Wie sauber sind Europas Flüsse und Meere?

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Unseren europäischen Gewässern wieder mehr Raum geben: die renaturierte Isar in München.
Quelle: Jeanette Völker / UBA

Die Wasserqualität der Flüsse, der Meere und des Grundwassers in Europa ist bedroht. Schad- und Nährstoffe aus der Landwirtschaft, zu wenig Fläche für Flüsse, Plastikmüll in den Meeren und der Klimawandel belasten unsere Gewässer. Die Europäische Umweltagentur widmet sich in der neuen Ausgabe „Signale 2018“ nun den bestehenden Herausforderungen rund um das Schwerpunktthema Wasser.

Für ein Großteil der Gewässer in Europa liegt ein guter Zustand noch in weiter Ferne. Derzeit sind rund 40 Prozent der Oberflächengewässer, wie Flüsse, Seen und Küstengewässer in einem guten ökologischen und 38 Prozent in einem guten chemischen Zustand. Eine Vielzahl von Maßnahmen sind deshalb notwendig: erhalten Flüsse beispielsweise wieder mehr Raum, werden zugleich mehr Lebensräume für Tiere und Pflanzen geschaffen und die Auswirkungen von Hochwassern verringert.

Weitere Analysen und Lösungsansätze werden in Signale 2018 aufgegriffen. Das Umweltbundesamt ist seit vielen Jahren enger Partner der Europäischen Umweltagentur und war auch beteiligt an ihrem Bericht über den Zustand der Europäischen Gewässer. Vor allem der Zustand der Gewässer und Meere in Deutschland sowie Maßnahmen zu deren Schutz ist ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt des Umweltbundesamtes. Weitere Informationen finden sich auch in den Broschüren Wasserwirtschaft in Deutschland und Gewässer in Deutschland des Umweltbundesamtes.

Der Schutz der europäischen Gewässer und Meere ist Aufgabe der Mitgliedsstaaten und wird in der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie und der Europäischen Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie rechtlich geregelt. Die Mitgliedstaaten sind dazu verpflichtet, dafür zu sorgen, dass Wasser und Meere wieder einen guten Zustand erreichen – als Lebensgrundlage für die im und am Wasser lebenden Pflanzen und Tiere und als wichtige Ressource für den Menschen.