Dialog Spurenstoffe 2022-2025
Zur Zeit läuft am Spurenstoffzentrum im Rahmen eines Forschungsprojekts ein Stakeholderdialog zu freiwilligen und herstellerverantwortlichen Minderungsmaßnahmen für Spurenstoffe in Gewässern.
Zur Zeit läuft am Spurenstoffzentrum im Rahmen eines Forschungsprojekts ein Stakeholderdialog zu freiwilligen und herstellerverantwortlichen Minderungsmaßnahmen für Spurenstoffe in Gewässern.
Flüsse bilden ökologisch wichtige, oberirdische Süßwasseradern. Da sie vielfältigen Nutzungen ausgesetzt sind, schwankt die hygienische Wasserqualität stark. Das BMBF-geförderte Projekt FLUSSHYGIENE hatte es sich zur Hauptaufgabe gemacht, ein besseres Verständnis über die Dynamik mikrobiologisch relevanter Einträge in Fließgewässern zu gewinnen.
Die Europäische Umweltagentur (EUA) hat im Mai einen Bericht zum Zustand der Europäischen Meeresgewässer veröffentlicht. Demnach werden 84 Prozent der überwachten Meeresgebiete wegen ihrer Schadstoffbelastung als Problemgebiete eingestuft. Der Bericht wurde vom Europäischen Themenzentrum Binnen-, Küsten- und Meeresgewässer mit der EUA erarbeitet.
Die Wasserqualität der Flüsse, der Meere und des Grundwassers in Europa ist bedroht. Schad- und Nährstoffe aus der Landwirtschaft, zu wenig Fläche für Flüsse, Plastikmüll in den Meeren und der Klimawandel belasten unsere Gewässer. Die Europäische Umweltagentur widmet sich in der neuen Ausgabe „Signale 2018“ nun den bestehenden Herausforderungen rund um das Schwerpunktthema Wasser.
Die Trinkwasserqualität ist in Deutschland in fast allen an das Umweltbundesamt gemeldeten Proben meist sehr gut: dass sowohl Mikroorganismen als auch Stoffe nur sehr selten im Trinkwasser in Konzentrationen gefunden werden, die Grenzwerte überschreiten, belegen die Daten zur Trinkwasserqualität.
Seen bieten mit Uferzonen, freien Wasserkörpern und Seeboden viel Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten. Nach den EU-Kriterien der Wasserrahmenrichtlinie waren 2021 24,7 % der deutschen Seen in einem „guten“ oder „sehr guten“ ökologischen Zustand. Das ökologische Gleichgewicht vieler Seen ist durch zu hohe Nährstoffeinträge, die Nutzung der Ufer und die Auswirkungen des Klimawandels bedroht.
Damit die Qualität unserer Gewässer stetig verbessert werden kann, braucht es eine umfassende Überwachung und Bewertung. Daten von mehr als 20.000 Messstellen zeigen die Zustände der Gewässer. Das Umweltbundesamt (UBA) informiert über ökologische Bewertungsgrundlagen, die chemische Bewertung sowie weitere Methoden und Verfahren. Das Ziel: eine zukunftssichere Gewässerbewertung.