruppen erreicht, Rückmeldungen aufgenommen und neue Kooperationen angestoßen werden.

Erfolge

Welche Erfolge konnten Sie mit Ihrer Maßnahme erzielen?

Das Projekt „PeeK4Health“ entwickelte ein innovatives Peer-to-Peer-Bildungsmodul zu Klimawandel und Gesundheit für die Gesundheitsberufe. Insgesamt wurden vier modulare Lerneinheiten konzipiert, digital aufbereitet, interaktiv gestaltet und sowohl intern als auch extern erfolgreich pilotiert. Die Inhalte stehen über eine Open-Access-Plattform frei zur Verfügung. Das Projekt wurde an Hochschulen vorgestellt, auf Fachveranstaltungen diskutiert und von Studierenden sowie Lehrenden positiv bewertet. Besonders erfolgreich war die aktive Einbindung von Tutor*innen sowie die Erstellung eines umfassenden Modulhandbuchs für die Lehrpraxis. Die Maßnahmen zur Verstetigung sind angelaufen und legen den Grundstein für eine bundesweite Verankerung in der Gesundheitsbildung.

Wie wird der Erfolg der Maßnahme evaluiert?

  • Analyse (z.B. Soll-Ist-Abgleiche, Meilensteinabgleich, Medienanalyse)
  • Feedback-Gespräche (z.B. Gruppendiskussion, Fokusgruppe, Erfahrungsberichte)
  • qualitative Interviews

Erläuterung

Zur Evaluation wurden Soll-Ist-Abgleiche, Meilensteinanalysen und qualitative Interviews mit Tutor*innen durchgeführt. Ergänzt wurde dies durch Feedback-Gespräche mit Teilnehmenden der PeeK-Sessions. So konnten Wirksamkeit, Akzeptanz und Verbesserungspotenziale des Peer-to-Peer-Formats systematisch erfasst und in die Weiterentwicklung des Bildungsmoduls integriert werden. Die Ergebnisse flossen direkt in die Optimierung der Materialien und Formate ein.

Erzielt die Maßnahme über Klimaanpassung hinaus positive Nebeneffekte?

  • Ja, soziale Gerechtigkeit und Lebensqualität: z. B. Erhöhung der Wohnqualität in Städten, Beitrag zu sozialem Ausgleich oder sozialer Integration, besondere Berücksichtigung der Interessen benachteiligter Bevölkerungsgruppen

Erläuterung

Die Maßnahme stärkt neben der Klimaanpassung auch Gesundheitskompetenz, Umweltbewusstsein und interdisziplinäre Zusammenarbeit. Sie fördert die Bildungsqualität, motiviert zu nachhaltigem Handeln und unterstützt eine klimaresiliente Berufsbildung.

Hindernisse

Eine Cyber-Attacke auf die HAW Hamburg zu Projektbeginn verzögerte die Kommunikation und Personaleinstellung. Zudem war die Einbindung externer Hochschulen erschwert, da viele Lehrende zu Semesterbeginn keine Termine zusagen konnten. Das Projekt wurde daher verstärkt hochschulintern sowie auf Fachveranstaltungen präsentiert.

Konflikte

Wirkt sich die Maßnahme negativ auf andere Bereiche aus?

  • Nein

Ansprechperson

Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
Lina Spinler
Ulmenliet 20
Fakultät Life Sciences - FTZ-NK
21033 Hamburg
Deutschland

lina.spinler@haw-hamburg.de

Ort der Umsetzung

Ulmenliet 20
21033 Hamburg
Deutschland

Associated content

Links

Kurzlink: www.umweltbundesamt.de/n119104de