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Chemikalien

Chemikalien gehören zu den am stärksten regulierten Bereichen im Umweltschutz. Gleichwohl besteht immer noch Handlungsbedarf: Chronische Gesundheitsschäden durch Chemikalien in Innenraumluft, Gebrauchsgegenständen oder Nahrungsmitteln bleiben ein Thema. Pflanzenschutzmittel treffen nicht nur „Schadorganismen“ sondern auch viele Nützlinge. Biozide belasten die Gewässer. Arzneimittelrückstände in Böden und Wasser sind ein Risiko für die dort lebenden Organismen. Hormonelle Wirkungen von Stoffen beeinflussen die Fortpflanzungsfähigkeit von Pflanzen und Tieren. Und schließlich wirken die Stoffe nicht einzeln, sondern als Gemische auf die Umwelt – häufig addiert sich ihre Wirkung. Einige Schritte sind getan, aber der Weg zur Nachhaltigkeit in der Chemie ist noch weit.

Chemikalien

Anpassung des PBT-Konzeptes notwendig

Rotmilan am Himmel

Das Konzept für die Bewertung persistenter, bioakkumulierender und toxischer Stoffe (PBT) muss überarbeitet werden: Schwer wasserlösliche Stoffe und Stoffe, die in der Umwelt nur extrem langsam abgebaut werden können, werden beispielsweise unzureichend betrachtet. Zudem muss sich die Identifizierung kritischer Stoffe verbessern, so ein Forschungsvorhaben im Auftrag des UBA.

Chemikalien, Wasser

Schadstoffe können aus Kläranlagen in Gewässer gelangen

Kläranlagebecken

Die Verwendung von Produkten (wie Putzmittel, Wandfarben) sowie von Gegenständen (wie Fahrrad, Auto, Kleidung, Pfannen) in urbanen Gebieten ist mit dem Eintrag einer Vielzahl von Stoffen in das Abwasser und schließlich in Gewässer verbunden. Eine Bestandsaufnahme zeigt: viele Stoffe werden in Kläranlagen zurückgehalten, andere passieren sie oder gelangen direkt über die Kanalisation ins Gewässer.

Chemikalien

Scan4Chem-App zu Chemikalien in Produkten in 15 Ländern verfügbar

Eine Hand hält ein Smartphone in einem Geschäft

Hersteller und Händler müssen Verbraucherinnen und Verbraucher auf Anfrage über „besonders besorgniserregende Stoffe“ in Produkten informieren. Die UBA-App Scan4Chem wurde im Rahmen des EU-LIFE-Projektes AskREACH mehrfach überarbeitet. Die neueste Version steht seit Oktober 2020 in Deutschland zum Download bereit. Die App ist mittlerweile in insgesamt 15 europäischen Ländern verfügbar.

Chemikalien, Gesundheit

Neuer UMID: Chemikalien in Textilien

Nähgarn in verschiedenen Farben

Bei der Herstellung von Textilien kommt eine Vielzahl von Chemikalien zum Einsatz. Welche kritischen Chemikalien sind das genau und welche gesetzlichen Regelungen gibt es? Darüber informiert die neue Ausgabe der Zeitschrift UMID. Weitere Themen: UV-Filter in Sonnenschutzmitteln, ein bundesweites Pollenmonitoring, das EU-COST-Netzwerk „European Burden of Disease“ und das One-Health-Konzept.

Chemikalien, Gesundheit

Bürgerumfrage zum sicheren Chemikalienmanagement in Europa

Eine behandschuhte Hand stellt ein Reagenzglas mit einer Blutprobe in eine Reagenzglashalterung, in der bereits weitere Blutproben stehen.

In der EU sind mehrere Zehntausend Chemikalien auf dem Markt, viele davon finden sich auch im Blut oder im Urin von Bürgerinnen und Bürgern. In welchem Umfang und warum die Chemikalien überhaupt im Menschen landen, untersucht das Human-Biomonitoring (HBM). Das EU-Programm HBM4EU hat eine Umfrage gestartet, um besser zu verstehen, welche Bedürfnisse, Bedenken und Fragen zu diesem Thema bestehen.

