1. Deutsche Umweltstudie zur Gesundheit: Grundlagen schaffen
Zwischen 1985 und 1986 analysierte das Umweltbundesamt (UBA)* erstmals die Schadstoffbelastung der deutschen Bevölkerung – zu DDR-Zeiten nur in Westdeutschland (BRD). Untersucht wurden 2731 Personen im Alter von 25 bis 69 Jahren aus 100 Städten und Gemeinden. Zentrale Ziele waren:
- Informationen über die Schadstoffbelastung der Menschen und ihrer Wohnumgebung (Trinkwasser, Luft) zu erhalten
- Vergleichs- und Richtwerte zur Beurteilung weiterer Studien zu ermitteln
- Ursachen, Zusammenhänge und Folgewirkungen von Umwelteinflüssen auf den Menschen aufzudecken
Die Deutsche Umweltstudie zur Gesundheit (ehemals Umwelt-Survey genannt) war der Grundstein für die langfristige Beurteilung der Schadstoffbelastung von Mensch und Umwelt in Deutschland. Die Daten der Studie und aller Folgeuntersuchungen sollten aufgrund des weitgehend einheitlichen Studiendesigns miteinander vergleichbar sein, um Veränderungen, langfristige Trends und Gesundheitsrisiken aufdecken zu können.
*Zu Zeiten des Umwelt-Surveys 1985 bis 1986 lag die Verantwortung für den Umwelt-Survey noch beim Institut für Wasser-, Boden- und Lufthygiene (WaBoLu) des damaligen Bundesgesundheitsamtes. Im Folgenden wird dennoch vom UBA, in welches das WaBoLu 1994 integriert wurde, als ausführende Behörde die Rede sein.