Herkunftsnachweisregister (HKNR)

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Was ist das Herkunftsnachweisregister?

Dies erläutern wir Ihnen in einem kurzen Film.

Der Marktanteil an Ökostromprodukten steigt stetig. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen darauf vertrauen können, dass der erworbene Ökostrom tatsächlich aus erneuerbaren Energien gewonnen wurde. Herkunftsnachweise machen die Herkunft des Stroms aus erneuerbaren Energien transparent. Sie bieten Verbraucherinnen und Verbrauchern damit die notwendige Verlässlichkeit.

Inhaltsverzeichnis

 

Herkunftsnachweise und Register

Die verpflichtende Stromkennzeichnung des Energieversorgers (nach § 42 EnWG) liefert den Endkundinnen und Endkunden wichtige Informationen zu ihrem Strom. Seit Januar 2013 darf ein Energieversorger Strom nur dann als solchen aus erneuerbaren Energien (EE) kennzeichnen und auf der Stromrechnung ausweisen, wenn er für die gelieferte Menge EE-Strom auch Herkunftsnachweise im Herkunftsnachweisregister entwertet hat. Damit wird die Stromkennzeichnung verlässlicher, und eine Doppelvermarktung wird ausgeschlossen.

 

Informationen für Energieversorger

Die detaillierten Regelungen für den Registerbetrieb finden Sie in der Herkunfts- und Regionalnachweisdurchführungsverordnung (HkRNDV). Für die Teilnahme am Register fallen Gebühren an. Informationen hierzu finden Sie in der Herkunfts- und Regionalnachweis-Gebührenverordnung.

Sie können sich im HKNR registrieren. Da zur Identifizierung ein PostIdent-Verfahren erforderlichen ist, nimmt die Registrierung bis zu Ihrer Freischaltung und Kontoeinrichtung mehrere Werktage in Anspruch. Bitte berücksichtigen Sie dies bei Ihren Planungen. Für die Registrierung als natürliche oder juristische Person rufen Sie die Startseite des Herkunftsnachweisregisters auf.

Führen Sie folgende Schritte durch und halten Sie diese Unterlagen bereit:

  • Sie geben alle wichtigen Daten der natürlichen oder juristischen Person ein.
  • Sie drucken den Coupon für das PostIdent-Verfahren aus und gehen damit zu einer beliebigen Postfiliale zwecks Identifizierung.
  • Sie laden ein Scan des Handelsregisterauszugs/der Handelsregisterauszüge hoch.
  • Bei Bedarf können sie die Bevollmächtigung für Kontoinhaber / Bevollmächtigung für Dienstleister herunterlade, ausfüllen und hochladen.

Eine Kurzanleitung mit näheren Informationen zur Registrierung, ist ebenfalls auf der Startseite des Herkunftsnachweisregisters abrufbar.

Das Schema zeigt die Schritte zur Stromkennzeichnung mit Herkunftsnachweisen: von der Registrierung der Akteure und Anlagen über die Ausstellung der Nachweise, den Start des internationalen Handels 2013 bis hin zur verpflichtenden Stromkennzeichnung 2014
Schritte zur Stromkennzeichnung mit Herkunftsnachweisen
Quelle: Umweltbundesamt
 

Informationen für Netzbetreiber

Das Herkunftsnachweisregister im UBA (HKNR) bezieht die Daten zur Stromerzeugung von den Netzbetreibern. Der Start der Kommunikation geht dabei immer vom HKNR aus; die Netzbetreiber müssen nicht von sich aus aktiv werden und liefern dem HKNR keine Daten ohne ausdrückliche Anforderung. Der Ablauf, wie die Kommunikation mit den Netzbetreibern aufgebaut wird, kann unter Downloads für Netzbetreiber nachgelesen werden. Das UBA verwendet für die Erstkontaktaufnahme mit den Netzbetreibern die Daten aus der BDEW-Codenummerndatenbank.

Ergänzende Informationen zur Umsetzung des jeweils gültigen HKNR-Anwendungshandbuches (AHB; jeweils festgesetzt durch Mitteilungen der Bundesnetzagentur, abrufbar unter www.edi-energy.de) und die Prozessbeschreibung können als FAQs unter „Häufige technische Fragen zum HKNR“ sowie als Prozessablaufdiagramme unter Downloads für Netzbetreiber heruntergeladen werden. Gültig ist grundsätzlich das aktuelle HKNR-AHB.

