Hinweise zum Recycling
Analog zu anderen Metallen wird auch beim Recycling von Zink zwischen Altschrotten und Neuschrotten unterschieden. Während Neuschrotte als Abfälle in der industriellen Produktion anfallen, handelt es sich bei Altschrotten um Zinkprodukte, die mindestens eine Nutzungs- bzw. Gebrauchsphase erfahren haben.
Metallische Zinkschrotte werden in Deutschland zunächst möglichst sortenrein getrennt und dann in Sekundärschmelzwerken zu Sekundärzink und Zinklegierungen verarbeitet bzw. exportiert.
Bei stahlverzinkten Schrotten fällt das enthaltene Zink insbesondere als Staub in der Elektrostahlroute an. Zink wird während des Schmelzprozesses verdampft und unter Sauerstoffeinfluss oxidiert. Die zinkhaltigen Stahlwerksstäube werden anschließend im pyrometallurgischen Wälzprozess zu einem zinkreichen Wälzoxid weiterverarbeitet. Dieses wird in der Primärproduktionsroute als Substitut für Erzkonzentrate eingesetzt.
Im Falle von Messingschrotten geht das enthaltene Zink entweder den Weg des Wiedereinschmelzens bei Blockmetallherstellern oder aber es gelangt in das Kupferrecycling und wird dort zu einem recyclingfähigen zinkhaltigen Staub (KRS-Oxid) angereichert.