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Reiseführer

Ein Mann und eine Frau sehen sich verschiedene Bodenschichten in freier Natur an
Quelle: S.Schröder

Unser Bodenreiseführer lädt Sie ein, spannende Ausflüge zu unternehmen. Zahlreiche über Deutschland verteilte Erlebnispfade, Museen, Profilausstellungen und Kunstobjekte sind lohnende Reiseziele zum Abtauchen in das Universum Boden. Lassen Sie sich faszinieren von einzigarten Bodenprofilen und Stationen, die Geschichten über Kultur, Natur sowie Land und Leute erzählen.

Wir haben den Reiseführer „Die Böden Deutschlands“ für das Internationale Jahr der Böden redaktionell überarbeitet und werden die stetig steigende Zahl an Reisezielen weiter aktualisieren.

Für die Wanderungen und Erlebnispfade gelten drei Schwierigkeitsgrade:

  • Schwierigkeitsgrad 1: befestigter Weg oder Schotterweg; kaum Steigungen
  • Schwierigkeitsgrad 2: unbefestigter Weg oder Trampelpfad; leichte Steigungen
  • Schwierigkeitsgrad 3: schwer begehbarer Weg; deutliche Steigungen

Redaktionelle Hinweise zu Reisezielen mit Bezug zum Boden nehmen wir gerne entgegen.

Viel Vergnügen! 

Reiseführer Boden

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Eigenschaften

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Erlebnispfade

Bodenerlebnispfad Oberrot

Boden findet man überall unter den Füßen. Bei Regenwetter auch noch zu Hause an den Schuhen. Der Boden am Schuhabsatz kann von grauer, brauner, gelber oder rötlicher Farbe sein. Er kann krümeln oder kleben, nach Wald riechen oder nach Moder. Doch was genau ist Boden? Wie schaut es unter uns aus? Wie ist er entstanden und wer lebt in der Tiefe? Der Bodenerlebnispfad Oberrot bietet die Möglichkeit, Boden mit allen Sinne zu begegnen!  14 Stationen landen zum Bodenerleben ein und geben auf anschauliche Weise Antworten auf Fragen rund um den Boden.! Start und Ziel des 4,7 km langen Rundeweges ist der Oberroter Waldspielplatz mit Feuerstelle. Von dort aus führen befestigte Wege durch die abwechslungsreiche Waldlandschaft des Naturparkes "Schwäbisch-Fränkischer Wald".
Erlebnispfade

Grindenpfad im Schwarzwald

Unterwegs auf dem Grindenpfad Start und Ziel des Grindenpfades ist das Berghotel Mummelsee. Der Beginn der Tour ist oberhalb des Hotels am Teersträßlein. Diese leichte Tour auf den höchsten Berg des Mittel- und Nordschwarzwaldes ist mit 11 sehr interessanten und teilweise interaktiven Informationstafeln beschildert. Auf dem „Grindenpfad“ erhalten die Besucher viele Informationen, u.a. über die Entstehung des einzigartigen Hochmoorgebietes, die Tier- und Pflanzenwelt sowie über das besondere Klima. Mit ihren 1.164 m bietet die Hornisgrinde herrliche Ausblicke über den gesamten Schwarzwald, ins schöne Rheintal und zu den Vogesen. Bei klarer Sicht sieht man mit bloßem Auge nicht nur das Straßburger Münster sondern auch die Alpen. Ein besonderes Erlebnis ist die Besteigung des Hornisgrinde-Aussichtsturmes. Geeignet auch für Familien mit Kinderwagen. Einkehrmöglichkeiten im Berghotel Mummelsee und in der Grinde-Hütte. Länge: 5 kmHöhenmeter: 136 mStart: 1.036 m ü.MHöchster Punkt: 1.164 m ü.M.Parkmöglichkeit beim Mummelsee. Dort ist auch ein ÖPNV-Haltepunkt.  
Erlebnispfade