Chemikalien

Erstes Virtuelles SAICM Stakeholder Briefing

UN-Gebäude mit Flaggen im Vordergrund

Am 05.10.2020 trafen sich 61 nationale Stakeholder des Strategischen Ansatzes für ein Internationales Chemikalienmanagement (SAICM). Ziel der von Dr. Minu Hemmati moderierten Veranstaltung war es, deutsche Stakeholder über den Stand der Verhandlungen und über die Planungen im Intersessionalen Prozess (IP) bis zur fünften Konferenz zum Internationalen Chemikalienmanagement (ICCM5) zu informieren.

Chemikalien, Boden | Fläche

Feldmausbekämpfung bedroht den Feldhamster

Ein Feldhamster in einer grünen Wiese

Wenn sich Feldmäuse auf den Äckern ausbreiten, können Saat und Jungpflanzen erheblich geschädigt werden. Durch Bodenbearbeitung oder Gift sollen die Mäuse bekämpft werden. Dabei muss eine Gefährdung des vom Aussterben bedrohten Feldhamsters vermieden werden. Aktuell ist dies durch Notfallbestimmungen für Gifte und und deren Umsetzung nicht gewährleistet.

Chemikalien

Beschränkung von Bisphenol A – ROI Eintrag und Call4Evidence

Detailfoto Stift kreuzt ein Feld an.

Eine Analyse der regulatorischen Managementoptionen zeigte, dass eine gezielte Beschränkung der Massenchemikalie Bisphenol A die geeignetste Maßnahme ist, um die kontinuierlichen Umwelteinträge von BPA zu minimieren. Für eine gezielte und umsetzbare Beschränkung von BPA können betroffene Akteure im Rahmen des „Call for Evidence“ von Oktober 2020 bis Januar 2021 relevante Informationen einreichen.

zuletzt aktualisiert am
Chemikalien, Gesundheit

Schulze: „Human-Biomonitoring soll Instrument der europäischen Chemikalienpolitik werden“

Eine behandschuhte Hand stellt ein Reagenzglas mit einer Blutprobe in eine Reagenzglashalterung, in der bereits weitere Blutproben stehen.

Im Rahmen einer internationalen Konferenz zu „Human Biomonitoring for science and chemical policy“ haben sich Bundesumweltministerin Svenja Schulze und UBA-Präsident Dirk Messner für den Ausbau des Human-Biomonitoring auf europäischer Ebene ausgesprochen. Dabei geht es um Untersuchungen von Bevölkerungsgruppen auf ihre Belastung mit Schadstoffen aus der Umwelt und aus anderen Quellen.

Chemikalien, Wasser

Pestizide in europäischen Gewässern – eine Datenanalyse

Ein Mann nimmt eine Wasserprobe

Pestizide können die Umwelt schädigen. In einem vom Umweltbundesamt koordinierten Projekt für die Europäische Umweltagentur wurde erstmals eine Übersicht über die Pestizide, die die EU-Mitgliedstaaten in Oberflächengewässern und Grundwasser messen, erstellt. Der Bericht bestätigt, dass zusätzliche Maßnahmen nötig sind, um die Umweltqualitätsstandards in Oberflächengewässern einzuhalten.

Chemikalien, Wasser

Beobachtungsliste für Chemikalien in Gewässern aktualisiert

Die Elbe bei Dessau-Roßlau

Die EU-Kommission hat die Beobachtungsliste zur EU-Wasserrahmenrichtlinie zum zweiten Mal seit 2015 angepasst. Diese Liste enthält Chemikalien, deren Überwachung schwierig ist oder verstärkt werden soll. Die EU-Mitgliedstaaten müssen sie in Gewässern an repräsentativen Probenahmestellen messen.

Chemikalien

Apotheken können zu weniger Arzneimitteln in der Umwelt beitragen

Ein Kundengespräch in einer Apotheke

Arzneimittel werden immer öfter in der Umwelt nachgewiesen. Das Thema „Arzneimittel in der Umwelt“ wird im Pharmaziestudium und in Fortbildungen bisher aber nur selten behandelt. Ein UBA-Bericht gibt Anregungen, wie die Thematik für die Lehre didaktisch und inhaltlich umgesetzt werden kann. Zudem wurden Konzepte für eine multimediale Lernplattform und zur Kundeninformation in Apotheken entwickelt.

Kurzlink: www.uba.de/t54de