Hinweise zum Recycling
Gesteinskörnungen aus der Aufbereitung von Bau- und Abbruchabfällen sind ein gutes Ausgangsmaterial für den qualifizierten Straßenbau wie die Herstellung von Frostschutz- und Schottertragschichten im Oberbau der Straßenkörper. Weiterhin werden sie im teils weniger qualifizierten Erdbau zur Verfüllung und dem Bau von Lärmschutzwällen sowie sonstigen Landschaftsbau- und Ausgleichsmaßnehmen eingesetzt.
Darüber hinaus können Recycling-Gesteinskörnungen als Betonzuschlag Einsatz finden. Die Herstellung der Recycling-Gesteinskörnung wie auch die Produktionsanlagen unterliegen der DIN EN 12620 und damit dem allgemeinen Regelwerk für Gesteinskörnungen für die Betonproduktion. Produktion und Produkt unterliegen einer umfangreichen Qualitätssicherung. Das Produkt ist demzufolge auch aus dem Abfallrecht entlassen und mit einem CE-Kennzeichen versehen. Recycling-Gesteinskörnungen weisen analoge bautechnische Eigenschaften zu Kiesen und gebrochenen Natursteinen auf. Die Regelwerke erlauben zudem für den Betonzuschlag eine Mischung aus Altbeton und Altmauerwerk. Die Herstellung von Gesteinskörnungen für die Betonindustrie ist bislang die einzige Form, nichtmetallische mineralische Altmaterialien aus dem Hochbau wieder in den Hochbau zurückzuführen. Auch wenn dieses Einsatzfeld im Wachsen begriffen ist und von der Öffentlichen Hand unterstützt wird, sind die Einsatzmengen im Vergleich zu den Verwertungen im Erd- und Tiefbau noch sehr gering.