Der Buchsbaumblattfloh (Psylla buxi) verursacht zwar in der Regel keine Totalausfälle, kann Buchspflanzen aber schwächen und so für andere Schaderreger anfälliger machen. Grundsätzlich hat der Buchsbaumblattfloh viele tierische Gegenspieler, zum Beispiel Florfliegen, Raubwanzen und Spinnen. Wer auf Pflanzenschutzmittel im Garten verzichtet, sorgt dafür, dass sich natürliche Gegenspieler wohlfühlen und ein massiver Befall mit dem Buchsbaumblattfloh gar nicht erst auftritt. Besonders im April und Mai sollten Sie kontrollieren, ob sich an den jungen Buchsblättern und Triebspitzen kleine, an weiße Wattebäusche erinnernde Gebilde befinden. Dies sind Wachsfäden, unter denen sich die grünbraunen Larven des Buchsbaumblattflohs verstecken. Auch löffelförmig verbogene Blätter weisen auf einen Befall hin: Die Buchsbaumblattflöhe und ihre Larven saugen nicht nur den süßen Pflanzensaft, sondern geben auch Stoffe in die Blätter ab, die für die löffelartigen Verkrüppelungen sorgen. Denn diese sind aus Blattflohsicht sehr praktisch, dienen sie doch gleichermaßen als Versteck und Sonnenschutz. Aus diesem Grund muss bei Behandlungen mit Spritzmitteln besonders sorgfältig vorgegangen werden, um die Tiere sicher zu benetzen. Relativ empfehlenswert sind zu diesem Zweck Präparate auf Basis von Rapsöl. Sie verkleben zwar die Atemöffnungen aller – auch nützlicher – Insekten, die von dem Spritzmittel bedeckt werden, sind jedoch ungefährlich für Nützlinge, die sich nach dem Spritzen auf den Pflanzen niederlassen und deutlich umweltverträglicher als die meisten chemischen Wirkstoffe. Achten Sie darauf, den Buchsbaum innen und außen gründlich zu benetzen und wenden Sie die Präparate abends an, da starke Sonneneinstrahlung unmittelbar nach dem Spritzen Sonnenbrand an den Blättern verursachen kann. Spritzen mit Insektiziden sollte man jedoch nur bei starkem Befall in Erwägung ziehen, wenn sich auf den Ausscheidungen der Insekten schon breitflächig Rußpilze ausbreiten – also schwarze Pilzrasen, welche die Photosyntheseleistung der Pflanzen reduzieren. Wird ein Befall mit dem Buchsbaumblattfloh durch regelmäßige Kontrollen früh erkannt, ist Spritzen gänzlich überflüssig: Sie können befallene Triebspitzen einfach abschneiden und über den Haus- oder Biomüll entsorgen. Kürzen Sie den Buchs dann sicherheitshalber auch noch einmal im Herbst um etwa fünf Zentimeter ein, auf diese Weise entfernen Sie etwaige Eigelege des Buchsbaumblattflohs.