Die Daten des HKNR für den Austausch von EDIFACT-Nachrichten mit den Netzbetreibern lauten:

GLN: 4399902157025
E-Mail: edifact(at)hknr.de

 

Gesetzgebung zum Herkunftsnachweisregister

Das Herkunftsnachweisregister wurde am 1. Januar 2013 in Betrieb genommen. Die gesetzlichen Grundlagen bilden die Herkunfts- und Regionalnachweisdurchführungsverordnung (HkRNDV) sowie die Herkunfts- und Regionalnachweisgebührenverordnung.

Beide Verordnungen traten am 21. November 2018 in Kraft und damit die vorhergehenden Verordnungen außer Kraft. Die Verordnungen können in einer nichtamtlichen Lesefassung mit Begründung unter „Dokumente“ heruntergeladen werden.

Gesetze

§ 79 Absatz 4 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes regelt gemeinsam mit der Erneuerbare-Energien-Verordnung – EEV) vom 17. Februar 2015 den Betrieb des Herkunftsnachweisregisters im Umweltbundesamt.

Für Fragen und weitere Informationen wenden Sie sich an das Herkunftsnachweisregister.

 

Anerkennung ausländischer Herkunftsnachweise

Juristische und energiewirtschaftliche Untersuchung zu Herkunftsnachweisen einzelner Staaten

Herkunftsnachweise für Strom aus erneuerbaren Energien sollen international handelbar sein. Welchen Standards die Herkunftsnachweise hierzu genügen müssen, steht im Artikel 15 der EU-Richtlinie 2009/28/EG. So müssen zum Beispiel das Ausstellungsdatum und die Energiequelle angegeben sein. Doch nicht alle Kriterien sind schnell und eindeutig überprüfbar. Deshalb ließ das UBA für ausgewählte Staaten klären, ob Herkunftsnachweise aus diesen Ländern grundsätzlich anerkennungsfähig sind. Diese juristische und energiewirtschaftliche Untersuchung erfolgte durch Becker Büttner Held Rechtsanwälte (BBH) und das Öko-Institut e. V. in einem Forschungsvorhaben im Auftrag des Bundesumweltministeriums.

Die Ergebnisse für die einzelnen Staaten sind in englischen Kurzzusammenfassungen veröffentlicht. Das UBA weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Kurzzusammenfassungen keine Aussage darüber treffen, ob für künftige Anträge auf Anerkennung von Herkunftsnachweisen aus den betreffenden Staaten die Anerkennungsfähigkeit gegeben ist. Vielmehr wird das UBA wie bisher seiner gesetzlichen Verpflichtung nachkommen, die Anerkennungsfähigkeit von Herkunftsnachweisen aktuell und einzelfallbezogen zu prüfen. Die Ergebnisse der Gutachten werden in diese Prüfungen einfließen.

Alle weiteren Staaten, die nicht für die Anerkennungsprüfung ausgewählt wurden, werden vom Umweltbundesamt selbst geprüft. Die Ergebnisse werden nicht auf dieser Website veröffentlicht. Die Nichterwähnung eines Staates bedeutet also nicht, dass das UBA dessen Herkunftsnachweise nicht anerkennt.

Ergebnisse des Forschungsprojektes

Zusammenfassung Abschlussbericht des Forschungsprojektes

Antragsformulare zur Anerkennung nach Art. 15 (9) 2009/28/EC

Downloads

  • Prüfaufgaben des Umweltgutachters

    Prüfaufgaben des Umweltgutachters

  • Nichtanwendbarkeit des § 17 Absatz 3 Satz 3 HkNDV

    Klarstellung des HKNR vom 21.08.2014: Keine Pflicht zur Angabe von Stromprodukt oder Stromkunde bei der Entwertung eines Herkunftsnachweises

  • Renewable Energy Sources Act

    Non-binding translation – only the German text is authentic.
    NOTE: Translation of the updated act is in progress.

    Renewable Energy Sources Act

  • Guarantees of Origin Implementing Ordinance

    Non-binding translation – only the German text is authentic.
    NOTE: Translation of the updated ordinance is in progress.

