Erklärfilm: Alte Arzneimittel – ein Fall für die Tonne
Medikamente gelangen auf verschiedenen Wegen in die Umwelt und können Organismen und Ökosysteme belasten. Deshalb ist es wichtig, abgelaufene Arzneimittel umweltgerecht zu entsorgen.
Chemikalien gehören zu den am stärksten regulierten Bereichen im Umweltschutz. Gleichwohl besteht immer noch Handlungsbedarf: Chronische Gesundheitsschäden durch Chemikalien in Innenraumluft, Gebrauchsgegenständen oder Nahrungsmitteln bleiben ein Thema. Pflanzenschutzmittel treffen nicht nur „Schadorganismen“ sondern auch viele Nützlinge. Biozide belasten die Gewässer. Arzneimittelrückstände in Böden und Wasser sind ein Risiko für die dort lebenden Organismen. Hormonelle Wirkungen von Stoffen beeinflussen die Fortpflanzungsfähigkeit von Pflanzen und Tieren. Und schließlich wirken die Stoffe nicht einzeln, sondern als Gemische auf die Umwelt – häufig addiert sich ihre Wirkung. Einige Schritte sind getan, aber der Weg zur Nachhaltigkeit in der Chemie ist noch weit.
Medikamente gelangen auf verschiedenen Wegen in die Umwelt und können Organismen und Ökosysteme belasten. Deshalb ist es wichtig, abgelaufene Arzneimittel umweltgerecht zu entsorgen.
REACH als zahnloser Tiger – so zumindest bezeichnet der Deutschlandfunk die Europäische Chemikalienverordnung in der Sendung „Forschung aktuell“ am 03.11.2015. Insbesondere werden Verzögerungen bei der Umsetzung bemängelt - Kritikpunkt ist die fehlende Umsetzung der ECHA-Empfehlungen für zulassungspflichtige Stoffe.
In Deutschland ist seit 1995 ein deutlicher Rückgang der Quecksilberbelastung bei jungen Erwachsenen zu beobachten. Ein kürzlich abgeschlossenes Forschungsprojekt zeigt allerdings auch, dass die Quecksilberbelastung bei jungen Erwachsenen in Ostdeutschland um etwa 40 Prozent höher ist, als bei ihren Altersgenossen in Westdeutschland.
Für die Aktualisierung der Ersten Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Bundes-Immissionsschutzgesetz (Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft – TA Luft) vom 24. Juli 2002 hat das Umweltbundesamt ein Gutachten machen lassen.
Biozidhaltige Anstriche sollen Boote frei von Muscheln und Algen halten. Doch ausgewaschene Wirkstoffe können Wasserorganismen schaden. Um in Zulassungsverfahren die Umweltrisiken solcher Produkte richtig einschätzen zu können, hat das UBA Grundlagendaten zum Freizeitbootbestand in Deutschland erhoben und Wasserproben untersucht.
Wie gelangen Arzneimittel in die Umwelt? Können Arzneimittelrückstände in Gewässern und Böden Pflanzen, Tiere oder sogar die menschliche Gesundheit gefährden? Was wird dagegen getan und was kann ich selbst tun? – Diese und andere Fragen zum Thema „Arzneimittel in der Umwelt“ beleuchtet das Hintergrundpapier des Umweltbundesamtes, welches jetzt auch in englischer Sprache verfügbar ist.
Strandspielzeug und Badeartikel können gefährliche Chemikalien enthalten
Mehr als die Hälfte der Registrierungsdossiers unter der Europäischen Chemikalienverordnung REACH erfüllt mindestens eine der sieben überprüften Datenanforderungen nicht. Dazu zählen beispielsweise Informationen zu erbgutverändernden Effekten. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) durchführte.
Eine UBA-Fachtagung im Juni 2015 zeigte: Kommunen können oft ganz auf Pestizide verzichten, ohne ihre Unterhaltsverpflichtungen zu vernachlässigen. Vorträge und Ergebnisprotokolle der Workshops stehen nun zum Herunterladen bereit.
Chemikalien in Outdoor-Textilien können Umwelt und Gesundheit belasten – wie Sie ihnen auf die Spur kommen
Damit Biozidprodukte Mensch und Umwelt nicht schaden, kommt es darauf an, sie sinnvoll einzusetzen. Wie das erreicht werden kann, hat das UBA untersuchen lassen.
Abfälle sollen recycelt werden. Das ist ein Gebot des Umweltschutzes. Kontraproduktiv wird es jedoch, wenn Schadstoffe aus belasteten Abfällen im Recycling-Produkt erneut in den Umlauf geraten. Ein UBA-Gutachten untersuchte, wie dies für fünf persistente organische Schadstoffe (kurz POP für „persistent organic pollutants“) vermieden werden kann.