UBA-Studie: Bewusstsein für sozial-ökologischen Wandel

Ein Paar sitzt im Sonnenlicht in einem Park auf einer Bank.zum Vergrößern anklicken
Wie bewusst sind sich die Menschen den Erfordernissen eines sozialen und ökologischen Wandels?
Quelle: Pixabay

Eine neue Studie des UBA befasst sich mit den Vorstellungen der Menschen zu einem gesellschaftlichen Wandel in Richtung Nachhaltigkeit und welche Engagement-Möglichkeiten sie diesbezüglich in ihrem Lebensumfeld sehen. Der sozialwissenschaftliche Bericht erscheint in Ergänzung zur Studie „Umweltbewusstsein in Deutschland 2016“.

Vorschläge zum sozial-ökologischen Wandel

Die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer haben ein breites Spektrum an Vorschlägen und Ideen erarbeitet, wie gesellschaftlicher Wandel in Richtung Nachhaltigkeit erfolgreich von Statten gehen kann. Zum Beispiel hielten ältere Menschen mit traditioneller Werthaltung vor allem regulative Maßnahmen seitens des Staates für erforderlich, aber auch die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und vermehrte Umweltbildung. Aus Sicht von Angehörigen gehobener Gesellschaftsschichten standen wirtschaftliche Aspekte wie die Förderung zukunftsweisender Technologien oder die Idee der Kreislaufwirtschaft im Vordergrund.

Vielfältige Formen des Engagements für soziale und ökologische Ziele

Die Studie identifizierte insgesamt acht verschiedene Engagement-Muster für sozial-ökologischen Wandel. Diese reichen von einem Eintreten für soziale und ökologische Werte im privaten Umfeld, über die Ausrichtung des Alltagshandelns an ethischen Prinzipien, hin zu Aktivitäten in sozial und ökologisch ausgerichteten Organisationen oder Initiativen. Die Teilnehmenden fanden diese Formen des Engagements unterschiedlich attraktiv, was stark mit dem sozialen Milieu, welchem sie angehörten, zusammenhing.

Qualitative und quantitative Methoden

Die Studienergebnisse beruhen zum einen auf qualitativen Untersuchungen, die im Vorfeld der Repräsentativbefragung zur Umweltbewusstseinsstudie 2016 durchgeführt wurden. Diese umfassten sechs Fokusgruppen-Diskussionen, an denen je acht bis zehn Personen aus ähnlichem sozialen Milieus teilnahmen, sowie eine anschließende moderierte Online-Community. Zum anderen beziehen sich die Studienergebnisse auf den Ausschnitt der Repräsentativbefragung, der das Thema „Engagement für soziale und ökologische Ziele“ behandelte.