Augen auf beim Möbelkauf
Emissionsarme und nachhaltig hergestellte Möbel schützen die Gesundheit und schonen die Umwelt – Labels wie der Blaue Engel bieten Orientierung.
Die derzeitige Wirtschaftsweise untergräbt die Fundamente unseres Wohlstands, denn sie zerstört die natürlichen Grundlagen des Wirtschaftens. Ressourcenübernutzung und Klimawandel sind prominente Beispiele. Green Economy, nachhaltige Produktion und nachhaltiger Konsum lauten daher die übergeordneten Ziele im Themenfeld Wirtschaft und Konsum.
Emissionsarme und nachhaltig hergestellte Möbel schützen die Gesundheit und schonen die Umwelt – Labels wie der Blaue Engel bieten Orientierung.
Gute Beispiele nachhaltigen Handelns zeigen, dass Nachhaltigkeit funktioniert, ohne auf bessere Rahmenbedingungen zu warten und trotz aller Zwänge des Alltags möglich ist. Doch wie können gute Beispiele zum Mainstream gemacht werden und wie kann (Umwelt-) Politik dies unterstützen? Im Rahmen einer Konzeptstudie wurde dieses Forschungsfeld systematisch für die Ressortforschung erschlossen.
Seit 1945 ging der Dörentrup Quarz GmbH & Co. KG in Niedersachsen beim Waschen des abgebauten Quarzsandes etwa ein Viertel des Materials verloren. Trotz „Stand der Technik“ nicht wieder aus dem Waschwasser separierbar, wurde die Feinfraktion als Sandschlemme in einer alten Grube abgelagert. Das Umweltinnovationsprogramm half nun, gut 25 Prozent daraus zurückzugewinnen.
Ob Werbeprospekt, Buch oder Geschäftsbericht – wer Printprodukte in Auftrag gibt oder selbst herstellt, findet im neuen „Blauen Engel für Druckerzeugnisse“ einen Leitfaden für die umweltfreundliche Herstellung. Eine UBA-Broschüre stellt das Umweltzeichen vor.
Innenputze, die besonders emissionsarm sind, können künftig mit dem „Blauen Engel“ ausgezeichnet werden. Hersteller, deren Produkte die Kriterien des Umweltzeichens erfüllen, können sich ab sofort bewerben.
Eine umweltverträgliche Beschaffung hat doppelten Nutzen für die Umwelt und die öffentlichen Kassen. Gemäß einer Studie des Öko-Institut e.V. im Auftrag des Landes Berlin sind Einsparungen von 355.000 Tonnen CO2e und eine Kostenentlastung von 38 Mio. Euro im Jahr in Berlin möglich.
Umweltfreundliche Beschaffung lässt sich nur dann anhaltend und wirksam umsetzen, wenn sie im Denken und Handeln einer Institution fest verankert ist. Wie dies gelingen kann und welche rechtlichen Regelungen zu beachten sind, darauf geht das Hintergrundpapier Umweltfreundliche öffentliche Beschaffung des Umweltbundesamtes ein.
Ob Carsharing oder gemeinschaftliches Wohnen – Leihen, Tauschen oder gemeinsames Benutzen liegen im Trend. Und davon kann nicht nur der eigene Geldbeutel profitieren, sondern auch die Umwelt und der Arbeitsmarkt. Das zeigt eine neue Studie für das UBA.
Die reine Betrachtung des Angebotspreises greift bei Produkten, die Folgekosten verursachen, zu kurz. Ein neues Tool des Umweltbundesamtes hilft dabei, Lebenszykluskosten für Computer, Multifunktionsgeräte, Monitore, Rechenzentren, Bodenbeläge, Kühlschränke und Geschirrspülmaschinen umfassend zu berechnen.
In der neuen Förderperiode der EU Struktur- und Investitionsfonds (ESI-Fonds) für mehr Nachhaltigkeit vor Ort wird der EU-Kompass jetzt auch online angeboten. Kommunen können jetzt die Fördermöglichkeiten in einer Förderdatenbank recherchieren.
Wälzlager sorgen in der Industrie dafür, dass sich Räder oder Wellen drehen. Da große Wälzlager bei der Herstellung bisher nicht getestet werden können, werden sie mit erheblichen Sicherheitszuschlägen bei Materialeinsatz und Härtetiefe gefertigt. Das frisst unnötig viel Material und Strom. Dass es anders geht, soll nun ein Projekt des Umweltinnovationsprogramms (UIP) zeigen.
In Kläranlagen wird Wasser sauber. Im zurückbleibenden Schlamm jedoch konzentrieren sich die Schadstoffe. Deshalb soll er zukünftig nicht mehr als Dünger auf den Feldern landen. In einem Projekt des Umweltinnovationsprogramms (UIP) wird nun demonstriert, wie der Klärschlamm direkt wo er entsteht sinnvoll genutzt werden kann: im Klärwerk.