Mit der Pegellatte auf dem Rhein
Die „Aktion Pegellatte“ versucht alle Anrainer des Rheines für ein gemeinsames Handeln gegen Hochwasser zu sensibilisieren, um die Hochwassergefahr zu reduzieren. Dazu organisierte die Bürgerinitiative ein Motorboot, das auf den Namen „Pegellatte“ getauft und auf eine Reise auf dem Rhein geschickt wurde. Insgesamt wurden - oft gemeinsam mit Mitgliedsstädten der HWNG Rhein – 40 Veranstaltungen in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden durchgeführt. Ziel ist das Bewusstmachen der Gefährdung durch Hochwasser, die Sensibilisierung für die Oberlieger-Unterlieger-Abhängigkeiten, Erhaltung und Wiederöffnung von Retentionsräumen und Werben für eine "zentrale" Hochwasserschutzzentrale für den gesamten Rhein.
Eckdaten zur Maßnahme
Measure carrier
Maßnahmenträger
Bürgerinitiative Hochwasser Altgemeinde Rodenkirchen e.V. (Köln) https://hochwasser.luxxmedien.de/Kooperationspartner
HochwasserNotgemeinschaft Rhein e.V., Internationale Kommission zum Schutze des Rheins, Deutsches Komitee KatastrophenvorsorgeDuration and Financing
Beginn der Umsetzung
Wie hoch waren die (geschätzten) Kosten für die Umsetzung?
Ca. 68.000,-- EURErläuterung
Spenden, SponsorengelderBeteiligung
Anwohner des Rheines, Kommunen (Politik und Verwaltung), Bürgerinitiativen, die sich (im Gegensatz zu Bürgerinitiative Hochwasser) gegen Retentionsräume wehrtenErläuterung
Bürgerinitiative, Öffentlichkeitsarbeit, Info-VeranstaltungenErfolge
Welche Erfolge konnten Sie mit Ihrer Maßnahme erzielen?
Die öffentliche Resonanz war teilweise sehr groß. Dies drückt sich auch in der Tatsache aus, dass ein WDR-Team die Bootsfahrt begleitete und eine Dokumentation für die Sendung „die story“ drehte, der im Jahr 2005 eine Fortsetzung folgte.Erzielt die Maßnahme über Klimaanpassung hinaus positive Nebeneffekte?
- Ja, Natur-, Umwelt- und Ressourcenschutz: z. B. Erhaltung der biologischen Vielfalt, Luftreinhaltung, Gewässerschutz, Ressourceneinsparung
- Ja, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit: z. B. Innovation, Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen oder Regionen
- Ja, soziale Gerechtigkeit und Lebensqualität: z. B. Erhöhung der Wohnqualität in Städten, Beitrag zu sozialem Ausgleich oder sozialer Integration, besondere Berücksichtigung der Interessen benachteiligter Bevölkerungsgruppen
Erläuterung
Verhinderung sehr großer Schäden (Bausubstanz, Produktionsstätten, Infrastruktur, private und öffentliche Vermögenswerte)Erhaltung bzw. Wiederöffnung von Retentionsraum für den Rhein (Oberrhein, Mittelrhein, Niederrhein), Restrukturierung flußnaher Lebensräume; Renaturierungsmaßnahmen und Verbesserung der Umweltqualität
Durch die Erhaltung und Öffnung von Rückhalteräumen können Erholungsgebiete für die Anwohner entstehen.
Hindernisse
Konflikte
Wirkt sich die Maßnahme negativ auf andere Bereiche aus?
- Ja, Natur-, Umwelt- und Ressourcenschutz: z. B. Erhaltung der biologischen Vielfalt, Luftreinhaltung, Gewässerschutz, Ressourceneinsparung
Erläuterung
Sofern gesteuerte Rückhalteräume wegen der ungleich höheren Effizienz erforderlich sind, stehen diese dem Ziel einer flächigen Auenreaktivierung (freie Flutung) und Erhöhung der biologischen Vielfalt entgegen. Kompromiss: „ökologische Flutungen“ und/oder ein Mosaik von gesteuerter und freier Flutung (mindert aber insgesamt die Effizienz) kann Akzeptanz verbessern. Konflikt grundsätzlich nur lösbar über Schaffung von mehr Raum für den Fluß, als dieser vor der Korrektion und Eindeichung hatte.Wirkt sich die Maßnahme negativ auf andere Bereiche aus?
- Ja, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit: z. B. Innovation, Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen oder Regionen
Erläuterung
Verhindert (zumindest maximale) Wertschöpfung flußnaher Flächen; schränkt landwirtschaftliche Nutzung ein. Als Lösung wird im Fall landwirtschaftlicher Ausfälle bei gesteuerter Flutung eine Entschädigungslösung vorgeschlagen.Ansprechperson
Bürgerinitiative Hochwasser e.V.
Gerhard Müller
Wilhelmstraße 46
50996 Köln
Deutschland
Ort der Umsetzung
Wilhelmstr. 46
50996 Köln
Deutschland