Ist der Konsum in Deutschland in den vergangenen Jahren nachhaltiger geworden?
Hier gibt es unterschiedliche Antworten, je nachdem, welches Bedürfnisfeld und welchen Indikator man betrachtet. Für das Nationale Programm für nachhaltigen Konsum (NPNK) gibt es seit 2024 ein Indikatorenset , das eine Auswahl wichtiger Kennzahlen für die Bereiche Wohnen, Mobilität, Ernährung, Bekleidung, Freizeit/Tourismus sowie übergreifende Aspekte beinhaltet.
Als eine Art Leitindikator kann der durch den Konsum verursachte CO2-Ausstoß gelten. Dieser Indikator zeigt die direkten CO2-Emissionen, die beispielsweise beim Heizen oder beim Autofahren entstehen, und auch die indirekten Emissionen, die während der Produktion von Konsumgütern entstehen. Die CO2-Emissionen sind über die Jahre, für die Daten zur Verfügung stehen (derzeit 2010-2017), nur sehr geringfügig gesunken und stagnieren eher auf hohem Niveau.
Ein Beispiel für einen Indikator, der sich positiv in Richtung mehr Nachhaltigkeit entwickelt, ist der durchschnittliche Fleischkonsum pro Person . Dieser geht seit einigen Jahren ausgehend von einem sehr hohen Niveau, das sowohl umwelt- als auch gesundheitsschädlich ist, kontinuierlich zurück.
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