Bodenerlebnispfad „Unter Uns“

Vom Zechenstandort zum Biomassepark - Boden spielerisch erleben Der Bodenerlebnispfad „Unter Uns“ im Biomassepark Hugo steht ganz unter dem Motto „Stadtböden“. Er ist unmittelbar mit dem Biomassepark und seinen Böden verbunden, denn tatsächlich wurden im Rahmen der Altlastensanierung und der anschließenden Flächenaufbereitung mehr als 600.000 m³ „Stadt“-Böden bewegt. Direkt hinter dem Eingangstor befindet sich „Hugo’s Würfel“ an dem sich Besucherinnen und Besucher zu Beginn der Wanderung anschaulich über den Wandel des ehemaligen Zechengeländes informieren können. Von hier aus geht es über den leicht ansteigenden Hauptweg etwa 200 m nach Süden und biegt dann nach rechts vor dem „Bodencontainer“ zu den Bodenstationen ab, die an den Ecken einer quadratischen Fläche angeordnet sind. Der Zugang erfolgt zentral über den Wegeanschluss. In der Mitte wurde eine „Lehmkuhle“ angelegt, in der Kinder hautnah mit Boden spielen dürfen und sollen. Man beginnt an der ersten Infotafel, wird eingeladen  „Fühlen Sie und Hören Sie, was sich unter Ihren Sohlen befindet und betreten Sie die Substratwelt!“ und folgt dann dem 70 Meter langen Weg als Rundkurs. Die unterschiedlichen Substrate werden in gut 5 Meter langen Feldern, die den Weg bilden, dargestellt. Den drei verbleibenden Ecken sind die weiteren Stationen des Bodenpfads zugeordnet: Bodenwaage, Boden lebt, Böden suchen und das Bodenfenster. Der Bodenpfad ist dem ehemaligen Schacht 8 benachbart, von dem aktuell die Schachtabdeckung im gasdurchlässigen Kiesbett zu sehen ist. Quasi als Wahrzeichen der Fläche ist weithin die Silhouette des Schachtes Hugo 2 zu sehen, der von Ehrenamtlichen des Schachtvereins unterhalten wird und nach der Wanderung zu einem Besuch einlädt (bei schönem Wetter sonntags geöffnet). Der Biomassepark Hugo entstand auf dem Gelände der ehemaligen Zeche und Kokerei Hugo 2/5/8 in Gelsenkirchen-Buer durch die RAG MI als erste großflächige Kurzumtriebsplantage in einem europäischen Ballungsraum auf einer ehemals bergbaulich genutzten Fläche in der Metropole Ruhr. Hier werden schnellwachsende Baum- und Straucharten, die in Abständen von einigen Jahren „im Kurzumtrieb“ zur Produktion von Biomasse abgeerntet werden, gepflanzt. So wird die Biomasse – quasi als Ersatz für die Steinkohle – zur Energiegewinnung genutzt. Der östliche Teil dieses Parks steht Bürgern, Kindergärten und Schulen als Lern-, Spiel- und Erholungsort zur Verfügung. Neben den Bodenstationen bietet der Umwelt-Info-Pfad weitere Stationen zu Umweltthemen, die durch bunt gestaltete Seecontainer gekennzeichnet sind und gleichzeitig als Ausstellungs- und Schulungsräume dienen. Des Weiteren bietet die Bergehalde Rungenberg mit ihren „Lichtzeichen“ einen herrlichen Rundumblick über das nördliche Ruhrgebiet.
Bodenstationen

Geopunkt „Bodenstele“ – Heidelberg-Ziegelhausen (Büchsenacker)

