Gutachten: Grundsteuerreform kann den Flächenverbrauch senken

Neubaugebiet mit Einfamilienhäusern „auf der grünen Wiese“ zum Vergrößern anklicken
Eine Grundsteuerreform könnte das „Bauen auf der grünen Wiese“ reduzieren.
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Baureife Grundstücke in den Innenstädten werden oft unbebaut liegengelassen, weil auf steigende Baulandpreise spekuliert wird. Das erhöht den Druck, Flächen außerhalb der Ortslagen zu bebauen. Würde die Grundsteuer so reformiert, dass sie sich allein nach dem Bodenwert richtet, wäre dies ein Anreiz, innerstädtische Grundstücke mit ihren hohen Bodenwerten schneller zu bebauen, so ein Gutachten.

Die Bemessung der Grundsteuer nach dem Bodenwert würde die Innenentwicklung fördern und wäre ein Gewinn für die Umwelt. Denn durch das „Bauen auf der grünen Wiese“ wird die Landschaft zersiedelt, der Flächenverbrauch erhöht sich – auch durch die notwendige Erschließung, etwa mit neuen Straßen – und der Verkehr nimmt durch das Pendeln in die Innenstädte zu.

Das vom Institut der Deutschen Wirtschaft angefertigte Gutachten stellt die aktuelle Grundsteuersystematik sowie deren Reformbedarf dar. Außerdem erläutert es Ziele und Ausgestaltungsmöglichkeiten im Rahmen der Grundsteuerreform. Es ist Teil des UBA-Forschungsvorhabens „Innovative Instrumente zum Flächensparen und zur Förderung der Innenentwicklung: Kommunaler Praxistest, Schlussfolgerungen für Akteure in Bund, Ländern, Regionen und Gemeinden & Kommunikation der Ergebnisse“, bearbeitet vom Deutschen Institut für Urbanistik in Kooperation mit dem Institut Raum und Energie. Die Veröffentlichung des Abschlussberichtes dieses Projektes wird in der zweiten Jahreshälfte 2018 erfolgen.