    Guarantees of Origin Implementing Ordinance

  • Guarantees of Origin Fees Ordinance

    Non-binding translation – only the German text is authentic.
    NOTE: Translation of the updated ordinance is in progress.

    Guarantees of Origin Fees Ordinance

  • Unterlagen zur Fachtagung am 16./17. April 2018

    Am 16. und 17. April 2016 fand im Umweltbundesamt in Dessau-Roßlau die fünfte Fachtagung des Herkunftsnachweisregisters statt.

    zu den Vorträgen und Workshop-Ergebnissen

  • Unterlagen zur Fachtagung am 26./27. April 2016

    Am 26. und 27. April 2016 fand im Umweltbundesamt in Dessau-Roßlau die vierte Fachtagung des Herkunftsnachweisregisters statt.

    zu den Vorträgen und Workshop-Ergebnissen

  • Unterlagen zur Fachtagung am 21./22. April 2015

    Am 21. und 22. April 2015 fand im Umweltbundesamt in Dessau-Roßlau die dritte Fachtagung des Herkunftsnachweisregisters statt.

    zu den Vorträgen und Workshop-Ergebnissen

  • Labelgespräch 27. Juni 2014

    Am 27. Juni 2014 führte das Herkunftsnachweisregister mit Vertretern von Labelorganisationen, Ökostromhändlern, Umweltgutachtern und beteiligten Fachgebieten aus dem Umweltbundesamt einen Workshop zu Zusatzangaben und Labels für Ökostrom als Inhalt der Herkunftsnachweise (HKN) durch. Die rund 20 Teilnehmenden diskutierten am Vormittag über das sogenannte „Independent Criteria Scheme“ (ICS) innerhalb des European Energy Certificate System (EECS), bei dem die Labelinformation mit HKN übertragen werden können. Es wurde vorgestellt, wie das Konzept HKN inklusive ICS in der Schweiz umgesetzt ist. Weiterhin stellten Vertreter zwei der derzeit drei im EECS geführten Label vor. Vorträge und Diskussionen am Nachmittag drehten sich um die in Deutschland angebotenen Zusatzangaben auf HKN nach § 8 Absatz 2 HkNDV. Ein ausführlicher Bericht erfolgt über den Newsletter.

    Sämtliche Vorträge des Workshops

  • Unterlagen zur Fachtagung am 30. Januar 2014

    Am 30.01.2014 ludt das HKNR nach seinem ersten Jahr des Registerbetriebs zum Erfahrungsaustausch.

    zu den Vorträgen und Workshop-Ergebnissen

  • Unterlagen zu den Berliner Energietagen 2013

    Am 16. Mai präsentierte das Umweltbundesamt der Fachöffentlichkeit den gegenwärtigen Stand der Aufbauarbeiten. Dabei diskutierte man mit den circa 80 Teilnehmenden über technische Fragen ebenso wie über den Aspekt des Verbrauchschutzes. In einer Podiumsdiskussion mit Anwendern des Herkunftsnachweisregisters ging es anschließend vor allem um den Nutzen der Zusatzangaben, die das Herkunftsnachweisregister anbietet.

    Vortrag Dr. Klaus Müschen, UBA Vortrag Christof Timpe, Öko-Institut Vortrag Felix Korb, OFFIS Vortrag Michael Lenzen, CertiQ Podiumsdiskussion

  • Unterlagen zur Fachtagung am 18. Januar 2012

    Bitte beachten Sie, dass einige Themen nach der Tagung überarbeitet wurden und die Inhalte der Vorträge daher nicht mehr alle aktuell sind.
    Das Umweltbundesamt stellte der Fachöffentlichkeit am 18. Januar 2012 im Rahmen einer Tagung sein Konzept für den Betrieb des Herkunftsnachweisregisters (HKNR) für Strom aus erneuerbaren Energiequellen vor. Nach einer allgemeinen Einführung in das Thema „Herkunftsnachweisregister“ und den künftigen Registerbetrieb erörterten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus acht europäischen Staaten konkrete Inhalte und Fragen im Rahmen kleiner Workshops. Die wesentlichen Informationen aus der Tagung, stellen wir Ihnen hier zum Download bereit.

    Vorträge vom Vormittag Vorträge vom Nachmittag Der grüne deutsche Sonderweg