Management von Binnenhochwasserrisiken im westlichen Ostfriesland (KLEVER-Risk)
Durch den Klimawandel werden sich in den Küstenniederungen Ostfrieslands neben Sturmfluten auch die Niederschlagsabflüsse aus dem Deichhinterland intensivieren, so dass die Binnenentwässerung vor große Herausforderungen gestellt wird. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von extremen Ereignissen, die zu Binnenhochwassersituationen führen können, wird künftig aller Voraussicht nach erheblich steigen. Soll das Hochwasserrisiko nicht in gleichem Maße zunehmen, müssen geeignete Maßnahmen des Risikomanagements konzipiert und umgesetzt werden, die zu einer Resilienzsteigerung der Küstenräume beitragen.
Das Projekt KLEVER-Risk hat sich dieser Fragestellung angenommen. In enger Zusammenarbeit mit den Kooperationspartner*innen wurden Konzept- und Maßnahmenvorschläge für eine Reduzierung des Binnenhochwasserrisikos unter Berücksichtigung künftiger klimatischer Veränderungen in den nordwestdeutschen Küstenniederungen entwickelt und die für die Umsetzung notwendigen Akteursnetzwerke gestärkt.
Am Beispiel der Gebiete der vier benachbarten Entwässerungsverbände Emden, Norden, Oldersum und Aurich wurden die Potenziale der unterschiedlichen Handlungsbereiche des Binnenhochwasserrisikomanagements untersucht, Defizite identifiziert und Konzepte für Verbesserungsmöglichkeiten entwickelt. Ein besonderer Fokus lag dabei auf verbandsübergreifenden Lösungsansätzen. Insgesamt wurden folgende Themenfelder betrachtet:
- Ertüchtigung von Pumpkapazitäten,
- Schaffung von Retentionskapazitäten,
- Anpassung verbandsübergreifender Entwässerungsinfrastrukturen,
- Aufstellung von Binnenhochwasser-Alarmplänen,
- Erstellung von Binnenhochwassergefahren- und -risikokarten,
- Umgang mit Binnenhochwasser- und Starkregengefahren in der Raumplanung,
- Stärkung der Binnenhochwasser- und Starkregen-Eigenvorsorge der Bevölkerung,
- Sensibilisierung der Öffentlichkeit für das Thema Binnenhochwasserrisikomanagement
Die wesentlichen Ergebnisse des Projektes wurden in einer umfangreichen Broschüre veröffentlicht.
Eckdaten zur Maßnahme
Measure carrier
Maßnahmenträger
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und Jade Hochschule https://www.uol.deKooperationspartner
Entwässerungsverband Emden, Entwässerungsverband Norden, Entwässerungsverband Oldersum/Ostfriesland, Entwässerungsverband Aurich, Landkreis Aurich, Stadt Emden, Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN)Duration and Financing
Beginn der Umsetzung
Dauer der Umsetzung
Das Projekt wurde im Zeitraum vom 01.12.2019 bis zum 30.04.2023 umgesetzt.Wie hoch waren die (geschätzten) Kosten für die Umsetzung?
300.000 €Mit welchen Mitteln wurde die Maßnahme finanziert?
BundErläuterung
Gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz im Rahmen des Förderprogrammes: Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel (DAS-Programm). Förderschwerpunkt 3: Kommunale Leuchtturmvorhaben sowie Aufbau von lokalen und regionalen Kooperationen.Beteiligung
Welche Formen der Beteiligung fanden statt?
- Aufbau von Netzwerken
Erfolge
Erläuterung
Keine.Hindernisse
Konflikte
Wirkt sich die Maßnahme negativ auf andere Bereiche aus?
- Nein
Ansprechperson
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Dr.-Ing. Peter Schaal
Deutschland
Ort der Umsetzung
Ammerländer Heerstraße 114-118
26129 Oldenburg
Deutschland