Boden – diese oft verkannte, vergleichsweise dünne Schicht zwischen Gesteinsuntergrund und Erdoberfläche – hat es in sich: Ohne unsere Böden, auf denen das wächst, was wir essen, könnten wir nicht überleben. Gleichzeitig wimmelt es im Boden selbst von Lebewesen – vom Wurm bis zum Bakterium sorgen sie dafür, dass der Pflanzenabfall in fruchtbaren Humus umgewandelt wird, den die Pflanzen für ihr Wachstum brauchen. Auf diese, für das Leben auf der Erde so wichtige Funktion des Bodens weist ein besonderer Geopunkt hin, den die Stadt Heidelberg, das Regierungspräsidium Karlsruhe und der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald gemeinsam errichtet haben. Die Bodenstele in Heidelberg-Ziegelhausen (Standort Büchsenacker, oberhalb des Stifts Neuburg) zeigt in einem Kubus zwei für Heidelberg typischen Bodenarten – hervorgegangen aus zwei unterschiedlichen Ausgangsgesteinen (Granit und Sandstein). Insgesamt 4 Infotafeln halten Wissenswertes über die Geologie von Heidelberg sowie über die Funktion und Bedeutung des Bodens bereit – und erklären dem Betrachter die Original-Bodenprofile, die in unmittelbarer Nähe des Standortes entnommen und anschließend aufwendig konserviert worden sind. Gucklöcher im unteren Bereich des Kubus erlauben großen und kleinen Besuchern einen Blick ins Innere des Bodens auf die Lebewesen, die im Verborgenen unter unseren Füßen dafür sorgen, dass aus Pflanzenresten fruchtbarer Boden wird. Die Botschaft ist eindrücklich: um einen ausgereiften Boden zu entwickeln, braucht es 10000 Jahre – ihn leichtfertig zu zerstören, oft nur Minuten. In diesem Sinne ist die Bodenstele, deren Umsetzung vom Regierungspräsidium Karlsruhe finanziert und von der Stadt Heidelberg maßgeblich unterstützt wurde, nicht nur ein Ort der Information und des Verweilens mit Blick auf das schöne Neckartal und die Heidelberger Altstadt, sondern auch ein Anlass zum Nachdenken über unseren sorgsamen Umgang mit der Natur. Zu der Bodenstele werden im Rahmen des Heidelberger Umweltbildungsprogramms „Natürlich Heidelberg“ Führungen angeboten, die das Thema Boden aufgreifen und im Umgebungsbereich anschaulich präsentieren.  
Erlebnispfade

Bodenerlebnispfad Langenberg

Der Bodenerlebnispfad im Langenberger Forst, eingebettet in den Waldlehrpfad an den Fischteichen und nicht weit vom historischen Ochsenweg entfernt, rückt den Waldboden in den Fokus der Öffentlichkeit. Seine Bedeutung als Lebensraum ist unermesslich: In 0,3 Kubikmeter Waldboden leben 2,5 Billionen  Lebewesen, davon etwa 1,2 Millionen Tiere. Er speichert und reinigt Wasser, ist Nährstofflieferant, entscheidender Standortfaktor für den Wald und wichtiger Kohlenstoffspeicher in Bezug auf das Klima. Auf dem Bodenerlebnispfad wird gezeigt, wie einst durch bodenverbessernde Maßnahmen der Langenberger Forst als Produkt erfolgreicher Kultivierungsmaßnahmen hervorging. Mit Hilfe einer Pumpe kann Wasser aus dem Waldboden gepumpt werden.  Während an einer Station die Besucher die Perspektiven wechseln können oder auch einfach einen entspannten Blick in die Baumkronen werfen, wechseln an einer anderen Station die Bäume die Perspektive und die Baumwurzeln schauen gen Himmel.Mit allen Sinnen erleben die Besucher hier den weichen Waldboden und seinen frischen Duft und erfahren Einiges über das Zusammenspiel von Boden und Wald.  Weitere Informationen finden Sie hier.  
Ausstellungen, Führungen, Umweltbildungszentren

GEO-Zentrum an der KTB (Kontinentalen Tiefbohrung)

Geowissenschaftler bohrten in Windischeschenbach 9.101 m tief in die Erdkruste – das tiefste Loch der Welt in hartem kristallinem Gestein. An dieser weltbekannten Lokation entstand seit 1998 die Umweltstation GEO-Zentrum an der kontinentalen Tiefbohrung KTB als Informations- und Begegnungsstätte für Wissenschaft, Schule und Öffentlichkeit. Es ist die einzige Umweltstation, die sich der Erde als zentralem Thema widmet. Die Umweltstation bietet für ihre Besucher einen Einführungsfilm ‚Expedition Erde‘, die Dauerausstellung ‚System Erde‘, den 85 m hohen Bohrturm und das Bohrprobenarchiv der kontinentalen Tiefbohrung, die Photovoltaikhalle zu den Themen Bohren und Energie, Tagungsmöglichkeiten bis 60 Personen, sowie ein GEO-Labor zum geowissenschaftlichen Experimentieren für Schulklassen und andere Gruppen. Die Lernmodule sind auf die Lehrpläne der bayerischen Schularten abgestimmt und regen an, die Plattentektonik, den Vulkanismus, die Gesteine sowie die Böden zu erforschen. Lassen Sie sich von den Forschungsergebnissen der Geowissenschaftler zum Staunen bringen und zum Nachdenken über unseren Planeten anregen. Wir zeigen Ihnen, wie spannend und für unser tägliches Leben bedeutend das komplexe System Erde ist. Erleben, staunen und lernen Sie. Die Erde unter unseren Füßen hat viel zu bieten! Weitere Informationen finden sich auf der Webseite der Umweltstation GEO-Zentrum an der KTB .
Profilsammlungen

