#UBAgrüneWoche
Die Förderung pflanzlicher Ernährung durch eine Mehrwertsteuerbefreiung für pflanzliche Grundnahrungsmittel oder weniger Lebensmittelverschwendung – anlässlich der Agrarmesse „Grüne Woche“ hat das UBA Maßnahmenvorschläge und Informationen zusammengestellt, um Landwirtschaft und Ernährung umweltfreundlicher zu gestalten.
Das UBA schlägt vor, die Mehrwertsteuer auf pflanzliche Grundnahrungsmittel – Obst, Gemüse, Getreideerzeugnisse und pflanzliche Öle – von 7 Prozent auf 0 Prozent zu senken. Das würde die privaten Haushalte um vier Milliarden Euro entlasten; und es würde natürlich insbesondere Rentner*innen und Leute mit geringem Einkommen entlasten. Eine pflanzliche Ernährung ist ebenso gesund und klimaverträglich.
Im Schnitt wirft jede*r Bundesbürger*in pro Jahr rund 78 Kilogramm Lebensmittel weg. Hinzu kommen Lebensmittel, die bereits in der Landwirtschaft oder vom Handel entsorgt werden, da sie beispielsweise optischen Vorgaben nicht entsprechen.
Mehr Infos und Tipps, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden
Wann immer möglich, sollte jede*r auf Mehrweg setzen! Allein in Deutschland werden durch den Konsum von 2,8 Milliarden Heißgetränken in Einwegbechern – davon ca. 1,1 - 1,2 Milliarden im to-go-Bereich – pro Jahr ca. 28.000 Tonnen Abfälle erzeugt.
Laut Wissenschaftler*innen gelangen aufgrund der hohen kosmetischen Anforderungen an Obst und Gemüse europaweit zwischen vier und 37 Prozent der Ernte nicht in den Handel. Natürlicheres Obst und Gemüse benötigt einen geringeren Ressourceneinsatz bei der Produktion und es werden Lebensmittelverluste verringert.
Die Landwirtschaft braucht eine intakte Umwelt, um gute Erträge hervorzubringen. Gleichzeitig nimmt sie selbst großen Einfluss auf natürliche Ressourcen wie unsere Böden. Welche Auswirkungen hat die Landwirtschaft auf die Umwelt? Wie können wir von uns im Alltag zu einer umweltschonenderen Landnutzung beitragen? Mehr zu diesen Themen im multimedialen UBA-Umweltatlas.