Welttag der Ozeane: Nord- und Ostsee brauchen unseren Schutz

Ein Strand an der Nordseeküste mit Wellenzum Vergrößern anklicken
Der Welttag der Ozeane erinnert daran: unsere Meere brauchen weiterhin Schutz
Quelle: Umweltbundesamt

Um die besonderen Lebensräume der Meere zu erhalten, kann jede und jeder etwas tun. Zum Welttag der Ozeane am 8. Juni machen neue Motivkarten des Umweltbundesamtes auf Herausforderungen beim Schutz der Ozeane aufmerksam.

Das Umweltbundesamt möchte mit der Aktion „Meeresschutz geht uns alle an!“ in Form frei verfügbarer Postkarten (FreeCards) sowohl Gäste als auch Anwohnerinnen und Anwohner für den Schutz der Meere sensibilisieren und Anregungen zum Mitmachen geben. In Cafés, Kneipen, Bibliotheken oder auch Universitäten sollen die Karten Interesse erzeugen und zur Auseinandersetzung mit fünf ausgewählten Meeresschutzthemen anregen. 

Neben dem derzeit häufig in den Medien thematisierten Meeresmüll wurden dafür die Themen Unterwasserlärm und nicht-einheimische Arten, aber auch das Zuviel an Nährstoffen („Eutrophierung“) oder Arzneimitteln grafisch mit einem Augenzwinkern aufbereitet. Zusammen mit sechs weiteren Themenfeldern wurden diese in der 2008 verabschiedeten EU Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) adressiert und mit einem Ziel zur Verbesserung des Zustands der europäischen Meere versehen. Die verschiedenen Maßnahmen zur Reduktion der Belastungen und der Zustand der Meere werden in nationalen Berichten an die EU regelmäßig dokumentiert und sind der Öffentlichkeit zugänglich. Die Berichte zeigen: es bleibt noch viel zu tun, um eine gesunde Meeresumwelt wieder herzustellen und zu erhalten. Und Sie können mitmachen!

Um den Meeresschutz zu unterstützen, sollte sich jede und jeder bewusst machen, dass unser Handeln Auswirkungen hat. Dabei geht es nicht nur um unseren Einfluss als Privatperson und Verbraucher beim Einkauf oder bei der Entsorgung. Auch unsere Entscheidungen im Unternehmen, im Verein oder als politische Vertretung von Gemeinden und Städten sind relevant dafür, ob zum Beispiel schädliche Stoffe die Meere verunreinigen oder welche Lebewesen an unseren Meeresküsten künftig zu finden sind. 

Seit zehn Jahren setzt die Umsetzung der EU Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie Maßstäbe für den Erhalt der europäischen Meere, auch für Nord- und Ostsee. Die Meeresgewässer sind noch immer durch menschliche Aktivitäten über Gebühr belastet. Energiegewinnung, Rohstoffförderung, Seeschifffahrt und Fischerei belasten die Meere. Aber auch Einträge von Land, wie Müll, Nähr- oder Schadstoffe, beeinträchtigen die Tiere und Pflanzen im Meer und an der Küste.

Der „World Oceans Day“ wurde 2009 von den Vereinten Nationen ausgerufen, um auf die Situation der Meere aufmerksam zu machen, und wird seitdem jährlich am 8. Juni begangen. Die Meere und Ozeane bedecken den größten Teil unseres Planeten und regulieren das Klima sowie den Stoffhaushalt der Erde. Sie bieten Nahrung und Lebensraum für vielfältige Tier- und Pflanzenarten. Für uns Menschen spielen sie als Transportwege für die Seeschifffahrt eine große Rolle, aber auch im Bereich der Energiegewinnung, der Fischerei und des Tourismus. In der Feriensaison kommen jedes Jahr mehrere Millionen Gäste an die deutsche Nord- und Ostseeküste.

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