Bodenprofilausstellung des LfU - Dienststelle Marktredwitz

Der Geologische Dienst des Landesamtes für Umwelt (LfU) präsentiert in der Dienststelle Marktredwitz eine Ausstellung mit ca. 100 sehenswerten Bodenprofilen der unterschiedlichen bayerischen Bodenlandschaften. Dazu zählt auch eine Darstellung, wie Böden entstehen und welche Prozesse daran beteiligt sind. Die Ausstellungsstücke sind Teil der LfU-Bodenprofilsammlung . Die Ausstellung macht die Vielfalt und Faszination des Lebensraumes Boden erfahrbar und schärft das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit der endlichen Ressource Boden. Eine Besichtigung und erläuternde Führung kann nach vorheriger Absprache innerhalb der üblichen Geschäftszeiten erfolgen. Die Gruppengröße sollte 10 Personen nicht überschreiten. Ansprechpartner sind:Dr. Helmwart Förster: 09231/9511921, E-Mail: helmwart.foerster@lfu.bayern.deChristin Bremer: 09281/18004789, E-Mail: christin.bremer@lfu.bayern.deDr. Walter Martin: 0821/90711316, E-Mail: walter.martin@lfu.bayern.de  
Bodenstationen

Bodenstation Alzenau-Michelbach (Unterfranken)

Im Rahmen des Projektes Boden & Wein in Unterfranken sind in der Region von A wie Aschaffenburg bis Z wie Zeil am Main zehn Bodenstationen verteilt, die insbesondere die Beschaffenheit und die Nutzbringung des jeweiligen Untergrundes veranschaulichen. Das Bodenprofil an der Station Alzenau-Michaelbach befindet sich am Kulturwanderweg im denkmalgeschützten Weinberg Apostelgarten. Etwa nach einem Kilometer zu Fuß, auf einem steilen, nicht barrierefreien Schottweg, in Richtung Wald (Osten) erreicht der Wanderer die Bodenstation mitten im Weinberg. Das Profil besteht aus dunkelviolett gefärbten, lehmig verwitterten Ausgangsgestein, das ein hohes Nährstoffangebot garantiert, sich leicht erwärmt und das Wasser durch den hohen Steinanteil im Untergrund rasch abführt. Alles optimale Voraussetzungen für den Anbau von spätreifenden Rebsorten. Mit ihren breiten Steinriegeln, den Trockenmauern und zum Teil geschachtelten Terrassen entsteht ein lagespezifisches Kleinklima, das Weißweinen ideale Wuchs- und Reifebedingungen bietet. Weitere Informationen finden Sie hier.
Bodenstationen

Bodenstation Bürgstadt (Unterfranken)

Im Rahmen des Projektes Boden & Wein in Unterfranken sind in der Region von A wie Aschaffenburg bis Z wie Zeil am Main zehn Bodenstationen verteilt, die insbesondere die Beschaffenheit und die Nutzbringung des jeweiligen Untergrundes veranschaulichen. Die Bodenstation in Bürgstadt gehört zur Region Centgrafenberg nördlich von Miltenberg. Direkt am Weinbergweg liegend, ist sie gut zugänglich. Der Wanderer gelangt auf einem kurzen barrierefrei angelegten Weg durch weinselige Landschaft zur Station. Dort werden anhand einer Schautafeln und eines Profils die Merkmale eines Bodens aufzeigt, der etwas ganz Besonderes sein muss: Auf dem fast ausschließlich nach Süden ausgerichteten Hangrücken gedeihen seit mehr als 800 Jahren hoch geschätzte Rotweine. Neben der Leitsorte Blauer Spätburgunder gehören heute Frühburgunder, Blauer Portugieser, Domina, Regent, Dornfelder, Schwarzriesling und St. Laurent zur Rotweinpalette in Bürgstadt. Weitere Informationen finden Sie hier.  
Bodenstationen

Bodenstation Hallburg (Unterfranken)

