Dr. Joachim Heidemeier leitet Abteilung III 2
Seit dem 1. September 2016 leitet Dr. Joachim Heidemeier die Abteilung III 2 „Nachhaltige Produktion, Ressourcenschonung und Stoffkreisläufe“.
Seit dem 1. September 2016 leitet Dr. Joachim Heidemeier die Abteilung III 2 „Nachhaltige Produktion, Ressourcenschonung und Stoffkreisläufe“.
Mit einer neuen vom Umweltinnovationsprogramm geförderten Maschine konnte in einer metallverarbeitenden Firma gezeigt werden, dass sich auch geschmiedete Rundstangen aus hochwertigen Sonderlegierungen mit Durchmessern von weniger als 3,5 Zentimetern ressourcen- und energieeffizient herstellen lassen. Rohstoff- und Energieaufwand konnten erheblich gesenkt werden.
Ressourcenschonung ist Teil des Regierungshandels der Europäischen Kommission. Die Bundesregierung hat mit der 2010 beschlossenen Rohstoffstrategie und mit dem 2012 verabschiedeten Deutschen Ressourceneffizienzprogramm "ProgRess" auf die Herausforderung des Rohstoffmarktes und auf die ökologischen und sozioökonomischen Folgen der globalen Nachfrage reagiert.
Wie kann das Recycling von Kunststoffen optimiert werden? Wie können künftig mehr Edel- und Sondermetalle recycelt werden? Und wie lassen sich Verbraucherinnen und Verbraucher für den Ressourcenschutz gewinnen? Über diese und andere Fragen wollen sich Deutschland, Österreich und die Schweiz auch dieses Jahr auf der „Re-source“-Konferenz austauschen. Sie findet am 21./22.04.2016 in München statt.
Der Bausektor ist einer der materialintensivsten Wirtschaftssektoren in Deutschland. Der überwiegende Teil des im anthropogenen Lager gebundenen Materialbestandes entfällt auf Bauwerke des Hoch- und des Tiefbaus. Zur Umsetzung einer Urban-Mining-Strategie kommt dem Bauwesen daher eine besondere Rolle zu.
Rohstoffe werden aus ihren natürlichen Lagerstätten entnommen und zu Infrastrukturen, Gebäuden und Gütern des täglichen Gebrauchs umgewandelt. In dieser Form verbleiben sie oft lange Zeit in der Anthroposphäre, dem gesellschaftlichen, technologischen und kulturellen Wirkungsraum des Menschen. Sie bilden ein Materiallager, das in vielschichtigen Stoffwechselbeziehungen zu seiner Umgebung steht.
Die deutsche Volkswirtschaft setzt jährlich rund 1,3 Milliarden Tonnen an Materialien im Inland ein. Davon verbleiben besonders Metalle und Baumineralien oftmals lange Zeit in Infrastrukturen, Gebäuden und Gütern des täglichen Gebrauchs. Über Jahrzehnte hinweg haben sich auf diese Weise enorme Materialbestände angesammelt, die großes Potenzial als zukünftige Quelle für Sekundärrohstoffe bergen.
Gesamtwirtschaftliche Ziele und Indikatoren sind unverzichtbarer Kompass einer nachhaltigen Ressourcenpolitik. Sie zeigen auch, ob wir als Gesellschaft auf dem richtigen Weg zu einer nachhaltigen, sparsamen und effizienten Rohstoffnutzung sind. Das UBA schlägt in einem neuen Hintergrundpapier solche Indikatoren und Ziele vor.