Rost an Fuchsien macht sich als Erstes an den unteren Blättern breit, wo er eingetrocknete, von einem violettschwarzen Saum eingerahmte Flecken hinterlässt. Wendet man die Blätter, stößt man auf braune Sporenlager. Kranke Blätter fallen ab, sodass manche Fuchsie in feuchten Sommern bald nahezu kahl dasteht. Wählen Sie daher am besten sehr widerstandsfähige Sorten wie 'Elisabeth', 'Flying Cloud', 'Gruß aus dem Bodethal', 'Harry Gray', 'La Campanella' oder 'Marin Glow'.
Beim Fuchsienrost handelt es sich genaugenommen um zwei unterschiedliche Pilzarten, die beide auch Nachtkerzen (Oenothera), Weidenröschen (Epilobium) und Atlasblumen (Godetia) befallen.
Dem einen Erreger namens Tranzschelia pruni-spinosae dienen Pflaumen- und Zwetschenbäume als Nebenwirt, weshalb er auch als Pflaumenrost bezeichnet wird. In starken Befallsjahren kann er für erheblichen Blattfall und dadurch bedingt auch für Ernteeinbußen sorgen. In der Regel tritt er jedoch nur gelegentlich auf und richtet keine übermäßigen Schäden an. Besonders gefährdet sind die Sorten 'Auerbacher', 'Cacaks Fruchtbare', 'Ersinger', 'Hauszwetsche', 'Katinka', 'Ruth Gerstetter', 'Sanctus Hubertus', 'Stanley' und 'Valjevka'. Als widerstandsfähiger haben sich bislang die Sorten 'Anna Späth' und 'Bühler' erwiesen. Selten sind auch Aprikosen, Mirabellen, Pfirsiche und Schlehen vom Pflaumenrost betroffen. Als Zwischenwirt wechselt der Pilz gerne auf Anemonen, er ist jedoch nicht zwingend auf sie angewiesen.
Der andere Erreger, Puccineastrum epilobii, nutzt Weißtannen als Nebenwirt, dort tritt er als Weißtannensäulenrost auf. Im Normalfall hält sich der dadurch bedingte Nadelfall jedoch in tolerierbaren Grenzen.
Je mehr Pflanzen, die als Wirte und Nebenwirte dienen, sich in einem Garten befinden und je enger sie beieinander stehen, desto höher ist die Gefahr einer Infektion. Maßnahmen zur Vorbeugung von Rostpilzen zu ergreifen, ist daher besonders wichtig, hierzu zählen neben der Sortenwahl, vor allem eine gute Durchlüftung der Pflanzen. Sinnvoll ist es auch, die Nebenwirte aus dem Garten zu entfernen, insbesondere falls die Rostkrankheiten regelmäßig auftreten und größeren Schaden verursachen.