Trink-Wasser aus der Leitung ist gut
Ihren dritten Geburtstag feierte die Dialogveranstaltung des Spurenstoffzentrums des Bundes am 17. und 18. November 2025 in Berlin:
Zur „Zukunftsplattform 25“ kamen wie in den Vorjahren Personen aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um den Spurenstoffdialog weiterzuführen.
Nach § 53 Absatz 4 Trinkwasserverordnung (TrinkwV) sind zugelassene Trinkwasseruntersuchungsstellen, die Untersuchungen nach § 31 TrinkwV durchführen, verpflichtet, Daten zu den im vorangegangenen Kalenderjahr durchgeführten Untersuchungen auf den Parameter Legionella spec. an das Umweltbundesamt zu melden.
Nach der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln versickern viele Wirkstoffe oder ihre Abbauprodukte mit dem Regen über den Ackerboden in das Grundwasser. Diese Grundwasserkörper sind wichtige Wasserspeicher, empfindliche Ökosysteme, aber auch unsere bedeutendste Ressource für Trinkwasser. Einmal dort angekommen, bauen sich Pflanzenschutzmittel nur schwer ab und können sich mit der Zeit anreichern.
Die künstlichen Süßstoffe Acesulfam-K und Sucralose belasten Gewässer und Trinkwasser. Das zeigen Daten, die das Spurenstoffzentrum des Bundes am Umweltbundesamt zusammengetragen hat. Die beiden Süßstoffe und damit erstmals Lebensmittelzusatzstoffe wurden nun als relevante Spurenstoffe eingestuft. Derzeit besteht durch die Rückstände von Süßstoffen jedoch kein gesundheitliches Risiko für Menschen.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldet, dass es deutschlandweit seit 1931 noch nie so trocken war wie 2025 von Anfang Februar bis Mitte April.
Hier finden Sie eine Übersicht über Bezugswerte zur human- und ökotoxikologischen Risikobewertung von Spurenstoffen in Gewässern. Als Bezugswert kommen Grenz-, Leit-, Schwellen- oder Richtwerte in Frage. Es werden Bezugswerte für Oberflächengewässer, Trinkwasser und Grundwasser vorgestellt.
Das Trinkwasser in Deutschland hat eine hervorragende Qualität. Seine Hauptquelle, das Grundwasser, genießt einen hohen Schutz und sollte möglichst frei von Chemikalienrückständen sein. Der geltende Rechtsrahmen der Pflanzenschutzmittelzulassung gefährdet die Grund- und Trinkwasserqualität aber langfristig, da Stoffeinträge ins Grundwasser derzeit nur bedingt eingeschränkt werden können.