Im Rahmen des Projektes Boden & Wein in Unterfranken sind in der Region von A wie Aschaffenburg bis Z wie Zeil am Main zehn Bodenstationen verteilt, die insbesondere die Beschaffenheit und die Nutzbringung des jeweiligen Untergrundes veranschaulichen. Direkt in der Mainschleife von Volkach, auf dem Weingut des Grafen von Schönborn in der Lage „Hallburger Schlossberg“, steht die überdachte Bodenstation. Der Weg zur Station ist nur bedingt barrierefrei, 50 Meter etwa verlaufen über einen Feldweg. Der Weinberg liegt in einem nach Süden geneigten Hang, der so eine optimale Sonneneinwirkung erhält. Die Lage ist windgeschützt und zusätzlich durch den wärmenden Einfluss einer alten Mauer behütet. Die Reben reifen daher unter fast mediterranen Bedingungen. Geologisch handelt es sich um Sedimentgesteine des Unteren Keupers, aus dem sich ein kalkhaltiger, nährstoffreicher Bodentyp entwickelt hat. Die anspruchsvolle Rebsorte Riesling hat hier seit Generationen einen optimalen Standort, da der nährstoffreiche, wasserspeichernde Keuperboden dem Riesling in Verbindung mit den perfekten Reifebedingungen charaktervolle Mineralität verleiht. Weitere Informationen finden Sie hier.
Bodenstationen

Bodenstation Handthal (Unterfranken)

Im Rahmen des Projektes Boden & Wein in Unterfranken sind in der Region von A wie Aschaffenburg bis Z wie Zeil am Main zehn Bodenstationen verteilt, die insbesondere die Beschaffenheit und die Nutzbringung des jeweiligen Untergrundes veranschaulichen. Etwa 6 km südöstlich von Gerolzhofen, zwischen Oberschwarzach und Handthal, findet man auf dem Wanderweg nach Kammerforst, rechts die Bodenstation. Sie liegt im Alten Weinberg des Weingutes Baumann in der Lage „Oberschwarzacher Herrenberg“. Es muss darauf hingewiesen werden, dass der Weg zur Bodenstation nur teilweise barrierefrei ist und etwa 20 Meter über eine Wiese führt. Auf dem Weinberg werden auf 0,16 ha alte Reben im gemischten Satz gezogen: Die Sortenzusammensetzung umfasst Silvaner, Müller-Thurgau, Traminer, Weißen und Roten Elbling. Die gute Nährstoffversorgung aus dem tonreichen Boden (Pelosole, entwickelt aus Gipskeuper) verleiht den Weinen Fülle, Stoffigkeit und Mineralität. Die Rebenhaltung erfolgt umweltschonend und ökologisch. Daher blühen viele Kräuter zwischen den Stöcken, wie z. B. der Weinbergslauch. Weitere Informationen finden Sie hier.
Bodenstationen

Bodenstation Homburg (Unterfranken)

Im Rahmen des Projektes Boden & Wein in Unterfranken sind in der Region von A wie Aschaffenburg bis Z wie Zeil am Main zehn Bodenstationen verteilt, die insbesondere die Beschaffenheit und die Nutzbringung des jeweiligen Untergrundes veranschaulichen. Ein Hinweisschild in Homburg, kurz vor Ortsende, zeigt zu dieser Bodenstation, die gut zugänglich an einem barrierefreien Weinwanderweg (Wegmarkierung Winzermännle), zwischen dem Naturschutzgebiet und dem Weinort Homburg am Main, liegt. Sie beschreibt die Besonderheiten des Bodens: eine Rendzina aus schluffiger Verwitterung des Unteren Muschelkalks (Wellenkalk). Das Bodenprofil befindet sich somit in einer der bekanntesten und prominentesten Weinberglagen Frankens, dem Homburger Kallmuth. Der Steilhang, an dem seit über 900 Jahren Weinbaugeschichte geschrieben wird, ist komplett mit Trockenmauern terrassiert. Durch die Hangausrichtung und die steilen Terrassen entsteht ein für den Weinbau ideales Klima, das gerade für spätreifende Rebsorten wie Silvaner oder Spätburgunder außerordentlich geeignet ist. Die hier angebauten Reben bilden gut strukturierte Weine mit kräftigen und würzigen Aromen. Entlang des weiteren Verlaufes des insgesamt etwa acht Kilometer langen Weinwanderweges stehen mehrere Informationstafeln zum Thema Weinbau. Der abwechslungsreiche Weg kann laut Tourenbeschreibung in zweieinhalb Stunden bewältigt werden. Weitere Informationen finden Sie hier.
Kurzlink: www.umweltbundesamt.de/n305645de