Als Nervengift steht unter anderem Quecksilber auf der Fahndungsliste der Umwelt-Surveys. Im Altertum galt das Schwermetall noch als Heilmittel. Inzwischen ist bekannt, dass es bei Zimmertemperatur giftige Dämpfe abgibt. Atmet man Quecksilberdampf ein, können die Teilchen im Körper die Funktion des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin oder von Enzymen einschränken. Im Alltag begegnet uns der Dampf beispielweise, wenn Energiesparlampen zerbrechen. Das meiste Quecksilber nehmen wir allerdings nicht über den Dampf, sondern beim Essen von vor allem größeren Fischen auf. Sie enthalten organisches Quecksilber (Methylquecksilber), das im Körper nur sehr langsam abgebaut wird und sich so in Organen oder im Nervensystem anreichert. Im EU-Vergleich liegt die Quecksilberbelastung in Deutschland unter dem Durchschnitt, zeigt die EU-Studie DEMOCOPHES, in deren Rahmen Ende 2011 gut 1800 Mütter mit ihren Kindern untersucht wurden.